Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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Estate a Grado - Sommer in Grado

21.07.2017 08:45

  • 17.07.2017
  • Eigentlich nicht geplant, aber trotzdem am Abend rein ins Auto und runter nach Grado                                        Mein Bruder Willi ist mit Stiefsohn und dessen Familie in Grado für eine Woche, da
    sollte man doch auch einen Besuch abstatten. Nachdem ein freundlicher Herr der
    Fa. Meßtechnik in unserer Wohnung sämtliche Funk- übertagungs Meßgeräte
    getauscht hat, starten wir um 18:10 Uhr in Ossiach, tanken in Treffen und rauf
    auf die Autobahn, um 20:30 Uhr sitzen wir schon bei Lucy und Andrea zum
    Plauderstündchen mit Willi. Danach schnurstracks in die Kojen.
  • 18.07.2017
  • Frühstück in der Bomben Bar, anschließend Bootscheck und Montage einer Türe unter der Spüle,                Ablegen und raus zur Banco d'oro zum Schwimmen. Herrliches Wasser,                                                             keine Wellen, keine Boote, wir sind alleine am Meer. Gegen 10:15 Uhr fahren wir in
    den Canale Schiusa, heute wollen Willi & Willi mit uns nach Barbana zum
    Mittagessen fahren. Alles klappt, alle sind pünktlich, wir finden auch einen
    Liegeplatz im kleinen Hafen. Mittagessen wie gewohnt in ausgezeichneter
    Qualität zum vernünftigen Preis, z.B. Spaghetti al ragu mit ¼ Wein und ½ Liter
    Wasser für € 9,00 inkl. Coperto !!! Nach dem Mittagsmahl starten wir eine
    Lagunenfahrt, kommen aber nicht weit, denn nach ca. 15 Minuten Fahrt bemerke
    ich Verbrennungsgeruch, ich schaue zum Heck, bemerke nichts, schaue ins
    Vorschiff, bemerke nichts, plötzlich kommen auch noch "Knallgeräusche" dazu und
    aus dem Motorraum kommt dichter Rauch. Ich verzweifle - WAS IST NUN WIEDER FÜR
    EIN SCHEI.... PASSIERT ? Ich nehme den Feuerlöscher zur Hand, sicher ist sicher,
    Willi ist ja "Sicherheitsfachkraft" und stellt fest hier brennt nichts, da
    schmort ein Kabel! Batterie Hauptschalter auf "AUS" , der Motor lässt sich
    nicht abstellen, ich und ich öffne die Motorhaube mit ungutem Gefühl, denke an
    Stichflammen bei Frischluft Zufuhr, stelle aber fest der Rauch kommt unter dem
    Motorblock raus. Motor durch Drosselung der Diesekzufuhr abgewürgt, rein ins
    Vorschiff, Batterieverkleidung demontieren damit ich zum unteren Motorblock
    dazu komme. Dies alles unter Zeitdruck, Gott sei Dank liegen Akkuschrauber und
    Handwerkzeug immer griffbereit im Boot. Dann kann ich den Fehler auch schon
    finden. Bei der Montage der Türe unter der Spüle, musste ich die Batterieverkleidung
    abnehmen, weil ein Scharnierband dahinter anzu-schrauben war. Dabei ist mir das
    Hauptmassekabel, vom Motorblock zum Batterie Hauptschalter hinter die Batterien
    runter gerutscht und ist an der Welle angelegen, welche den Keilriemen
    antreibt. Diese Welle hat nun das Massekabel durchgescheuert und die letzten
    Litzen sind wegen zu geringem Querschnitt dann durchgeschmort. Die Kinder von
    Willi bekommen es mit der Angst zu tun, beginnen zu weinen, die Eltern
    beruhigen sie, ich überlege wie ich diesen Vorfall wieder gängig machen kann.
    Mit zwei Schlauchklemmen und reichlich Isolierband kann ich den Fehler beheben
    und wir können auch die Fahrt fortsetzen, der Motor springt nach der Reparatur
    sofort wieder an. Um 16:00 Uhr haben wir wieder festen Boden unter den Füßen,
    alle sind glücklich nur ich mache mir schon wieder Gedanken ob dieses
    Provisorium auch halten wird. Danach fahren wir nochmals zum Baden, diesmal in
    den alten Hafen von le Cove, Wolfgang kommt auch mit, er hat seine Schiffsgäste
    auch schon abgeliefert. Am Abend gönnen wir uns dann ein Kebab (italienisch,
    von Marokkanern zubereitet) und ein paar Getränke beim Pino. Es wird ein
    lustiger Abend, Claudia und Willi "Refosco" sind wieder im Lande, Norbert der
    Klagenfurter ist da, na ja man kennt sich halt bei Pino!

