Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

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2018 die zweite Woche Grado

03.05.2018 12:02

25.04.2018  Heute möchte ich mal wieder eine Rad’ltour machen, gemütlich, eine 60 – 70 er Runde runterdrehen. Vorerst mal ein Cappuccino in der Bar Bomben, um 09:30 Uhr starte ich Richtung Monfalcone, Isola Morosini aber der Wind ist relativ stark also über Fiumicello nach Aquileia und zurück nach Grado, sind halt nur knapp 50 km geworden. Mittag koche ich mir dann Spaghetti mit Knoblauch und Zucchini, dazu ein Tomatensalat und 2 Glasl vom Roten. Ich beginne das Buch über Grado zu lesen, welches Claudia Lux aus Villach geschrieben hat und bin erstaunt welch „Berühmtheiten“ ich in Grado kenne, Helga und Klaus Mitzner vom Casa Labres und Aldo welche alle namentlich im Buch vorkommen und Grado gut tun. Es folgt ein kurzes Mittagsschläfchen und um 15:00 Uhr treffe ich Ferdl, der mir 2 kurze Hosen mitgebracht hat von Ossiach. Dann geht es wieder aufs Boot, Innenreinigung vom Wohnraum ist mal angesagt, dann wird das gesamte Werkzeug zusammengeräumt und die Pflicht frei gemacht, die wird morgen mal gründlich gewaschen. Zum Schluß werden noch die neuen Fenster mit Sika abgedichtet, es ist schon wieder 19:30 Uhr als ich den Hafen verlasse. Duschen, 2 Bananen und ab in die City, heute kommen Maier’s Ettinger’s und auch der Ferdl, wir haben viel zu besprechen. Um Mitternacht bin ich im Bett.


26.04.2018 Nach dem Frühstücks Cappuccino in der Bar Bomben beginnt die große Waschung der Chicca, die Pflicht wird vom Sahara Staub befreit und gründlich mit Shampoo und Wasser gereinigt, dann poliert. Dann ist das Deck dran, da ist genug Dreck dran, letztendlich dann der Rumpf des Bootes und schon wieder sind Stunden vorbei. Habe heuer schon 10 Arbeitstage und sicherlich 75 – 80 Arbeitsstunden an Bord gearbeitet, es werden bis die Chicca im Wasser liegt die 100 Stunden wohl voll werden! Mittagspause dann im Appartement, es ist heute sehr heiß und in der Sonne hat es mehr als 30°, da geht die Arbeit auch nicht mehr so von der Hand wie man will. Im Farbengeschäft besorge ich mir einen Pinsel um die kleinen Kratzer die ich beim Waschen bemerkt habe, etwas zu kaschieren. Hie und da ist auch etwas Spachtelmasse erforderlich, Kleinstarbeit die aber auch gemacht werden muss. Leider erklärt mir Ricco auf Anfrage, dass meine Chicca erst am Montag mit Antifouling gestrichen werden kann, Dienstag ist Feiertag und erst am Mittwoch kann er mein „Spielzeug“ ins Wasser heben. Gut dann wenn sie schwimmt muss ich noch die Verblendung der Frontscheibe in Villach besorgen und anbringen, aber dann steht dem Vergnügen nichts mehr im Wege. Am Nachmittag muss ich noch das Verdeck, bzw. die Persenning nacharbeiten, damit sie wieder ordentlich schließt. Heute treffen wir uns mit Stampf’s aus Villach bei Pino, schau ma mal wie es wird…..

27.04.2018 Fabrizio, mein Mechaniker aus Görz hat sich für 09:00 Uhr angesagt, Motorservice ist fällig, als ich um 08:00 Uhr nach dem Frühstück    in die Marina komme steht er schon vor dem Tor. Ich wollte eigentlich Vorarbeiten schon selber erledigen, damit er nicht zu viel Zeit bei mir verbringen muss, nun muss er es selber machen. Gut 1 ½ Stunden vergehen bis das Öl gewechselt ist, der Ölfilter und der Dieselfilter getauscht sind und auch die Motoranode gewechselt ist. Dazu braucht man Hände wie ein „Gynokologe“ um an alle Schrauben zu gelangen. Dann montiere ich wieder den Steuerstuhl, versorge den Rettungsring samt Leine, nicht mehr am Dach sondern im Bug der Chicca. Gegen Mittag fahre ich ins Appartement, kaufe noch kurz im Supermarkt ein und beginne zu kochen, Gudrun kommt heute gegen 14:00 Uhr und wir wollen gemeinsam zu Mittag essen. Spaghetti mit Bärlauchsugo aus der Heimat, dazu ein herzhafter „Strankalan“ Salat mit viel Zwiebel. Rotwein ist auch noch da, warum den in die Trattoria gehen wenn zu Hause auch alles vorhanden ist – buon appetito! Dann ab nach Aquileia zur Ferramenta, leider hab ich kein Glück und bekomme weder meine Profile noch meine Stützfüße, muss es doch in Villach besorgen. Dann kann ich alles was an Bord nicht mehr benötigt wird im Suzuki verladen, die Chicca wird dicht gemacht und ich geh unter die Dusche. Nico hat bereits den ersten Auftrag vom Antifouling gewalzt, am Montag folgt der 2. Anstrich und am Mittwoch nach dem Feiertag wir die Chicca gewassert. Dann beginnt eigentlich erst das Vergnügen. Mit Gudrun gehen wir zur Diga, heute gibt es wieder einen schönen Sonnenuntergang, dann zu andrea und Lucy, ins Torre und ein Gelato am Heimweg, wir sind müde und reif fürs Bett !

