Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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Alles neu macht der Mai

03.05.2017 21:20

29.04.2017

Mich halten keine 100 Pferde mehr daheim, die Wettervorhersage für das Wochenende in Grado
ist "wolkenlos" also rauf auf die 100 Pferde und ab geht die Post mit meiner
Gold Wing durchs Kanaltal ans Meer. 0,5° zeigt das Thermometer um 08:50 Uhr in
Tarvis, die Finger sind schon wie beim Schifahren klamm, bis Chiusaforte war es
so als ob Eisbären mich begleiten würden - saukalt - dann beginnt der
Auftauprozess, in Gemona hat es schon angenehme 10°. Den Macchiato bei der
Anfahrt nehme ich schon auf einer Terrasse ein, mittlerweile ist der Himmel
wirklich wolkenlos und die Sonne lacht vom azurblauen Firmament. Heut bleibe
ich auf der Staatsstrasse, durch Palmanova geht es auch flott und schon um
11:00 Uhr bin ich vor Pinos Enoteca und bringe mein Gepäck ins Appartement.
Heizung und Warmwasser aktivieren, lüften, Kühlschrank einräumen und in Betrieb
nehmen und schon ist eine Stunde verplemmert. Bei Pino gibt es heute Lasagne
dazu nur Wasser, zur Zeit meide ich den Alkohol, möchte meine Harnsäure nach
dem letzten Gichtanfall wieder in den Normalwert bringen. Nach dem
Mittagspäuschen wechsle ich aufs Merida Bike und spule einen knappen 50er mit
einem 24er Schnitt runter, der Wind ist nicht mehr so stark wie er am Vormittag
bei meiner Ankunft geblasen hat. Danach eine erfrischende Dusche und ab zum
Boot, heute werde ich mal die Stromversorgung in Betrieb nehmen damit der
Kühlschrank an Bord seinem Namen gerecht werden kann. Auch das TV Gerät möchte
ich testen, leider haben die Winterstürme die SAT schüssel verstellt, kein
Empfang, da werde ich mich morgen beschäftigen. Dann melden sich Andrea und
Gerhard, sie sind bei Pino, ich fahre hin und ich gönne mir einen Gingerino
lungato, es werden zwei, dann geht es in die Küche und ich mache mir eine
Zucchini mit Parmesan als Abendbrot. Da muss ich allerdings ein Achterl vom
Roten dazu trinken, anders wäre es pervers. Nach dem Abwasch noch eine Rund per
pedes in die Altstadt und um 22:00 Uhr ist Bettruhe angesagt.

30.04.2017

Heute schlafe ich etwas länger, erst gegen 08:00 Uhr gebe ich mir den ersten Kaffee daheim,
nach der Morgentoilette fahre ich in die Tergesteo Bar zum Frühstück. Danach im
SPAR Markt ein wenig einkaufen, dann zum Boot, die restlichen Instrumente
montieren, der Funk, das Radio alles noch nicht an Bord bis dato. Nach der
Montage stelle ich fest, dass die Bilge randvoll mit Wasser ist, irgendwo wenn
es fest regnet bekomme ich Wasser in den Bootskörper. Nachdem das Wasser ja
nicht sauber ist, kann ich die Bilgenpumpe im Hafen nicht in Betrieb nehmen,
also raus aufs Meer und dort Pumpe ein, denkste es kommt nichts raus aus dem
Auge. Also wieder einmal eine Reparatur, Schlauch demontieren, Blasprobe, er
ist zu, nichts geht durch. Ich demontiere den ganzen Schlauch und mit einer
Gewindestange bekomme ich die Blockade frei, Schlauch wieder montiert und raus
mit dem Wasser aus dem Boot. Danach fahre ich auf meine Lieblingsinsel, Hände
waschen, ich schau aus wie "Sau" nach der Arbeit. Ich gönne mir einen Macchiato
bei Magda, dann setze ich mich in die Sonne und warte auf Andrea und Gerhard.
Gerhard hat Glück, er bekommt den letzten freien Stellplatz im Hafenbecken, wir
trinken ein Bierchen zusammen und spinnen Seemannsgarn. Mir ist nach einem
Mittagsschläfchen, aber nach einer halben Stunde verlasse ich die Insel, heute
ist einfach zu viel Betrieb und der Lärmpegel lässt ein Schläfchen nicht zu.
Also Motor an und ab in einen Seitenarm Richtung Belvedere, dort find ich meine
Ruhe und eine Stunde Schlaf. Als ich wieder in die Marina fahren will bekomme
ich Besuch von Hans und Andrea im "Gommoni" sie haben mich bei einer
Vorbeifahrt erkannt. Am Heimweg helfe ich einem Italiener dem der Impeller bei
seinem Boot eingegangen ist und schleppe ihn bis zur Tankstelle vis a vis le
Cove. Danach lege ich erstmals bei Bora am Heimatsteg an, es braucht zwei
Versuche und ist nicht ganz einfach, aber es gelingt. Es ist nun schon nach
15:00 Uhr und ich habe Lust auf eine Radlpartie, umgezogen und schon pedaliere
ich eine knappe 40er Runde, trotz recht starkem Wind aus NNO, Bora genannt. Als
Belohnung gibt es nach meiner Rückkehr eine Pasta Pesto mit selbstgemachtem
Bärlauchpesto, es mundet, dazu gönne ich mir auch noch ein Glas vom roten
Bauernwein. Einen Spaziergang brauch ich dann auch noch, treffe Michael und
Marion in der Filomena Bar, Hubert kommt beim "Gassigehen" auch noch vorbei -
und es werden dann 3 Gingerini lungato. Kalt und ordentlich bläst der Wind als
ich wieder ins Appartement latsche. 

