Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

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Fine stagione - Saisonfinale in Grado

05.10.2016 19:48

19.09.16

Schon um 07:30 Uhr starte ich heute, solo nach Grado. 2 Wochenenden hab ich wieder Musik gemacht, dazwischen die Trennwand im Garten aufgebaut, Motorrad gefahren, es zieht mich wieder ans Meer, zu meiner Chicca. Noch während der Anfahrt besorge ich in Tarvis Mineralwasser und Gingerino, Bier in Gemona, der Getränkenachschub an Bord ist erforderlich. Im Hafen angekommen wird die Chicca erst mal von Spinnweben befreit und gewaschen. Dann müssen die Getränke verstaut werden. Danach geht es zu Pino, wo ich mit Claudia und Willi zu Mittag speise. Nach dem Mittagsschlaferl werden alle Fenster der Chicca nochmals mit SIKA abgedichtet. Die LED Beleuchtung am Führerstand hat sich gelöst und muss nach geklebt werden. Das Steuerrad wird geleimt, es ist halt immer was zu tun an Bord. Dann wird auch noch im Container eine neue Dusche montiert, wir wollen einfach eine Handbrause in der Dusche haben. Alles erledigt, ich will nach Barbana fahren, starte die Chicca und lasse sie am Stand warmlaufen. Dann möchte ich noch Kühlmittel nachschütten und versuche den Motor abzustellen - geht nicht. Ich hole Ricco aus der Werkstätte und bitte ihn nachzusehen. Er meint kein Problem, ist vielleicht nur eine Sicherung und stellt den Motor bei der Dieselzufuhr ab. Denkste, ich tausche alle 3 Hauptsicherungen, kontrolliere alle anderen  - alle OK - trotzdem lässt sich die Chicca nicht mehr starten, kein Strom im Zündschloss. Ich baue die Starteinheit aus und kontrolliere die Leitungen, ich finde nichts. Letzte Rettung Fabrizio, mein Haus und Bootmechaniker, er muss her. Schreibe ihm eine WhatsApp und er verspricht morgen Früh zu kommen. Den Abend verbringe ich auch mit Claudia und Willi bei Roberta in der Filomena Bar. Um 22:00 Uhr haue ich mich in die Koje, morgen ist ja auch noch ein Tag!

20.09.16

Frühstück in der Bomben Bar, La Rampa d'oro, Lucy alle haben wieder ihren Ruhetag, es ist ja schon Nachsaison. Es regnet leicht und ist stark bewölkt, ich fahre zurück in den Hafen, um 09:00 Uhr steht Fabrizio vor der Türe und nimmt sich meiner Chicca an. Doch alle Prüferei hat keinen Erfolg, der Motor hat Strom aber zum Zündschloss kommt keiner. Er überlegt schon wo er ein neues Schloss bekommen könnte als ich den Kabelbaum auf Strom überprüfe, der Kabelbaum der von der Batterie zum Zündschloss führt und siehe da auch hier kein Strom, aber die Batterie ist voll und OK. Langsam kommt Verzweiflung in mir hoch, weil wir nicht weiterkommen. Dann baue ich die Batterien aus und wir schauen mit der Taschenlampe seitlich in den Motorraum, dann finde ich den Fehler ! Der Kabelbaum wurde im Motorraum im Zuge des Ausbaus vom Motor natürlich auch abgesteckt und dieser Stecker bzw. diese Kabelkupplung war locker bzw. nicht richtig eingesteckt. Einmal andrücken bis es einrastet und der erste Startversuch gelingt, die Chicca läuft wieder - Gott sei Dank. Fabrizio muss eh schon wieder weg, ich bringe wieder alles in Ordnung und baue alles wieder ein. Es folgt eine Dusche mit der neu montierten Brause, danach gönne ich mir einen Macchiato bei Sandro in der La Taca Bar und gehe zum Friseur. Bei Ricci und Capricci bekomme ich einen neuen Look - UNDERCUT, schaut nicht schlecht aus und gefällt mir. Dann ist auch schon Mittagspause und ich walzle zu Pino auf eine Lasagne. Dann beginnt es zu donnern, der Himmel wird verdächtig schwarz, ich schau dass ich an Bord komme. Keine Minute zu früh, denn ich schließe die Persenning und ein Gewitter geht nieder, egal,  mein Mittagsschlaferl klappt auch so! Als ich erwache scheint die Sonne, Leinen los und ab nach Barbana! Keine Leute auf der Insel, nur ein kleines Boot steht im Hafen, ich bleibe eine Stunde und genieße die Ruhe. Dann ziehen wieder Wolken auf, der Blick auf Meteo FVG zeigt die nächste Regenfront, ich fahre wieder in den Heimathafen, installiere den TV heute ist mal Fernsehabend angesagt! Gegen 18:00 Uhr radle ich doch noch einmal in die City, treffe Claudia und Willi in der Bar al Porto, dann Obst und etwas Schinken im Supermarkt geholt und zurück auf die Chicca.  2 x Tatort macht müde, den Zweiten "daschau" ich nur bis nach der Hälfte, dann schlafe ich ein.

