Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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einmal Grado, immer Grado

30.06.2017 20:03

21.06.2017

4 Tage waren wir jetzt zu Hause, 4 Tage die es in sich hatten, heute sattle ich meine Wing
und fahre über den Passo Predil und das Isonzo Tal in mein geliebtes Grado.
Samstag letzter Woche sind wir von unserem Törn nach Ossiach gekommen, Abends
gab es dann meine musikalische Hochzeitsbegleitung im Hotel von Klaus, gegen
03:00 Uhr Früh war ich dann am Sonntag zu Hause, um 08:45 Uhr nächster Einsatz
als "Fotograf" bei der Fronleichnams Messe und beim Umzug. Danach dann ein
dringendes Bedürfnis Schlaf nach zu holen. Plötzlich leutet das Telefon, LKH
Villach, Mutter hatte am Samstag einen neuerlichen leichten Schlaganfall, rauf
auf die Wing und ins Krankenhaus. Als ich eintreffe ist sie schon wieder
putzmunter auf den Beinen. Trotzdem Aufregung, kein Telefon im Zimmer, sie will
es einfach nicht, ich verständige meine Brüder. Montag und Dienstag dann
Besuche bei ihr, Wäsche bringen, Handy installieren, ich möchte sie erreichen
können. Zu Hause wurde auch der Rasen wieder auf Vordermann gebracht, einen
Klapptisch für das Boot hab ich auch noch gebaut, der vorhandenen nimmt einfach
zu viel Platz in Anspruch. Heute dann am Boot gefühlte 45° im Innenraum,
erstmal alles auf, durchlüften, der Kühlschrank ist während der Abwesenheit
weiter gelaufen, so hab ich jetzt wenigstens kaltes Wasser zur Verfügung. Dann
montiere ich gleich mal die Druckknöpfe an der Persenning, damit kann der Wind
nicht mehr mit meiner Persenning wacheln. Gegen 13:00 Uhr kommt dann auch
Gudrun, sie ist mit unseren Mondseern nach Grado mit gefahren. Bei Pino gönnen
wir uns eine Lasagne, danach raus auf die Insel, in den Schatten, nur dort
lässt es sich aushalten. Das Wasser in der Lagune hat auch schon 28°, die Luft
knapp 30°, aber hier im Schatten der Bäume lässt es sich aushalten. Gegen 18:00
Uhr fahren wir zurück in den Heimathafen, dann bringe ich Gudruns Sachen ins
Appartement von Wolfi, sie hält die Hitze am Boot einfach nicht aus. Am Abend
treffen wir uns mit Ferdl und Marina in der Bar Filomena, der erste Abend
klingt mit leichten Regentropfen aus, es kommt aber kein Gewitter, es bleibt
bei den paar Tröpferl!

