Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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Erster Teil Kroatientörn

17.06.2014 21:55

Freitag der 13. Juni 2014

Anreisetag von Ossiach nach Grado, vorher noch zur Tankstelle Diesel und Sprit bunkern, 2 Takt Öl für den Außenborder besorgt, dann noch bei einem Kanister das Gewinde vom Verschluss abgedreht, kein Wunder es ist ja Freitag der 13. …….

In Grado angekommen wird das voll aufgeblasene Schlauchboot, welches ich von Maurizio erworben habe am Vorschiff verladen, die Lebensmittel und Getränke werden gebunkert und ein Tag ist schneller vorbei als man denkt. Mit Melchers gehen wir gemeinsam Abendessen in die Baracca del pesce in Turriaco. Super gut und preiswert, wirklich guter Fisch. Danach Verabschiedung in Grado in der Filomena Bar, ggggg !

 

Samstag 14.06.2014

Um 05:00 Uhr Tagwache, Morgentoilette und um 05:40 legen wir in Grado ab. Kurs 168° Richtung Leuchtturm Savudrija. Leider beginnt es schon nach einer halben Stunde Fahrzeit zu regnen und es regnet fast 1 ½ Stunden. Erst als wir wieder in den Lee Schatten von Savudrija kommen hört es auf. In Umag scheint schon wieder die Sonne als wir im Hafenamt und bei der Polizei einklarieren. Insgesamt 610 Kuna knöpfen sie uns ab, für Einfahrt Boot, Leuchtturmsteuer, Kapitänsabgabe, Kurtaxe und wer weiß sonst noch was. EGAL wir gehen Frühstücken in Umag. Um 10:10 Uhr legen wir ab und begeben uns Richtung Novigrad. Auf der Höhe von Camping Mareda sehen wir die ersten Delfine, 2 Stück begleiten uns eine Weile. In Novigrad machen wir unseren Mittagshalt, Gudrun besorgt noch Sonnenmilch in der Stadt ich nutze die Zeit um etwas Schlaf nachzuholen. Die restliche Fahrt dauert noch 35 Minuten und wir sind am Etappenziel, Hafen Cervar Porat. Ein abgewrackter alter Hafen, allerdings haben sie ein neues Toilettenhäuserl gebaut, ist annehmbar. Leider bekommen wir ein Dauergewitter von 2 ½ Stunden, unser Beiboot ist „Luftleer“ wir können nicht in unser geplantes Restaurant Sveta Marina wechseln. Also bleibt uns nur der Hafen, aber wir finden eine Fischkneipe, der Branzino war perfekt, auch die Kalamari vom Rost nicht von schlechten Eltern, und der Preis hat gepasst. Gegen 22:00 Uhr hauen wir uns ins Schlafgemach!

 

 

Sonntag 15.06.2014

Um 07:30 Uhr versuchen wir ein Frühstück in einem der Restaurants zu bekommen, leider nein, also ab in die „Pekara“ und frisches Brot besorgt, dann noch Brioche und Kirsch/Vanille Weckerl, in einer Cafebar den Capuccino dazu und wir haben unsere erste Mahlzeit genossen. Um 08:00 in das Marina Büro zur Abrechnung. Der Wetterbericht sagt wieder Bora vorraus und auch mögliche Gewitter, also ändern wir den Fahrplan und nehem uns als Tagesziel Rovinj vor. 08:20 Leinen los, Kurs Porec, dann eine Hafendurchfahrt und weiter nach Vrsar. Jetzt wäre wieder Zeit für einen Capuccino der leider hier nicht so schmeckt wie wir es aus Grado gewöhnt sind, aber er ist trinkbar, erste Reihe Fußfrei, die Chicca liegt direkt vor uns. Nach der Pause fahren wir zwischen den Inseln durch auch in den Limski Fijord und weiter nach Rovinj, wo wir erstmals tanken.  49 Liter fassen unsere beiden Tanks und nach 15 Min legen wir in der ACI Marina an. Im Fischlokal wo wir gestern Abend gespeist haben hatten wir von 2 „Steirermen“ den Tipp bekommen in Rovinj unbedingt in das Lokal „Marinairo“ zu gehen, doch leider gibt es das nicht mehr, eine Amerikanerin hat das Haus gekauft und das Lokal wurde geschlossen ! Wir nehmen unser Abendmahl dann in der Konoba el – Niro ein, eine Fleischplatte mit Pommes, so wie es sich gehört!