  • 19.07.2017
  • Gleich nach der Morgentoilette rein ins Auto und ab nach Aquileia, zuerst Frühstück in der
    Bar Akylus, dann Ferramenta 2 Befestigungen für die Bimini besorgen, dann
    Supermarkt Jause holen und zurück aufs Schiff. Mein Parkplatz ist leider weg,
    aber ich finde eine Lücke wo wir den CR-V abstellen können. Dann Leinen los,
    Kurs Isonzomündung, Baden im glasklaren Wasser mit 23 Grad bei herrlichem
    Sonnenschein im hüfthohen Wasser. SUPER ! Zwischenzeitlich montiere ich nun unsere
    neue Bimini am Vorschiff, Schattenspender und Regenschutz bietet diese
    Konstruktion. Danach den Isonzo Flußaufwärts bis kurz vor der Brücke der SP19 die
    von Gardo nach Monfalcone führt. Anker fällt, Picknick am Isonzo, das hat was -
    Mittagsschläfchen in herrlichster Ruhezone, nur die Grillen zirpen und die
    Vögel singen. Gegen 14:00 Uhr dann mit fast 8 Knt Fahrt den Isonzo abwärts bis
    in den Golf von Monfalcone wo wir nochmals einen Badestopp einlegen. Der Weg
    führt uns wieder zurück gen Grado, Zwischenstopp auf unserer Lieblingsinsel,
    Offner Michi mit Brüdern und Freund ist hier, Christian mit Dorli warten auf
    uns, wir haben unseren Besuch angekündigt. Es wird wieder lustig auf der Insel,
    die Crew der Bar verlässt die Insel wir sind nun ganz alleine und bleiben bis
    gegen 20:00 Uhr. Am Abend dann nochmals Treffpunkt mit allen Bekannten bei
    Pino, auch Tina und Willi aus Novigrad sind vorbei gekommen, aber ich trinke
    nur mehr Wasser...............

  • 20.07.2017
  • Gestern Abend wurde die Schnapsidee geboren heute zum Mazarack zum Mittagessen zu fahren.
    Also Frühstück in der Bar Bomben und ab zum Boot, Leinen los, wir fahren ja nur
    7 Knt. Marschgeschwindigkeit und der Weg ist weit! Christian und Dorli fahren
    auch, nehmen Baffi, den ehemaligen Diensthund mit auf die Reise. Noch vor
    Lignano bekomme ich über Funk von Dorli die Meldung, dass der Hund die
    Bootsfahrt nicht will, er winselt, es passt ihm nicht. Sie nehmen Kurs auf
    Porto Buso und werden dort zu Mittag speisen. Nach Lignano überholt mich
    Michael und düst in die Lagune von Bibione, wir fahren den Tagliamento rauf und
    nehmen den Lagunenweg zum Mazarack. Nach 3 ½ Stunden Fahrt sind wir am Ziel,
    bekommen einen Liegeplatz und genießen das Mittagsmahl. Bedingt durch den
    steigenden Tidenhub müssen wir aber schon um 13:25 Uhr wieder die Rückfahrt
    antreten, es gibt unter der Ponte Girovole in Grado, nach 17:30 Uhr  keine Durchfahrt mehr.                                                    Wir nehmen wieder den Weg über die beiden Schleusen von Bevazzana, unter der Brücke                                             kommen wir noch durch, die Bimini müssen wir allerdings abkippen. Dann folgen "unendliche" 4
    Kilometer in nur 40 cm tiefen Wasser in der Lagune nördlich von Lignano. Der
    Sand wird mächtig aufgewirbelt, die Geschwindigkeit musste ich auf 2,5 Knt.
    drosseln um nicht mit dem Heck am Sand aufzusitzen. Michael hinter mir, hat
    Probleme, weil mehr Tiefgang als ich und sitzt 2 x auf. Gott sei Dank ohne
    folgen, danach wählen wir den Weg übers Meer nach Porto Buso und folgen dann
    wieder dem Wasserweg nach Grado. Keine Minute zu spät, ich habe genau noch 3 cm
    "Luft" über meinem Dach und der Unterkante Brücke, "Schwein" gehabt. Es folgen
    nach dem Anlegen die diversen Bootsarbeiten, eine Waschung und das Dichtmachen
    der Chicca. Um 19:00 Uhr starten wir die Fahrt nach Ossiach. Schön war's und
    schon bei der Heimfahrt überlege ich wann sich die nächste Fahrt nach Grado
    ausgehen könnte !