22.05.2017

Der Tag beginnt wolkenlos, dann kommt Gudrun aus dem Appartement in die Marina, wir
müssen heute bedingt durch den Tidenhub schon vor 08:00 Uhr unter der Ponte
Girevole durch. Wir fahren in den Stadthafen und gehen erst mal in die Ostaria
de mar zum Frühstück, aber sicher kein weiteres Mal, der Cappuccino ist ja in
Ordnung wenn auch mit € 2,30 nicht gerade billig und die Brioches schmecken wie
Pappendeckel und kosten hier € 1,50 - muss ja nicht sein. Im Supermercato
kaufen wir Obst und Jause für den geplanten Badetag, bringen die Sachen zum
Boot und nehmen noch einen Macchiato bei Lorenzos Frau in der Bar. Dann folgt
ein Gang zur Polizia Locale, ich habe in Ossiach eine Anzeige bekommen, wurde
in der Fussgängerzone geblitzt bzw. gefilmt. Mit € 91,00 auch nicht gerade
billig dieser Spass, den ich mir aber nicht erklären kann. Angeblich bin ich am
28.12.2016 mit dem Auto unberechtigt in der FUZO unterwegs gewesen, zuerst
bestreite ich diese Behauptung mal, ein Foto am PC ergibt aber eindeutig - es
ist mein Honda CR-V. Eingefahren bei der Bar Filomena um 13:19 Uhr und
ausgefahren bei Sandro's Bar Taca um 15:23 Uhr. Da kannst dann nur mehr zahlen,
wenn ich auch bis jetzt nicht weiß ob ich gefahren bin, nur beim sofortigen
Bezahlen sind es NUR € 67,00, ich zahle. Dann zurück aufs Boot und raus aufs
Meer zu unserem Badeplatz vor der Banco D'orio, das Wasser ist glasklar,
spiegelglatt und wir sind alleine. Erst gegen 11:30 Uhr kommen weitere Boote
aber es sind nicht viele heute am Wasser. Mittagssnack dann an Bord, wir
schlafen auch ein g'sundes Mittagsschlaferl, erst gegen 15:30 Uhr machen wir
uns auf den Rückweg. Nach dem Anlegen geht es mit dem Rad zur Wohnung von
Wolfi, Gudrun packt und fährt mit den Trodt's heute noch nach Hause. Es ist zu
heiß, Mutter kommt morgen aus dem LKH und irgendwie passt es einfach nicht.
Unsere Mondseer Freunde werden von ihr informiert, um kurz vor 17:00 Uhr geht
es Richtung Heimat, vorher noch zum Bauern, Wein, Obst und Gemüse wird gekauft.
Ich fahre in den Hafen, a bissl Boot putzn, knotzn und warten bis die
Temperaturen wieder den Normalbereich erreichen, damit die Dusche auch
effizient ist. Erst gegen 20:30 Uhr fahre ich in die Stadt, ein Gelato und 2
Spritzer bei Pino dann gebe ich mir ein wenig TV Programm on board. Um 22:30
Uhr beginnt es zu Blitzen, zu Regnen beginnt es allerdings erst am nächsten
Morgen.  

23.06.2017

Es regnet nur kurz am Morgen, als ich um 6:50 zur Bar Bomben radle ist die Strasse zwar nass,
aber es war kein Landregen. Frühstück pronto pronto und dann nach Hause in den
Hafen, heute wird das Mountain Bike gesattelt. Ich mache eine wunderschöne Tour
ins "Foce dell'Isonzo" den Naturschutzpark, besuche den Lido di Saranzano und
über Barena, wo ein  neuer Hafen gebaut wird und Canevo wieder zurück nach Grado. 80 Kilometer                                                           zeigt der Tacho und das bei diesen Temperaturen, aber es war trotzdem schön weil immer ein leichtes
Lüfterl wehte. Als ich wieder im Hafen ankomme bin ich fix und fertig, habe
wohl 2 Pauesen mit 1 ½ Liter Wasser und 2 Macchiati gemacht, aber jetzt bin ich
leer. Also Chicca gestartet und ab auf die Insel, zu Magda und Roberto, sie
belohnen mich mit einer herrlichen, nicht zu kleinen Portion Spaghetti ragu. Es
ist mittlerweile so heiß, dass schlafen an Bord nicht möglich ist, die Luft
steht im Vorschiff trotz geöffneter Luke. Also Decke und Polster geschnappt und
ab unter die Bäume im Stiftsgarten, hier lässt es sich wunderbar ruhen. Dann
noch ein Gelato und ein Cafe, gegen 16:00 Uhr fahre ich wieder nach Hause. Dann
geht es in den Supermarkt, ich habe nichts mehr zu trinken an Bord, heute habe
ich mehr als 10 Flaschen vom kostbaren Nass getrunken. Gegen abend taucht dann
Christian, mein Bootsnachbar und Freund auf in Grado, wir besprechen einen
möglichen Tagesablauf für morgen Samstag, dann ist TV Konsum angesagt, 2 Krimi
ziehe ich mir rein, erst gegen 22:30 uhr gehe ich heute Duschen, vorher hätte
es keinen Sinn gehabt. Gleich danach ab in die Koje, so ist es wieder wunderbar
zu schlafen.