28.04.2018 Wir sitzen in der Tergesteo Bar beim Frühstück in der Sonne, Martina kündigt ihren Besuch mit Luisa, gegen Mittag, in Grado an. Wir machen noch einen gemütlichen Marktbummel, Fricca wird gekauft, mein Lieblingsstandler Gigi Nardini aus Cividale ist wieder da, auch eine neue Parmesanreibe für die Wohnung muss her, dann folgt ein Aperitiv bei Pino, Gingerino lunghato. Dann ab zum Appartement, Martina braucht meinen Parkplatz und ich möchte Radfahren, also ab mit dem Auto zum Hafen, Martina übernimmt meinen kostbaren Parkplatz, diese sind an Wochenenden sehr begehrt in Grado. Im Hafen bekomme ich dann den letzten freien Platz auf der Insel, sehe Nico hat das Antifouling auch schon fertig gemacht und nehme mein Strassenrad, welches im Hafen parkt, begebe mich auf eine schöne 65er Runde. Dabei finde ich das neue Lokal in Boscat, „al Granaio“, hat einen wunderschönen Garten dabei, müssen wir wirklich mal probieren. Der Besitzer hatte vorher die Pizzeria „alla Pace“ in der Fessmeile, welche jetzt Andrea und Lucy betreiben. Weiter geht die Erkundungstour mit dem Rad nach Scodovacio, dort finde ich die Trattoria al Campanile, von Außen nichtssagend, aber der Blick in die Speisekarte verspricht einigen Genuss, an diesem Wochenende „Festa di asparagi – Spargelfest“ Dann geht es über Cervignano nach Terzo, dort kurze Rast in einem Cafe im Ort, nach knapp 3 Stunden bin ich wieder in Grado. Dusche und ab an den Strand, Martina mit Luisa sind dort und genießen das dolce fa niente, nach einem Gelati für Opa und Enkerl geht es ins Appartement zum Ruheschlaf. Abendessen dann gemeinsam im „alla pace“ und wir waren absolut NICHT zufrieden, die Wartezeit auf die Pizza 1 Stunde, obwohl der Gastgarten nur ½ voll war, und die Größe der Pizza passt nach Minimundus, der Preis aber nach Hollywood – damit ist alles gesagt, nie mehr wieder! Dann verlassen uns Martina und Luisa nach Ossiach, Gudrun und ich fahren zu Lucy und Andrea, heute mit Live Musik – aber auch hier wieder der Griff in die falsche Hose, die 3 Mannen mit Bruno unserem Ex- Werftarbeiter sind einfach zu laut, man versteht kein Wort mehr, also ab in die Ruhezone zu Pino. Am Weg dorthin treffen wir den „Inder“ Herbert mit seiner Ulli und setzen uns zu Pino, Christian und Dorli kommen dazu und es wird noch ein unterhaltsamer Abend!

29.04.2018 Schon vor dem Frühstück gibt es heute einen power Walk auf der Diga von der Wohnung bis zur Therme und dann zur Bar Bomben zum Frühstück. Danach ins Appartement und für den Kirchenbesuch adjustieren, heute geben wir uns die Messe in der Basilika mit dem Fischer Chor, leider aber ohne unserem Lieblingslied Madonnina del mare, heute wurde das Halleluja als Schlußlied interpretiert. Dorli und Christian waren mit dabei, dann in die Filomena Bar zum Frühschoppen. Mittag gibt es dann einen erfrischenden Thunfisch Salat im Appartement, Mittagsschlaferl und um 14:00 Uhr einen Sprung in die Marina, ich muss noch die Abstützung der Badeplattform abdichten. In der FUZO gibt es einen „Affugato“ ein kleiner Espresso mit einer Kugel Vanilleeis, einen Spaziergang und Nachkauf der wichtigsten Utensilien bei TIGOTA der Drogeriekette mit einem zentral gelegenem Geschäft in der Altstadt. Abends steht dann das Nettuno in Aquileia am Programm, wir genießen vorerst den Aperitiv in der „Helmbar“ Taberna Marchiani und setzen uns dann auf die Terrasse vom Nettuno zum Abendessen, leider heute ohne spektakulärem Sonnenuntergang, der Himmel hat zugezogen und der Wind frischt auf. Maria und Michael, eben aus Sizilien, über Venedig zurück gekehrt besuchen uns auf ein „Halberl“, dann werden wir auf die Terrasse ihrer Wohnung im Hafen eingeladen, selbst gemachter Limoncello und Cafe – uns geht’s guat ! Gegen 21:00 Uhr verlassen wir den Hafen von Aquileia und begeben uns wieder in unser Grado, hier ist heute noch die Hölle los, viele Urlauber sind heute am 29. April in Grado, Grund ist wohl der Feiertag am Dienstag. Kein Parkplatz in der Innenstadt, also heim ins Appartement und den Abend ausklingen lassen.

