Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
9570
+43.6602722718
scbe12@drei.at

Ende der Ferienzeit, es ist wieder GRADO Zeit!

07.09.2016 17:07

29.08.2016

Koffer haben wir schon am Vortag gepackt, also starten wir nach dem Frühstück zu unserem nächsten Grado
Aufenthalt. Kanaltal Bundesstrasse bis Gemona, dann Autobahn mit Cappuccino Pause in Ledra, bis Palmanova. Dort Stress hoch 3, weil mal wieder Motorradfahrer aus Tschechien bei der Zahlstelle stehen und kein passendes Geld haben. Die Autos dahinter werden alle unruhig, ich wechsle die Spur zur Automaten Zahlung, dort steht ein Holländer mit Wohnwagen und kommt auch nicht zurecht, bringt seine Türe nicht auf, weil zu knapp an den Schalter gefahren, dann fällt auch noch Geld runter - CHAOS PUR, trotzdem, mit 15 Minuten Wartezeit  weiter bis Grado, um 11:00 Uhr sind wir in der Marina. Gepäck umladen, lüften, Persenning abnehmen, Check der Chicca - alles OK. Ab zu Pino, Pasta pasticcata und Spritz bianco, so fängt der Urlaub gut an. Dann auf die Chicca und ab in die Lagune zum Baden und für's Mittagsschlaferl. Banco d'orio geht heute wegen der Wellen nicht, also vor der Insel Belvedere gefällt es uns. 26° hat das Wasser, ein leichtes Lüfterl kühlt, es ist wirklich angenehm. Um 16:00 Uhr fahren wir zurück und nach Barbana, wir wollen einfach die Insel besuchen und dem Personal "ciao" sagen. 18:00 Uhr im Hafen, dann duschen und ab in die City. Heute speisen wir bei unserer Principessa im Serenella und drehen danach noch eine kleine Runde, rasten bei der Filomena Bar. Dort bekommen wir von den Einheimischen den Tipp das Boot gut zu belegen, es gibt Sturmwarnung. Zwischenzeitlich haben wir die Bilder im Internet von Arriach, Afritz, Treffen und Villach gesehen, Muren, Hagel - Unwetter vom Schlimmsten. Wir gehen um kurz nach 22:00 Uhr an Bord und die Bora
bläst mit gut 6 Bft. Alles kontrolliert, alles hält ! Um Mitternacht ist der Spuk vorbei, es wird eine weitere ruhige Nacht in Grado.

30.08.2016

Sonnenschein weckt uns gegen 07:00 Uhr, Frühstück in der Bar Rampa d'oro, dann planen wir um. Wir wollten eigentlich
heute nach Brussa zum Mazerack fahren und am Camping Campolongo nächtigen, doch die Wellen sind mir zu hoch und in der Lagune möchte ich so weit nicht fahren. Also disponieren wir um und fahren mit dem Delfino verde nach Triest und machen uns dort einen schönen Tag. Im Buffet Approdo (Tipp von Michael Sumper und Maria Schuckle) genießen wir Coda di manzo con Gniocci, eine Pasta pesto e pomodorini, dazu einen ausgezeichneten offenen Wein, bekommen als Aufwartung
vom Haus einen Likör vom Terrano (SPITZENMÄSSIG) und sind dankbar dieses Lokal gefunden zu haben. Danach lassen wir uns durch Triest treiben, besuchen das Lieblingscafe vom Veit Heinichen das "Granmalaba" und bringen so die Zeit bis
zur Rückfahrt locker über die Runden. Zurück in Grado kaufen wir im Supermarkt für einen Abendimbiss ein, bleiben an Bord und lassen den Tag bei einem Flascherl ausklingen.