24.06.2017

Schon vor dem Frühstück wird an der Chicca gearbeitet, die Teppiche müssen gereinigt werden,
der Mistkübel ist voll, es ist immer was zu tun. Ein Entwässerungsloch muss
auch noch gebohrt werden, unter der Pflicht steht immer Wasser und es kann durch
eine Zwischenverstrebung nicht abfliesen, stinkt sogar schon bei der Hitze.
Jetzt rinnt es in die Bilge und dort kann ich es absaugen. Danach geht es auf
den Markt, zu Fuß, ich muß ja auch noch das Rad'l von Gudrun holen, es steht
bei Wolfi im Garten. Frühstück in der Tergesteo Bar, dann ein wenig einkaufen,
Fricco bei Nardini, und dann zum Jalousien Mechaniker, für Wolfi einen Termin
ausmachen, sein Rolladengurt ist gerissen. Dann fahre ich mit Christian zum
Baden auf Banco D'orio, wir bleiben bis 14:00 Uhr, dann sind die Wellen einen
Meter hoch, das Boot liegt leider nicht mehr ruhig im Wasser, Es geht zurück in
den Hafen, Mittagsschlaferl an Bord der Chicca, wie ei  Saunaschlaf ist das heute, bei 32° im
Schatten. Gegen 17:00 Uhr starten wir nochmals das Boot von Christian und
fahren zur Insel Barbana, Tavolata zu Zweit, Kottelet's vom Fruhmann, mit
Polenta, dazu einen offenen Weißen aus der Bar von Magda. Erst gegen 19:30 Uhr
verlasssen wir die Insel, dann ist wieder mal TV Abend angesagt, in der Altstadt
steht die Luft, es weht kein Lufthauch, hier an Bord der Chicca, alles offen,
herrliches Lüfterl am Wasser. Um 22:30 Uhr ist wieder Nachtruhe angesagt, ich
schlafe auch sofort ein.

25.05.2017

Shitwetter wie die Deutschen sagen, es hat sich voll eingetrübt, es ist sehr kühl, die
Bora bläst, kein schöner Sonntag heute. Mit dem Fahrrad zur Tergesteo Bar zum
Frühstück, dann zurück zum Schiff, alles kontrollieren, es soll Unwetter geben
heute in Grado. Kein Wunder bei der Hitzewelle die zuletzt herrschte. Ich nutze
die noch regenfreie Zeit und mache in Kultur, schau mir die Ausstellung im
"Casa della musica" an, Fantasia a colori - die Farben der Fantasie, mit
Zeichnungen von großen Künstlern der Wiener Sezession für kleine Leser. Alles
Buchillustrationen aus den Jahren 1901 - 1920, in Originalen dargestellt.
Danach gehe ich in die Kirche, heute wirkt der Chor der Fischer bei der Hl.
Messe mit, das ist immer höhrenswert und ich bekomme Gänsehaut als zuerst der
Chor und dann das gesamte Publikum das Lied "Madonnina del mare" singt. Zum
Schluß wird auch noch Applaudiert, es ist irgendwie anders hier in Grado, wie
so vieles........ Als ich aus der Kirche komme treffe ich die Mitzner's und muß
heute auf den Frühschoppen im "Casadelchesa" verzichten, es regnet schon. Ich
gebe Gas mit dem Bike und fahre zu Pino auf ein Mittagsmahl, Pasta con Salsicce
e peperoni - perfekt, dann in den Hafen und die Bora bläst schon mit 4 - 5 Bft.
Christian ist im Hafen, auch er kontrolliert nochmals die Leinen, ich lege mich
in die Koje und schlafe erstmal meinen Mittagsschlaf. Der ganze Nachmittag ist
verregnet, ein Gewitter jagt das nächste, also TV eingeschalten und Grand Prix
geschaut, durch den starken Regen hab ich aber immer wieder Aussetzer beim
Antennenempfang, macht auch keinen Spaß. Ich koche mir einen Kaffee und
überlege was denn heute noch zu machen wäre, da kommen Bärntatz's in den Hafen
und bringen mir meinen neuen Klapptisch. Die richtige Arbeit bei diesem Wetter,
unter Dach, besser unter der Persenning kann man arbeiten. Gegen 18:00 Uhr
reißt dann der Himmel auf und die Sonne kommt doch noch, Christian und Wolfi
holen mich ab, wir fahren zum Weinbauern Lorenzon, Nachschub an Weißwein holen,
aber auch ein Gläschen zu probieren. Um 20:00 Uhr sperrt er heute am Sonntag
zu, also ab zurück in die Stadt, zu Pino's Enoteca, ein Scheidebecher und um
kurz vor 22:00 Uhr geht sich noch ein Tatort im TV aus, Mitternacht Bettruhe!