01.05.2017

Tag der Arbeit, nicht für mich, ich bin in Pension und genieße jeden Tag wie er gerade
kommt, heute mit Sonnenschein und wolkenlosem Himmel. Gefrühstückt wurde heute
im Appartement mit Sonnenblumenbrot und Prosciutto, Montasio und dann Marmelade
- einen Macchiato gibt es danach in der Bomben Bar im Stadthafen. Schon um
09:30 Uhr bin ich an Bord der Chicca, Check Seeventil, Ölkontrolle, es fehlt
ein Achterl vom 10W40 und ein wenig Kühlflüssigkeit. Danach wird sie abgedeckt
und fahrbereit gestellt, pünktlich um 10:30 Uhr sind meine Gäste da, meine
Faschingskollegen Mario und Marius sowie Maria, Italienfan Sondergleichen. Wir
fahren mal in den Stadthafen und nehmen einen Aperitiv in der Sonne im Caffe
Rampa d'oro. Wir treffen auch Monika und Wolfgang die Ex Apotheker aus Villach,
die nun auch das Leben genießen. Siw wollen heute zur Isola Anfora, Maria
möchte den Geburtstag von Mario im da Nettuno feiern, also starten wir gegen
11:30 Uhr im Stadthafen und tuckern durch die Lagune und den Fluß Natissa gen
Aquileia. Für 13:00 Uhr habe ich einen Tisch bestellt auf der Terrasse, es ist
gerammelt voll heute im Nettuno. Gemischte kalte und warme Fischvorspeise für
alle, dann Salat, Marius nimmt Nudel Amatricana und wir nehmen uns ein Fritto
misto zu Dritt. Es folgen Mille Foglie con crema, Montenegro, Sorbetto und Cafe
irgendwie durcheinander, aber es mundet und  es ziehen plötzlich Wolken auf. Der
Wetterbericht kündigte erst gegen Abend schlechtes Wetter mit Sturm und Regen
an, kommt es etwa früher? Ich starte die Chicca und habe Glück dass sie
anspringt, ich habe vergessen den Bordkühlschrank auszuschalten und er lief
fast 4 Stunden auf Batterie. Wir machen schöne        7 Kn Marschfahrt, Maria und Marius
liegen am Vorschiff und lassen sich die letzten Sonnenstrahlen auf Haupt
scheinen. Mit Mario bespreche ich schon den ungefähren Ablauf der nächsten
Faschingsnummer, den nach dem Fasching ist vor dem Fasching und wenn das
Konzept mal steht kommt der Text von alleine. Es ist mittlerweile windstill in
der Lagune von Grado, der Wasserstand ist ablaufend, kein Problem bei der
Brückendurchfahrt. Um 16:30 Uhr legen wir an, Chicca dicht gemacht und ab ins
Appartement. Am Heimweg treffe ich noch Dorner Claudia und Wolfgang, Ossiacher,
die heute den Tag in Grado verbracht hatten. Essen brauch ich heute keines
mehr, das Mittagsmahl war wohl mehr als ausreichend. Ein wenig TV am PC
genossen, dann aber bald in die Federn..........

