Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

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2018 die erste Woche in Grado

25.04.2018 06:42

18.04.2018
 Nachdem ich wohl am 5. Und 6. April in
Grado verweilte, aber als Reiseleiter fungierte - Betriebsausflug Almresort
Gerlitzen und 50er Geburtstag von Irene Bürger - konnte ich am Boot so gut wie
nichts machen. Also starte ich den vollgepackten Suzuki und fahre am Mittwoch
nach Grado. In Grado angekommen, wird erstmal die Wohnung in der Via Genova 3
bezogen, Ornella unsere Vermieterin wartet bereits auf uns. Eine Schlepperei
von Bekleidung. Küchenutensilien und KrimsKrams in den 2. Stock wird
abgehandelt. Dann wird erstmal das Mittagessen eingenommen, bei Pino gibt es
Pasta alla norma und Pasticchio con Funghi. Danach versuche ich die SAT
Schüssel zu installieren, erfolglos. Dann gibt es ein Mittagsschläfchen im
frisch bezogenen Bett. Nach dem Cafe in der Bomben Bar geht es los mit der
Schlepperei Teil 2, vom Auto zum Boot, alles Werkzeug und Material, neue
Fenster etc. alles muss zum Boot geschaft werden. Meine beiden Bike's werden
auch im Hafen deponiert, dann wird die Chicca mal von der Plane befreit und ich
beginne mit den Vorarbeiten zur Fenstermontage. Als ich mit der Montage der
neuen Fensterrahmen beginnen möchte bemerke ich, dass die richtigen Schrauben
nicht vorhanden sind. Also ab in die Ferramenta nach Citta Giardino, leider
heute geschlossen. Alternative, in die Wohnung, duschen, umziehen und ab nach
Aquileia. Dort bekomme ich was ich suche, wir nehmen in der Helmbar einen
Aperitiv, dann ab zum Zorat zum Abendessen. Prosecco für Helga wird besorgt,
wir nehmen auch gleich 3 Flaschen und ab zurück nach Grado, Abendspaziergang,
Lieferung Prosecco und Kernöl, Schlummertrunk im la Trorre und ab nach Hause,
ins Bett!

19.04.2018
  Erster richtiger Arbeitstag an der
Chicca. Die neuen Fensterrahmen und das neue Dach sollten heute montiert
werden. Vorerst aber Frühstück in der Bomben Bar danach einrichten der
Baustelle und Planung der heutigen Aufgaben. Gudrun verlässt mich, geht noch
etwas shoppen und fährt danach nach Hause. Die Arbeiten gehen zügig von der
Hand, um 11:00 Uhr sind die Fensterrahmen und das Dach montiert. Es folgen noch
kleine Feinarbeiten und das Messen der Frontscheibe. Ein Anruf in Villach
ergibt leider, dass dieses von mir benötigte Maß leider nicht vorhanden ist.
Also was tun sprach Zeus. Zwischenzeitlich habe ich die Persenning der Chicca
montiert, auch hier sind kleine Umarbeitungen notwendig, werde Fabrizio
verständigen und ihn bitten es vor Ort hier in der Marina zu erledigen. Das
neue Gestänge, Abstützung der Persenning, passt, wird auch montiert und ich
kann auch die Fenster beidseitig mit blauer Folie bekleben. Auch die neuen Schriftzüge
CHICCA werden am Heckspiegel und seitlich zwischen den Fenstern montiert,
schaut toll aus. Gegen 16:00 Uhr hab ich genug, habe 7 Stunden durch
gearbeitet, ohne Pause, ich will was trinken. In der Ferramenta muss ich auch
noch Bohrer besorgen und dort fragen wo ich eventuell Plexiglas in Grado
bekommen könnte! Leider gibt es in ganz Grado kein Plexiglas zu kaufen, also
bitte ich Wolfgang es mir in Villach zu besorgen. Dann ein Spritzer bei Pino,
anschließend Mittagsschlaferl um 17:00 Uhr - um 20:00 Uhr eine Runde mit dem
Radl in die Stadt, in die Enoteca meines Vertrauens und wieder neue, nette
Leute kennen gelernt. Erst nach Mitternacht zurück ins Appartement und in die
Heia!