26.06.2017

Strahlender Sonnenaufgang, wolkenlos, angenehme Temperaturen nach dem Regentag gestern, es
wird ein Badetag heute. Frühstück in der Tergesteo Bar, dann sofort zum Boot,
Fabrizio kommt heute Wolfgangs Boot besichtigen und festzulegen was denn zu tun
sei. Nach der Fachsimplerei starte ich schon um 08:10 Uhr die Chicca und fahre
zur Banco D'oro, meinem Badeplatzl vor Grado gelegen. Ich bin alleine hier und
erst einmal eine gute Stunde im Wasser. Dann gibt es Fotos von der Insel fürs
Album in Facebook, Ansichten wie sie selten wer sieht, außer er hat ein Boot
und kann hierher fahren und baden. Dann wir ein wenig gedüselt, wieder
geschwommen und gegen 11:00 Uhr mache ich mich auf den Weg nach Barbana, mir
ist heute nach Spaghetti. Christian und Ferdl kommen auch nach, wir genießen zu
Dritt die Nudeln, große Portionen, ich habe vorher die Küchenbrigarde mit Bier
versorgt. Zum Mittagsschläfchen fahre ich vor Belvedere, dort ist es ruhig, es
weht ein Lüfterl und die Strömung hält das Boot ruhig. Gegen 16:00 Uhr verlasse
ich meinen Rastplatz und fahre vorbei an Barbana (Christian und Ferdl sind noch
immer da) wieder zum Badeplatz vor Grado um noch einmal über eine Stunde im
herrlichen Wasser zu verbringen. Dann geht es in den Heimathafen und mit dem
Rad zum Calypso, zum besten Kebab in Grado, mit allem drum und drin um
wohlfeile € 5,00. Danach wieder zurück am Boot wir der Fernseher wieder
aktiviert, ich habe heute keine Lust auf einen Altstadtbummel. Christian und
Ferdl kommen erst gegen 20:45 Uhr vom Baden zurück und wollen mich noch
überreden, aber heute bleibe ich an Bord, Morgen ist auch noch ein Tag!

27.06.2017

Bei Schönwetter Boot fahren kann und macht fast Jeder, bei schlechtem Wetter eine
Tour zu fahren nur wirkliche Bootsfanatiker. Der Reihe nach! Frühstück in der
Tergesteo Bar, wie immer, dann zum SPAR Jause kaufen, heute will ich den
Tidenstand nutzen und mal die Isonzo Runde drehen. Start gleich um 08:40 Uhr,
Kurs Barbana dann Canale Dossi, die Brückendurchfahrt beim "Al Ponte"
Restaurant, es folgt die Einfahrt in den Isonzino und die 2. Brückendurchfahrt
beim Quattro Pioppi, das jetzt aber anders heißt. Bis dahin war es bedeckt,
aber trocken nun aber  zieht ein dunkelgraues Wolkenfeld auf mich zu. Ich lege im isonzino, am Steg der
aufgelassenen Carabineri Station an und mache meine Chicca "dicht" will das
Gewitter am sicheren Steg anwarten. Es kommt nicht, durch die Persenning wird
es in der Chicca unerträglich heiß und schwül, ich fahre weiter, mit
geschlossenem Boot. Die Bar Caneo hat noch immer nicht offiziel geöffnet,
schenkt aber aus und hat einen eigenen Anleger, ich lege an und begebe mich auf
die Terrasse vom Lokal. Trinke einen Macchiato und fachsimple über die
italienische Bürokratie und darum warum er noch immer keine offizielle
Betriebsstätten Genehmigung hat. Es wird heller, das Wetter ist Richtung Izola
und Piran gezogen, ich starte die Chicca wieder und will aufs Meer. Das
Picknick an Bord muss ich sicher verschieben, zum Baden ist es heute wenig
einladend in der Isonzo Mündung. Also fahre ich mit nur tw. geöffnetem Verdeck
Richtung Punta Sdobba und durch den Stichkanal aufs Meer. Ich sehe mehrere
"graue" Flecken am Himmel, denke mir nichts dabei bis der Wind auf Südost dreht
und mir das vorübergezogene Gewitter wieder direkt in meine Fahrtroute bläst.
Ich mache die Chicca wieder dicht und im nächsten Moment steigt die Windstärke,
bis dahin lediglich ein besseres Lüfterl auf mindestens 4 Bft., die Wellen
werden mehr als einen Meter hoch und wie aus einem Schaffel beginnt es zu
regnen. Rechts und links vom Boot schlagen die Blitze ins Wasser, es donnert
unaufhörlich und direkt über mir. Ohne Instrumente wäre ein Navigieren nicht
mehr möglich, absolut keine Sicht, nur weiße Gischt, Regentropfen ohne Ende und
Wind, der die Persenning richtig "wacheln" lässt. So wie es gekommen ist, hört
es auch wieder auf, nach 20 Minuten plötzlich reißt die Wolkendecke auf und ich
sehe in der Ferne schon die Landzunge von Grado Pineta. Nur es ist nicht das
einzige Gewitter das mich heute erreicht, es folgt ein Weiteres ca. 3 Sm vor
der Einfahrt in den Hafen Tenuta Premiero und das war an Heftigkeit nicht
weniger "erfahrenswert". Nun alles hat ein Ende auch diese Gewitterzone und ich
tuckere, mit 6 Knt. in den absolut wellenfreien Kanal, Richtung Barbana. Es
tröpfelt nur mehr leicht, ich kann das Verdeck zum Teil wieder öffnen, als ich
in Barbana anlege, beginnt es wieder zu regnen, nicht stark aber konstant. Ich
nehme einen Cappuccino, eine Ricotta Erdbeertorte und genieße den festen Boden
unter den Füßen. Ich lege mich in die Koje, registriere noch den Trommelschlag
der Regentropfen und schlafe ein. Als ich gegen 15:30 Uhr erwache, scheint die
Sonne, so schnell wechseln hier Wetter und Gezeiten. Ein Blick auf den
Tidenkalender gibt auskunft, nach 17:00 Uhr ist eine Durchfahrt bei der Ponte
Girevole möglich, ich muss noch einmal aufs Meer, ich will baden und die Sonne
genießen. Banco D'orio ist das Ziel, eine halbe Stunde später taucht auch
Christian zum Baden auf. Bis gegen 19:00 Uhr nutzen wir das nun schöne Wetter
zum Schwimmen, dann geht es zurück in den Heimathafen. Dann wird erst einmal
gejausnet an Bord, ich hab die Verpflegung ja schon da, danach geht es in die
Stadt, mit Ferdl und Christian und es wird ein langer Abend, wir haben ja alle
viel zu erzählen.........