02.05.2017

In der Nacht hat es wieder fest "g'waschelt" jetzt am Morgen klart der Himmel schon wieder
auf, die Sonnenstrahlen zeichnen sich am Nachbarhaus schon ab, als ich auf den
Balkon stehe. Erstmal Frühstücken im Appartement, dann will ich heute wieder
auf das Cross Bike steigen und nach dem gestrigen Ruhetag wieder eine Runde drehen.
Um 09:00 Uhr bekomme ich ein WhatsApp von Fabrizio, er ist schon in Grado und
möchte auf's Boot. Na ja er kommt zur Wohnung, ich gebe ihm den Schlüssel der
Chicca und ich starte meine Rad'lrunde. Als ich gegen 11:30 Uhr zum Boot komme
ist alles verschlossen und von Fabrizio ist nichts zu sehen. Nico, unser
Werftmitarbeiter sagt mir das er vor 10 Minuten weg gefahren war. Na auch gut,
ich riskiere einen Blick ins Boot, Batterien ausgebaut, Lichtmaschine
ausgebaut, Impeller ausgebaut, die Teile liegen am Boden im Niedergang - was
ist da wieder los. Fabrizio meldet sich wieder mit WhatsApp und teilt mir mit,
der Fühler für die Öltemperatur Anzeige ist scheinbar der Falsche und er wird
ihn am Nachmittag tauschen und am nächsten Tag wieder einbauen. Na auch gut,
aber die Chicca steht heute für eine Ausfahrt nicht zur Verfügung. Ich koche
mir zwischen Dusche und Abtrocknen Spaghetti, Pesto ist noch da und Zucchini
gibt's auch noch, 25 Minuten später ein herrliches Mittagessen mit einem Glas
vom Roten. Ruhezeit folgt, dann wieder zum Boot, der Himmel ist mittlerweile
wolkenlos und es hat 21° - a bissl Sunnliegn ist angesagt. Der Wind ist etwas
störend, also Chicca dicht gemacht, und eine Grado Runde mit dem Rad, ein
windstilles Platzerl in der Sonne suchen. Am Strand ist es menschenleer, tolle
Fernsicht, es lässt sich aushalten so auf der Sonneninsel. Zur Bar Tergesteo
zieht es mich auch noch auf einen Gingerino in der Sonne, dann werden die
Radklamotten, im Handwaschbecken, mal ausgewaschen und zum Trocknen am Balkon
aufgehängt. Ein wenig TV gibt es noch, dann meldet sich Christian, auch er ist
wieder in Grado und wir treffen uns bei Pino auf einen gute Nacht Drink, bevor
es wieder in den ersten Stock geht und noch ein Tatort im PC TV zu sehen ist.

03.05.2017

Frisches Panino integrale vom Bäcker vis a vis zum Frühstück und ab zur Chicca, Fabrizio
will ja heute kommen und meine Temperaturanzeige vom Öl fertig machen, doch es
kommt wieder mal ganz Anders. Erstmal taucht Fabrizio mit einem Kollegen aus,
den er mir als "Nanni" Spezialist vorstellt, dieser sagt dann, dass dieser
Motor nur eine Öldruck Anzeige hat, keinesfalls aber einen Öltemperatur Fühler.
Also was tun sprach Zeus, den Geber für den Öldruck einbauen, den
Temperaturanzeiger der bereits eingebaut ist als Kühlwasser Anzeiger einsetzen
und eine neue Anzeige für Öldruck besorgen. Ja ja so ist es mit alten Booten,
Überraschungen jeden Tag. Jetzt hab ich zwar einen Öldruck Geber eingebaut aber
keine Anzeige und einen Wassertemperatur Anzeige ohne Fühler für das
Kühlerwasser, den muss ich auch noch besorgen, a never ending story. Mittag
koch ich im Appartement für Christian und mich, dann fahren wir mit seinem Boot
zur Insel Barbana und bleiben bis nach 18:00 Uhr in der Sonne sitzen. Sissy und
Hubert sind mit dem Linienschiff gekommen, haben sich dazugesellt und fahren
nun mit uns wieder zurück. Eigentlich wollte ich noch eine Runde mit dem Rad
drehen, doch das verschiebe ich auf Morgen, schau ma Mal was der Tag bringt. Am
Abend gebe ich mir wieder TV im Zimmer, eigentlich bin ich müde, weiß nur nicht
von was.....