30.04.2018 Herrliche Ruhe in der Nacht, ordentlich ausgeschlafen gibt es gleich mal wieder einen power walk auf der Diga bis zur Bar Tergesteo wo wir dann Frühstücken. Am Rückweg dann ein kurzer Toilettenstopp in der Bar Bomben und wieder ins Appartement. Heute ist es eher windig und bedeckt, aber zum Gehen hat es Spaß gemacht, Mittagessen wird heute daheim gekocht. Am Nachmittag dann zur Tapeziererei Malussi, die Abdeckung für die Frontscheibe bestellen und auch bitten die erforderlichen Änderungen bei der Persenning durch zu führen. Das Wetter bessert sich, es ist wieder warm und die Sonne strahlt vom blauen Himmel, also doch noch eine Rad’l Runde.Der Wind ist einfach zu stark, ich will nicht Radfahren, also ab an den Strand, in die Sonne. Aber auch hier bläst der Libecco so stark dass wir lieber wieder einen Spaziergang machen. Dann lese ich im FB dass Ingundis in Grado weilt, also ab aufs Rad und in die City auf einen Gingerino zu Sandro. Plauderstündchen mit Ingundis, die mit ihrem „Volare“ Wohnmobil für 3 Tage nach Grado gekommen ist und am Platz Belvedere logiert. Dann geht es wieder ins Appartement, frisch machen für einen Stadtbummel, Abendessen heute nur klein beim Kebab Stand vis a vis von Pinos Enoteca, und auch nur eine Portion für uns Beide, es genügt. Es folgen Besuche in der Filomena und bei Lucy, dann haben wir genug vom Rummel der heute an diesem Fenstertag herrscht und gehen schlafen.

01.05.2018 Tag der Arbeit, auch in Italien ein hoher Feiertag, um 06:00 Uhr scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel, um 07:30 Uhr rauf auf’s Rad und der Himmel zieht zu, es ist kalt beim Radl’n heute. Trotzdem spule ich einen 70er runter, wenn auch mit langen Ärmeln am Trikot und fröstelnd. Gegen 10:30 Uhr bin ich zurück im Appartement, unter die Dusche, rein ins G’wand und ab nach Turriaco, Tisch bestellen in der Baracca del pesce. Ich bekomme um 11:20 Uhr den letzten freien Tisch für das Mittagessen, danach wollen wir zu unserem Weinbauern in San Piero, leider heute geschlossen, also ab nach Redipuglia zum Kriegerdenkmal und einen Frühschoppen. Dann beginnt das große „Fischmahl“ bei Lucio und Serena, mit Antipasto misto mare, eine Dorade für Gudrun, einen Branzino für mich, Salat, Kartoffel und Nachspeise, ich könnt rollen so voll bin ich. Dazu einen ½ Liter vom Hauswein und Wasser sowie Cafe und das für € 50,00 – da kann man nicht meckern. Wir fahren anschließend nach Clauiano, da ist heute aber der Hund begraben, nicht eine Bar oder Eisdiele hat geöffnet, tutto chiuso oggi! Also ab nach Palmanova zum Stadtplatz, wir brauchen eine Verdauungshilfe, Averna con ghiacco! Danach führt uns der Weg zurück nach Grado, eine endlose Kolonne von Autos kommt uns entgegen, scheinbar alles Urlauber die den Fenstertag am Montag nutzten und heute wieder nach Hause fahren, weil das Wetter nicht optimal ist. Der Nachmittag fällt einem ausgedehnten Schlaf zum Opfer, erst gegen 17:00 Uhr werde ich wieder wach, was steht heute noch am Programm? Tergesteo Bar ist es geworden, einen Aperitiv am Abend und dann TV Krimi in der ARD, aber die werden auch immer blöder diese Filme, um 22:30 Uhr sind wir im Bett und es ist eine kühle ruhige Nacht.

02.05.2018 Erster Regentag nach 14 Tagen, ausgerechnet heute wo die Chicca ins Wasser kommen soll. Think positive – es wird wohl aufhören, der lokale Wetterbericht Meteo FVG wird studiert, es sollte besser werden, die Probefahrt muss ja nicht heute passieren, wir kommen ja wieder. Heute geht es nach der Wasserung aber sicher nach Hause nach Kärnten, es warten eine Menge Erledigungen und ein Arbeitstag als „Mystery shopper“ bei SPAR. Da sich das Wetter nicht wirklich bessert und auch noch die Bora auffrischt, entscheide ich dass ich die Chicca erst am Montag Wassern werde. Mit Ricardo gesprochen, der ist auch nicht beleidigt und um 09:30 Uhr hauen wir in Grado ab. Samstag kommen wir wieder zu einer neuen Auflage Grado 2018!