28.06.2017

Drückend schwül schon am Morgen als ich mit dem Radl um 07:00 Uhr zum Frühstück fahre,
die Sonne ist da, trotz der schlechten Wettervorhersage. Aber ich sehe am
Horizont schon dunkle Wolken die nichts Gutes anzeigen. Nach dem Frühstück zur
Diga, der Scirocco bläst ordentlich aus SSW. Ich dusche nochmal, weil ich bin
total verschwitzt, heute wollen wir ja mit unseren Frauen, die sich auf der
Anfahrt befinden, zu Mittag im Nettuno speisen. Ferdl und ich nehmen in der
Stadt noch einen "Frühschoppen" um 11:30 Uhr fahren wir nach Aquileia, zuerst
in die Taberna Marciani, dann kommen unsere Frauen dazu. Gemeinsam geht es zum
"da Nettuno" auf eine ordentliches Mittagsmahl. Dann geht es zurück an Bord der
Chicca, es ziehen ständig Wolken vorbei, aber der angekündigte Regen ist nicht
dabei, nur schwül ist es wie schon lange nicht mehr. Um 16:00 Uhr machen wir die
Chicca dicht, fahren in die Bar Bomben und dann kommt er, der richtige Regen. 1
½ Stunden schüttet es aus vollen Kannen, dann nützen wir eine Regenpause und
radeln zu den Bärntatz nach Citta Giardino. Lange sind wir nicht auf der
Terrasse, es beginnt wieder zu schütten, wir spielen Karten, schauen Fernsehen
und nützen eine weitere Regenpause zur Fahrt in den Hafen. Wolfi fährt uns mit
dm Auto, gut so, es schüttet schon wieder. Der Regen hört nicht auf, es regnet
bis weit nach Mitternacht, Gott sei Dank ist die Chicca dicht, schlafen ist
nicht, der Regen wirkt wie ein Schlagzeugsolo am Dach. Na ja schöne Aussichten
für diese Nacht.