31.08.2016

Wieder ein herrlicher Tag in Grado, wolkenloser Himmel und laue Temperaturen. Nach dem Frühstück in der Rampa d'oro
und einer 2. Tasse Kaffee in der Bomben Bar wollen wir zur Banco d'oro zum Baden. Leider sind die Wellen zu hoch und es macht keinen Spaß auf der schaukelnden Chicca die Zeit zu verbringen, also kurzer Blick auf die Seekarte, wo ist eine Bucht die Windgeschützt liegt und auch keine Wellen zulässt. Kurz vor Porto Buso gibt es eine passende Bucht, die steuern wir an. Es ist Hochstand im Tidenkalender, wir kommen problemlos in die Bucht und ankern auf 1 Meter Wassertiefe. Zum Schwimmen habe wir auch tiefere Zonen, aber die Chicca gehört auch geputzt und von Rumpfbewuchs befreit, da ist es hilfreich wenn man Stand hat und die Arbeiten sauber ausführen kann. Danach gibt es auch einen Imbiss an Bord und das obligate Mittagsschlaferl. Als ich gegen 14:20 Uhr wieder erwache und ins Wasser steige, steht die Heckleiter schon am Boden an. Also den Anker in die Hand und ab die Chicca in tiefere Gewässer ziehen. Nochmals Glück gehabt, es ist sich gerade noch ausgegangen und wir hatten keine Grundberührung. Dann läutet das Telefon unsere "Mondseer" sind in Grado eingetroffen und am Weg, mit dem Linienschiff nach Barbana. Wir verabreden uns und machen uns auf die Fahrt zur Insel. Wir treffen sie am NÖ Zipfel der Insel, trinken Cappuccino gemeinsam und lassen die letzten Tage seit unserem Besuch in Mondsee Revue passieren. Zusammen fahren wir in den Heimathafen zurück und verabreden uns zum Abendessen in der "Serenella" Calamari vom Grill mit Polenta für die "Mondseer" und mich, Gudrun gönnt sich einen Branzino. Danach noch ein Stadtspaziergang mit Nachspeiseneis in der Tüte und ab in die Kojen, wir sind alle etwas müde.

01.09.2016

Schon um 06:10 Uhr mache ich die ersten Sonnenaufgangsfotos, einfach unbeschreibliche Motive mit dem roten Sonnenball
und diversen Bootsteilen. Frühstück und wieder fahren wir zum Baden, heute zur Sandbank bei der Einfahrt zur Tenuto Premiero. Glasklares Wasser, Sandboden, kein Wind, keine Wellen - so macht schwimmen Spaß. Wir "Picknicken" wieder an
Bord und nach dem Ruhepart gibt es doch einen schönen Wind und leichte Wellen, wir lichten den Anker und machen uns auf den Weg zur Banco d'oro. Auch hier sauberes Wasser, angenehme 26° warm, Chrístian taucht auf mit Karin und Enkerl
Marissa. Wir plaudern im Wasser und müssen aber gegen 16:30 Uhr an den Heimweg denken. Es braucht dann auch 3 Versuche bis ich sicher an meinem Steg liege, der Seitenwind ist nicht ohne.......... Wir haben heute "Paella" unserem Besuch
schmackhaft gemacht und fahren mit dem Auto nach Turriaco in die Baracca del pesce. Wir essen ausgezeichnet, aber einfach zu viel vom köstlichen spanischen Nationalgericht. Danach braucht es einen Appenzeller als Unterstützung und
wieder klingt ein herrlicher Tag in Grado aus.   

 


02.09.2016

Badetag exclusiv, gleich nach dem Frühstück zur Banco d'orio gefahren und mehr als 7 Stunden dort, mutterseelenallein verbracht. Der wolkenlose Himmel, das wirklich saubere  Wasser, ein leichtes Lüfterl welches das Boot stabil hält so muss Badetag sein! -Strandspaziergang auf der Insel, Treibgut und Muscheln für die nächste Skulptur gesucht und gefunden, relaxen am Boot und im Wasser - feinen Mittagssnack, Kaffee am Gasherd zubereitet, auch lukullisch ist uns nichts abgegangen. Aber auch nichts tun macht müde, man glaubt es kaum. Abends dann herrliche Spaghetti alle vongole bei Chicco im Al pesctore genossen, aber auch die "Scoliera" sind hervorragend zubereitet. Nach dem Gelati treffen wir Christian und Dorli in der Innenstadt und nehmen noch gemeinsam einen Schlummertrunk. Christian entschließt sich auch am Boot zu
schlafen, wir sitzen noch eine Flaschenlänge am Steg und philosophieren ............