20.04.2018
 Heute bemerke ich, dass mein Telefon tot
ist, habe viele, viele versäumte Anrufe am Display. Witzig, weil wenn ich ein
anderes Netz als mein 3likehome anwähle, funktioniert alles tadellos. Habe
gestern mein Handy als Hotspot zum Laptop eingesetzt und das wird der Firma 3
nicht schmecken. Die bemerken ja die Datenmenge die ich bei diesem Einsatz
verbraucht habe und werden mir die Karte gesperrt haben - denke ich, roaming
Kosten hin oder her, wer weiß was da im Hintergrund alles kontrolliert wird.
Aber es ärgert mich, weil jetzt muss ich wegen jedem WhatsApp oder Mail zu
einem WLAN Beisl fahren um die zu Beantworten. Heute werde ich mal eine
Rad'ltour in Angriff nehmen, Richtung Cervignano und nach Clauiano und über
Strassoldo wieder zurück nach Grado. Erstmal besorge ich im Eliani 3
Einzelzimmer für Burgi Ratz, eine Freundin von Jutta van de Berg, sie kommt mit
2 Schulkolleginnen auf Kurzvisite nach Grado. Dann noch einen Sprung in die
Marina, Radwechsel, in der Stadt bin ich ja mit dem MTB unterwegs, heute wird
aber das Strassenrad in Betrieb genommen. Dann ändere ich doch meine Route und
fahre über Fossalon und Marina Julia (Cafepause) nach Monfalcone. In den TIM
Laden und wieder für 6 Monate das Internet zu kaufen. 49 Euronen für 6 Monate a
30 GB Daten ist tragbar und ausreichend und ich habe wieder Verbindung in die weite
Welt. Der Nachhauseweg führt mich dann über Stranzano und San Caziano wieder
zurück nach Fossalon, beim Stopp in Caneo treffe ich die Prochiners von
gestern, sie sind auch mit dem Rad'l unterwegs. Gegen 13:00 Uhr treffe ich
wieder in Grado ein, bin eigentlich geschlaucht von den ca. 60 km, aber es war
ja die erste Rad'ltour heuer. Mittagsschlaferl im Appartement, danach eine
kleine Jause und Obst, ich versuch einfach weniger zu essen und mich wieder
sportlich zu bewegen. Es folgt eine Stadtrunde mit dem Bike, Fotostopp an der
Costa Azzurra, dann besuche ich Andrea und stosse mit ihm auf seine Vittoria
an, trinke mit Werner (Grissley) Grissmann ein Achterl, er hat bei Andrea mit
einer Gruppe zu Abend gegessen. Leider geht er auf Krücken, wurde an der Hüfte
operiert und hat mindestens 40 Kilo abgenommen. Danach dann zu Pino, dort
treffe ich wieder die Villacher vom letzten Abend, heute wird es nicht so spät,
gegen 23:00 Uhr verlasse ich die Enoteca und bewege mich mit dem Rad nach
Hause.

21.04.2018
 Heute kann ich kaum sitzen, so sehr habe
ich mein Hinterteil gestern gemartert. Ein Polster am Stuhl schafft Abhilfe,
heute habe ich zu nichts Lust. Cafe im Appartement, am Vormittag besuche ich
den Markt, besorge Erdbeeren und Fricca und radle wieder nach Hause. Mittag
genieße ich die Fricca und warte auf Wolfgang, er bringt mir heute meine neue
Frontscheibe. Gegen 14:00 Uhr trifft er ein, nach einem Begrüßungsachterl in
der Bar Tergesteo geht es zu ihm in die Wohnung und wir reinigen die Terrasse
und den Whirlpool vom Saharasand, der auch in Grado Spuren hinterlassen hat.
Dann nach einer erfrischenden Dusche, heute hat es erstmals die 30° Marke erreicht,
treffen wir uns mit einem Gildenmitglied der VIFAGI, danach fahren wir zum
Weinbauern nach San Piero, dann in die Baracca del pesce um eine
Tischreservierung für die "Weinbeisser" zu erledigen. Gegen 20:00 Uhr kommen
wir dann endlich zum "da Nettuno" zum Abendessen, wer sitzt da? GM und seine
Andrea, mit Bekannten aus dem Hafen. Wir speisen vorzüglich, wie immer hier im
Hafenrestaurant, dann noch einen Sprung in die Marina in Grado, die
Frontscheibe ist noch im Auto. Ein letzter Absacker bei Pino und vor
Mitternacht bin ich wieder im Appartement.

22.04.2018  Besuch ist für heute angekündigt, die
Zöhrer's kommen für einen Tag nach Grado, also beginne ich schon um 07:30 Uhr
meine Radrunde, um Mittag wieder da zu sein. Es ist fast ein wenig kühl mit der
kurzen Dress, aber herrlich und es rollt. Zuerst nach Aquileia, dann Terzo,
weiter nach Scodovacco in die Heimat vom Refosco Wein. Es folgen Villa
Visentina, Ruda und über Fiumicello und isola Morosini zur Station Caneo wo ich
mir einen Cafe und ein Wasser gönne. Dann geht es zurück nach Grado, die
letzten 20 Km hab ich leider Wind, aber es macht nichts, der Hintern schmerzt
auch wieder, dass ist schlimmer als der Wind. In Grado eingetroffen treffe ich
die Zöhrer's mit dem "schönen" Rudi Spendier und seiner Manuela zum Cappuccino auf der
Diga. Ich besorge ihnen einen Tisch bei Ariberto im alla Vittoria und begib
mich ins Appartement unter die Dusche. Dann koche ich mir die erste Portion vom
Spargel, röste sie ein wenig in Butter und verfeinere mit geriebenem Käse,
einfach aber köstlich. Es folgt mein obligates Mittagsschläfchen und dann
wieder ein Treffen mit den Klagenfurtern. Cafe am Strand, Pino's Enoteca,
Altstadtrunde, il Goto und schon ist es wieder 18:30 Uhr, die Klagenfurter
vertschüssen sich, ich mach mir im Appartement noch einmal Spargel und dann
gibt's TV bis zum Schlafen gehen!