 

Montag 16.06.2014

Der Wetterbericht sagt nichts Gutes vorraus, wir verlassen Rovinj um 08:15 Richtung Süden. Der Wind wird immer stärker, erreicht tw. schon 5 Bft. und auch die Wellen werden immer höher. An die 2 Meter gilt es zu bekämpfen, unsere kleine Chicca kämpft tapfer mit 6 Knoten dagegen. Gegen 10:00 Uhr erreichen wir dan die Brioni Inseln auf Steuerbord. Wir entschliesen uns zu einer Pause in Fazana. Der Marinairo gibt uns gratis 30 Minuten, wenn wir länger bleiben wollen heißt es „zahlen bitte“! Es reicht die Zeit für eine Cremeschnitte und 2 x Cappucino und nach 30 Minuten verlassen wir diesen Fährhafen, wo ausschließlich Fährboote die Touris zur Insel Brioni bringen. Um 12:30 Uhr beenden wir den Kampf gegen die Wellen und funken auf Kanal 17 in die Marina Veruda, bekommen einen Platz am Transitsteg Mole 1. Mittag genehmigen wir uns eine Jause an Bord, frisches Brot vom Supermarkt, mit Paprika und Tomaten sowie Käse, mmmhhh lecker ! Nach einer Rast und Dusche beschließen wir mit dem Taxi in  die Stadt zu fahren! Ein Spaziergang in der FUZO, Cappucino trinken, dann ein Hirter Bier vom Fass direkt im Herzen der Altstadt, Herz was willst du mehr? Abendessen in der Konoba Jelovnik, heute mal wieder Cozze als Vorspeise, dann Fisch (Orate und Branzino) mit Mangold und Kartoffel, Salat, Tiramisu, ½ Liter Malvasija und Wasser um 40 Euro. Das Taxi zurück kostet um 30 Kuna weniger, um 20:30 Uhr sind wir wieder an Bord der Chicca. Für Morgen planen wir die Fahrt bis Rabac, wenn es sich aus geht bis Moscenice Draga, vielleicht auch Icici, schau ma mal wie Wind und Wellen spielen!

 

Dienstag 17.06.2014

Frühstück an Bord der Chicca, heut wollen wir früh ablegen,    07:00 Uhr auschecken in der Marina Veruda, Tankstelle geschlossen, egal der Sprit sollte reichen. 07:20 Uhr Abfahrt Kurs Porer und weiter Richtung Rabac, das war der Plan…….. Bis zum Leuchtturm Porer geht alles gut, flaches Wasser, Bora spürbar, aber wir fahren mit 6 Knt. gen die südliche Spitze von Istrien. Bei der Insel Fenoliga angekommen geht die Geschwindigkeit, bei gleichem Gasstand, auf 3,5 Knt zurück, Kreuzwellen, Strömung die sich gewaschen hat, na das fängt ja gut an! Aber es kommt noch dicker. Entlang dem Kap Kamenjak plötzlich Wellen von tw. 4 Meter Höhe und volle Bora auf den Bug. Die Chicca schmeisst es hin und her, sie taucht ein bis zur Bugreling, das am Vorschiff befestigte Schlauchboot fängt an sich zu verschieben, Wasser kommt durch die Ritzen der Frontscheibe bis zu den Armaturen, das Navi Tablet beginnt sich zu bewegen, es ist an der Grenze! Der am Heck montierte Außenborder kippt nach unten, Gott sei Dank gesichert mit einer Leine! Ich versuche in den Leebereich der Insel Fenera zu kommen um im Schutz der Insel den Kurs zu ändern. Es gelingt, aber schon bald danach wieder Wellen, diesmal aber auf die Breitseite, jetzt schaukelt die Chicca bedrohlich, so kann ich nicht weiter fahren. Kurs wieder Richtung NO, keine glückliche Wahl, die Wellen sind einfach zu hoch, also wieder Kurswechsel mit dem Wind nach SW, dabei übersehe ich fast das Riff zwischen den Inseln Ceja und Fenera. Glück gehabt, nach der Insel Ceja flauen die Wellen ab, es wird ruhiger. Wir nehmen Kurs zur Bucht und Marina in Medulin. Leider kein attraktiver Platz, es beginnt auch noch zu regnen! Zurück in die Bucht und Anfahrt zur ACI Marina in Pomer. Wir bekommen Platz auf Mole C und Liegeplatz 37. Nach 2 Stunden 25 Minuten sicher im Hafen und erst mal relaxen, Es war ein hartes Stück Arbeit heute, die Chicca zu bewegen. Die Bilge ist voller Wasser, Mindestens 40 Liter rinnen aus dem Schiffsbauch! Aber wir sind sicher vertaut, jetzt kann nichts mehr passieren.

Franz und Susanne kommen zu Besuch, ursprünglich wollten wir sie in Rabac treffen, sie sind nun mit den Auto zu uns gekommen. Wir köpfen eine Flasche Welschriesling und fahren in die Stadt Pula. Ein Mittagessen gibt wieder Kraft, ein Eiscafe in der City gibt die Entspannung. Nach einer Stadtrunde und Besuch des Amphitheaters fahren wir nach Medulin und genießen die zwischenzeitlich scheinende Sonne. Gegen 21:00 Uhr kommen wir zurück in die Marina, es ist ja noch das Tagebuch zu schreiben.

 

 

 Fotos folgen erst nach dem Urlaub oder sind im Facebook unter Deejay Fatsy live zu finden !