03.09.2016

Markttag in Grado, dazu der Grado Triathlon, ganz schön viel Betrieb am Morgen in der City. Nach dem Frühstück,
heute mal in der Bomben Bar, treffen sich Gudrun und Veronika zum Marktbesuch,ich darf Boot putzen, eine Außenreinigung des Decks ist dringend erforderlich. Auch alle Sitzpolster werden gereinigt und gebürstet, so schaut sie wieder
manierlich aus die Chicca! Dann starte auch ich einen kurzen Marktbesuch, suche eine kurze Jean für meinen Garderobeschrank, finde sie auch bald und schlage gleich zu. Dann noch eine Salami gekauft, 2 x Frico auch ins Sackerl, einen Becher Franconia gibt's gratis am Stand. Dann radle ich zu Pino zum Frühschoppen, treffe Gianni und nehme auch gleich mein Mittagessen dort ein. Danach gibt es Siesta an Bord. Um 13:00 Uhr klingelt mich Veronika raus, ich
fahre sie nach Barbana, Wolfi und Marco sind schon dort. Der Hafen ist zum Bersten voll, ich bekomme gerade Platz um Veronika aussteigen zu lassen und hau sofort wieder ab. Da sind mir zu viele Boote und zu viele Leute. Zurück im
Hafen kommt Gudrun auch vom "Verschönerungs-verein" zurück und wir machen es uns am Boot gemütlich. Hier gibt es ein Lüfterl und die 30° lassen sich aushalten. Robert mein Stegnachbar kommt mit seiner Conny in den Hafen zurück,
auch er ist in Barbana geflüchtet. Wir trinken Kaffee an Bord und es gibt immer etwas zu erzählen. Am Abend machen wir uns auf den Weg zur Pizzeria Piasalber, uns glustet nach einer Pizza croccante. Heute ist Live Musik an mehreren
Stellen in Grado, im Fifty spielt eine Dixieland Band, die hören wir uns an, dann ist schon wieder Schlafenszeit !

04.09.2016

Es kündigt sich wieder ein toller Badetag an, gleich nach dem Frühstück fahren wir zu unserem Lieblingsbadeort, zur Banco d'oro. Bis gegen 11:00 Uhr sind wir an diesem Sonntag alleine, dann trudeln die Boote der Einheimischen und Gäste langsam ein, Zelte werden am Ufer aufgebaut, Unmengen von Kühltaschen von den Booten an Land gebracht, Feste gefeiert. Auch wir kochen heute an Bord, es gibt Frico mit frischen Tomaten, dazu ein Spritz bianco. Nachmittag ziehen kurz mal Wolken auf, die verziehen sich aber bald wieder und wir können bis 17:00 Uhr den Badetag nutzen. Zurück am Heimatsteg dann eine herrliche Dusche und ab in die City, heute wieder zur Principessa ins Serenella wo ich heute eine Gemüsesuppe und einen
Thunfischsalat esse. Danach geht es in die Altstadt, Gelato und danach in die Osteria di Filomena. Roberta berichtet dass gestern Abend Gianni doch noch gekommen ist aber erst eine Stunde nachdem wir gegangen waren. Christian und
Dorli kommen auch, Hubert Karkolinig gesellt sich dazu (er ist auf Gassirunde mit dem Hund) und letztendlich tauchen auch noch unsere steirischen Freunde, die "Neuhold's" bei der Filomena auf. Nach einiger Zeit beginnt es zu blitzen und zu donnern, und im Nu ist ein starkes Gewitter über uns, an ein nach Hause gehen (fahren) ist nicht zu denken, also rein in die Bar und - es wird spät!