23.04.2018 Colazione in der Bar Baomben,
um 08:00 Uhr bin ich in der Marina und beginne mit der Monateg der
Frontscheibe. Beim ersten Versuch sie zu montieren, verfluche ich den Glaser
der den Zuschnitt gemacht hat, 6 mm aus der Mitte wurde die Schräge
geschnitten, geschnitten wurde wie mit einer Hacke, die Schnittflächen sind
absolut nicht gerade! Insgesamt 7x muss ich mit der Frontscheibe aufs Boot
klettern und auch wieder runtersteigen, ich kann sie nur am Montagebock
bearbeiten. Mit der Flex muss ich die Schrägen nacharbeiten, alle Kanten
nachschleifen und dann montieren. Fast 3 Stunden dauert diese Prozedur und das
bei 25° und in der prallen Sonne - a richtige Scheißhokn! Dann kommen Guido mit
Inge zu mir in die Marina, Inge wird den Tag am Strand verbringen, Guido hat
mir versprochen den "Kabelsalat" in meinem Verteilerschrank zu beseitigen. Damit
wir uns im Boot nicht gegen seitig auf die Fuße treten, beginne ich mit der
Badeplattform, das letzte Brett ist noch zu montieren, die Badeleiter wird
befestigt und dann kommt wohl der schwierigere Teil, die Montage der
Befestigungen, wo im letzten Jahre fast alle Schrauben ausgerissen sind. Ich
montiere Holzplatten dahinter in den Bootshohlräumen, brauche Hände wie
Gummischläuche um überall hin zu gelangen, mühsame Arbeit die auch wieder einige
Stunden benötigt. So vergeht die Zeit wie im Fluge, Guido hat schon viel
Ordnung in den Elektrokasten gebracht 
und es ist bereits 17:00 Uhr als wir beide nicht mehr wollen. Ab ins
Appartement unter die Dusche, dann zum Abendessen mit Guido und Inge in die
Pizzeria Piassalber, Vollkorn Pizza Classica muss eis heute sein. Dann treffen
wir 3 Mädels aus Kirschentheuer, ich habe ihnen Quartier beschafft in Grado,
und ziehen um die Häuser, leider sind heute Montag viele meiner Lieblingslokale
geschlossen, Ruhetag. Um Mitternacht bin ich zu Hause und falle wirklich müde
ins Bett!

24.04.2018
Frühstück in der Bar Bomben, um 08:00 Uhr bin ich im Hafen und die erste Arbeit
ist mal die Pflicht zu reinigen und alles was nicht mehr benötigt wird zu
entsorgen. Dann kommt Guido wieder um den Verteilerkasten fertig zu machen, ich
darf heute unter das Boot und den Antifouling Anstrich anschleifen, bzw. zu
spachteln wo es notwendig ist, bei der herrschenden Hitze wirklich angenehm am
Boden zu lieben, über Kopf zu arbeiten und mit Maske und Brille den
Schleifstaub zu entkommen. Es juckt und beißt am ganzen Körper und dauert
trotzdem fast 6 Stunden bis ich zufrieden bin. Gegen 16:00 Uhr kommen
dannChristian und Seppi in den Hafen, Guido hat seine Arbeit erledigt , großes
Lob, alles perfekt verdrahtet und abgesichert, alle Verbindungen gelötet,
Facharbeit ! Dann hilft mir Seppi den Lautsprecher neu ein zu bauen, die Aufbau
Boxen sind oxidiert von der Meeresluft, jetzt hab ich die alten Marine Boxen
ausgegraben und wir bauen sie neben dem Steuerstand ein, Musik interessiert ja
nur mich beim Fahren, und als Hintergrund Musik reicht es allemal sollten wir
mal in der Pflicht uns aufhalten. Dann wird mal gesaugt und grob sauber
gemacht, ich will das Boot am Donnerstag waschen und reinigen, aufpolieren,
Freitag Vormittag kommt Fabrizio mein Mechaniker zum Motorservice, Freitag
Antifouling Anstrich und am Samstag will ich die Chicca im Wasser haben. Zwar
sind noch Feinheiten bei der Windschutzscheibe erforderlich, da muss ich aber
erst das Material in Villach besorgen. Um18:30 Uhr geht es nach mehr als 10
Stunden Arbeit ins Appartement, duschen, ich mache mir eine Fricca mit Zucchini
und dann geht es wieder in die City, Guido kommt mit Inge zur Lucy, es wird
wieder ein kurzer lustiger Abend, um 22:00 Uhr bin ich schon im Bett.