29.06.2017

Es war wohl die schlimmste Nacht an Bord der Chicca, die ich je erlebt habe, Sturm und
Starkregen aber so als ob es der letzte Tag , bzw. die letzte Nacht sein würde.
So muss es auch am 13. Juli 2013 gewesen sein als es meine Nordlicht erwischt
hat. Meine Angst war nur, ob denn die Persenning diesen Druck des Windes
aushalten würde, oder ob der Wind einen Reissverschluss eindrückt und in Folge
das ganze Verdeck wegfliegt. Sicherheitshalber habe ich mal alle elektrischen
Geräte ins Vorschiff gebracht, sollte dieses Horrorszenario eintreffen. Gut,
der Sturm dauert dann mehr als 2 Stunden, aber es passiert nichts gröberes, ein
wenig Wassereintritt ist nicht zu vermeiden, das fliest aber an den
vorgesehenen Stellen wieder ins Meer zurück, ist nicht weiter tragisch.
Irgendwann hört dann auch der Regen auf und wir schlafen ein, am Morgen sind
wir aber nicht "ausgebacken" und brauchen dringend Cafe. Unsere Räder stehen
noch in Citta Giardino, also per Pedes in den Ortsteil gewandert und in der Bar
Tergesteo das Frühstück eingenommen. Danach dann auch noch in die Bar Bomben,
wir treffen Nora und Bruno, dann wird es heiß und wir wollen baden fahren.
Zuerst der Versuch in Banco D'orio, aber die Wellen sind zu hoch nach dem
Gewitter von heute Nacht, also kehren wir um und fahren in die Lagune, zu
Giannis Lieblingsplatzerl, mit Blick auf Grado. Gegen 13:30 Uhr starte ich die
Chicca und wir fahren zur Insel Barbana auf einen  Cappuccino, hier ist es einfach herrlich
ruhig, ein leichter Wind sorgt für Abkühlung, hier fühlen wir uns wohl. Am
frühen Abend fahren wir zurück in den Hafen und machen uns frisch, heute geht
es mit dem Motorrad zu Piero, vor den Toren von Grado gelegen. Ausgezeichnete
Pizza gibt es hier und die Aussicht auf die Lagune ist auch was Wert. Gegen
20:00 Uhr fahren wir dann wieder in die Bar Tergesteo, hier ist heute Party
angesagt, 10 Jahres Jubiläum von Kate und ihrer "Staff"! Bruno mit Nora, Ferdl
mit Marina und Wolfgang sind da, es ist ein lustiger Abend und alles ist frei.
Alle Getränke gehen heute auf Haus, es gibt auch Risotto oder Nudelsalat, aber
gegessen ahben wir schon, nur bei den "dolci" schlagen wir zu, traumhafte
Profiteroles und Cremeschnitten, mundgerecht am Teller. Nachdem ich aber mit
dem Motorrad unterwegs bin ist Alkohol nicht so förderlich und alkoholfrei gibt
es nur Zuckerbomben! Gegen 23:00 Uhr fahren wir zurück an Bord der Chicca, es
ist Schlafenszeit!

30.06.2017

Gleich am Morgen wird die Chicca zusammengeräumt, dann Frühstück in der Bomben Bar, Gudrun zum
Friseur, ich Frühschoppen - so wären die Tage auch rumm zu bringen. Leider ist
es stark bewölkt, wollte eigentlich heute mit der Wing nach Hause fahren, aber
sicherer ist die Heimfahrt mit Fam. Trodt. Habe ja am kommenden Samstag wieder
als DJ einen Einsatz, dazu muss ich natürlich auch nach Hause fahren. Am
Vormittag ist ganz Grado schon auf den Beinen, heute gibt es die erste Etappe
des Giro d'Italia für Frauen mit einem Mannschafts Zeitfahren von Aquileia mach
Grado. Nicht ungefährlich die Zieleinfahrt vor das Municipio, nebst den beiden
Kreisverkehren sind auch noch einige "Ecken" zu bewältigen. Um 13:00 Uhr
verlassen wir Grado, Mittag essen wir noch in Fiumicello, dann geht es zum
Bauernhof Sgubin, Gudrun kauft Nachschub an Gemüse und Obst.  Ich bleibe nur kurz in Kärnten,                                                            schon am Sonntag geht es wieder nach Grado, das letzte Mal vor der Sommerpause, wo es in
Kärnten auch wunderschön ist und ich unsere Natur genießen möchte.