05.09.2016

Die Gewitter halten sich die ganze Nacht, auch am Morgen regnet es noch, ich lasse das Frühstück heute aus, Gudrun
fährt alleine. Als sie zurück kommt schlafe ich noch immer. Sie will (mit den Neuhold's) eine Radtour zum Naturschutzgebiet machen, ich nicht. Also sie fährt und ich hole meinen Cappuccino vom Morgen nach, dann geht es wieder in die Koje, mir ist nicht gut heute, ob es am Wetter liegt? Auch das Mittagessen lasse ich heute ausfallen, erst gegen 15:00 Uhr gönne ich mir ein Fruchtyoghurt. Gudi kommt von der Radtour zurück und wir fahren zur Insel Barbana, heute ist es wunderbar ruhig hier, nur unsere Chicca und die 2 Boote des Klosters liegen im Hafen. Wir nehmen uns Gingerino lungato und lassen so eine Stunde verstreichen. Heute haben wir uns mit Neuhold's verabredet, treffen uns bei Sandro in seiner Bar "al Taco" und haben heute "Schmalspurkost" als Abendessen, eine Piadina mit Prosciutto crudo, Mozzarella und Rucola, dazu ein Mineralwasser, komisch, der Wein schmeckt heute nicht. Danach melden sich nochmals unsere Mondseer, die wollen aber schon nach Hause, es tröpfelt bereits wieder. Es kommt ein kurzer Schauer, nach einer Viertelstunde ist alles wieder vorbei, wir besuchen Lucy und Andrea in ihrem Wine&Gourmet, kosten den Ribolla Gialla (ich nur Wasser) und sind um 23:00 Uhr schon wieder zur Ruhe
bereit.

06.09.2016

Wieder Gewitter in der Nacht, Gewitter auch am Morgen beim Aufwachen, immer wieder Persenning auf, dann wieder zu -
ist halt so wenn man am Boot nächtigt. Es ist wie eigentlich fast immer in Grado alles immer schnell vorbei, so auch dieses Gewitter am Morgen. Dazwischen blinzelt die Sonne schon wieder aus den Wolken. Der Blick auf die Wetterseite
von OSMER zeigt, es wird wieder Badewetter. Wir fahren wegen des Tidenhubes schon zum Frühstück in den Stadthafen, bummeln ein wenig durch die Gassen und treffen die Neuhold's. Wir gehen zusammen für ein Picknick einkaufen, nochmals
auf einen Macchiato und das Wetter wird wieder schlechter. Nach kurzzeitigem wolkenlosen Himmel ziehen schon wieder Wolken zu und wir beschließen das Picknick auf Barbana zu verlegen, sollte das Wetter noch schlechter werden haben wir mit dem nach Hause fahren kein Poblem. Also Kurs Barbana, die Mondseer sind auch da, wir sitzen gemütlich und plaudern. Mittag dann bauen wir unsere "Tavolata" auf, die Mondseer verpflegen sich von der Mensa, wir schnabulieren eine Jause. Ich brauche nach dem Mittagsmahl meinen Mittagsschlaf und als ich erwache regnet es schon wieder. Kein Mensch mehr sitzt unter den Bäumen auf der Isola, alle suchen Schutz in der Bar oder unter den Schirmen. Um 14:30 Uhr gibt es eine Regenpause und wir fahren zurück in den Heimathafen. Abendessen dann mit den Neuhold's bei Lucy & Andrea, er bereitet einen herrlichen Tonno alla siciliana für uns. Danach treffen wir uns noch mit den Mondseer'n bei Robi in der Filomena Bar, Abschiedsdrinks für alle, Neuhold's und die Mondseer fahren morgen Mittwoch nach Hause.

07.09.2016

Kurz nach 01:30 Uhr muss ich raus, die Bora bläst schon wieder mit 6 Bft aus NO, meine Spring ächtst verdächtig, die Prellgummi sind auch nicht mehr neu, ich lege zur Sicherheit eine zweite Spring ans Heck um die Mittelklampe zu
entlasten. Auch die Wellen sind schon fast einen Meter hoch, dass im Schutz der Lagune, wie muss es da erst am Meer aussehen? Ich lege mich wieder schlafen und um 05:30 Uhr kontrolliere ich nochmals alle Leinen, die Bora lässt nicht nach.
Als wir um 07:30 Uhr aufstehen ist schon wieder alles grau in grau, es ist merklich kühler, es hat nur mehr 15° bei diesem kalten Wind. Wir beschließen nach dem Studium der Wetterseite unsere sieben Zwetschgen zusammen zu packen
und nach Hause zu fahren. Es ist einfach kein Badewetter bei diesem Wind und auch nicht einladend, nachdem es so abgekühlt hat. Wir frühstücken noch in der Bomben Bar, treffen Nora und Bruno, dann geht es zurück nach Ossiach. Es ist
Harley Week am Faaker See, da gibt es sicher auch mal einen Grund hin zu fahren und nach Grado komme ich sicher noch einmal dieses Jahr, um den Herbst an Bord zu genießen.