21.09.16

Unruhige Nacht an Bord verbracht, die Bora bläst mal wieder. Das Nachbarboot von Conny und Robert, steht mit dem Bug zum Heck und die Wellen der Bora schlagen direkt auf den Heckspiegel der  Nuvola 20. Ich werde zwar 3 x munter in dieser Nacht. Schlafe dann doch bis 07:00 Uhr, danach Körperpflege und Frühstück - heute wieder in der Bar Rampa d'oro. Nach dem Frühstück geht es zurück zur Chicca, heute will ich endlich Mal die Krokodilklemmen an das Batterieladegerät montieren, damit ich beide Batterien immer nachladen kann. Als ich fertig bin mit dieser Arbeit wird wieder klar Schiff gemacht und ich fahre nach Barbana, heute will ich mir mal wieder eine Pasta al ragu geben. Bin bis 15:30 Uhr auf der Insel, dann denke ich probierst mal übers Meer nach Hause zu fahren, es bleibt bei dem Versuch. Nach der Dalbenstrasse in Tenuta erwarten mich mehr als 1 Meter hohe Wellen, noch dazu voll auf Backbord, es macht keinen Spaß so fast 2 Meilen diesen Kurs Richtung Tonne zu fahren, ich drehe um und tuckere durch die Lagune zurück in Riccos Marina. Dort gibt es noch ein Sonnenbad am Vorschiff, Gote mit seiner "Davide" fährt vorbei. Nach einer Dusche geh es in die Stadt, bei Pino gibt es das Einsermenü zu Abend, Toast mit einem Glas Rotwein. Claudia und Willi sind auch da, gehen dann zur "Statione" auf ein Panino caldo, angeblich das Beste , wird ich demnächst probieren. Danach ist wieder TV angesagt, um 22:00 Uhr Licht aus und Heiha.

22.09.16

Für heute hat sich Besuch angesagt, Mario Draxl, ehemaliger Nachbar von mir am Münzweg in Villach ist mit seinem Wohnmobil in Grado , wir verabreden uns für 10:00 Uhr zu einer Bootstour nach Porto Buso. Vorher aber noch Boot zusammenräumen, denn Gudrun kommt heute auch wieder nach Grado, WOLKENLOS ist vorbei, obwohl erst seit gestern Nachmittag keine Wolken mehr am Himmel stehen. Frühstück in der Bomben Bar, Rad für Gudrun vor den Eingang stellen, alle muss vorher erledigt werden. Dann kommen Edith und Mario zum Stadthafen, den ich vorher wegen der Tide schon angelaufen bin. Wir nehmen Kurs aufs Meer und tuckern Richtung Porto Buso, vorbei an unserer Badebucht, die heute völlig verwaist ist. Dann gibt es einen Manöverschluck auf der Isola Anfora und das Mittagessen bei Mauro. Alles herrlich und schmackhaft, wir setzen die Fahrt fort mit dem Lagunenteil und erreichen gegen 14:30 Uhr wieder den Stadthafen. Gudrun wartet schon und wir nehmen noch einen gemeinsamen Cappuccino. Dann fahren Draxl's mit dem Rad wieder nach Tenuta, wo sie ihren Camper abgestellt haben. Mit Gudrun fahre ich zur Banco d'oro und wir genießen die Sonne und das spiegelglatte Meer. Ich wage sogar den Sprung in die Fluten, mit Christian baden wir noch im 20° "warmen" Wasser. Dorli und Gudrun baden nur in der Sonne. Als ich Getränke aus dem Kühlschrank nehmen will, stelle ich fest dass die Bilge bis zum Rand mit Wasser gefüllt ist, wo kommt das blos wieder her??? Zurück im Heimathafen gibt es erst mal Abendbrot mit Maier's am Steg, dann heißt es Wassersauger raus und ich fördere fast 40 Liter aus der Bilge. Werde morgen bei der geplanten Tor nach Bellariva mal ein Auge drauf haben wo das Wasser eintritt. Es ist schon 21:30 Uhr als ich mit der beschissenen Arbeit fertig bin, dann nur noch Dusche und ab in die Koje !

23.09.16

Körperpflege, Frühstück - dann Fahrt zum Ristorante Bellariva geplant, liegt zwischen Porto Piccolo und Aurisina. Aber vorher gibt es noch Action wie beim Film Stella di Mare, der erst vor Kurzem im TV wiederholt wurde. Nach einer ausgiebigen Durchsicht von Kühlmittel, Motoröl, Dichtheit beim Boot, denke ich noch an den Kanister Treibstoff, den ich im Auto lagernd habe. Aber dann stehen unsere Gäste Maria und Klaus am Steg und alles soll schnell gehen, was sich als großer Fehler herausstellte. Leinen Los, keiner schaut, auch ich nicht und wir fahren los. Sekunden später zieht das Boot nach rechts und ich kann eine Berührung mit  Roberts Boot nur durch sofortiges Umschalten auf den Retourgang verhindern. ICH habe vergessen, den Strom Landanschluß abzuziehen und wir hängen am Stromkabel. Also zurück zum Steg, Landanschluß lösen und wir starten. Nach der gestrigen Aktion mit Wasser aus der Bilge saugen, bin ich heute vorsichtig und schalte die Bilgenpumpe alle 30 Minuten für 2 - 3 Minuten ein, um eine Wasseransammlung wie die letzten Tage zu verhindern. Bei einer dieser Aktionen, welche ich natürlich vom Steuerstand aus erledige, erwische ich aber die Wasserpumpe, welche das Wasser vom Tank bis zur Spüle und zur Dusche befördert. Gudrun will in der Küche Getränke aus dem Kühler holen und alles ist nass. Durch die Inbetriebnahme der Wasserzufuhr  und durch die fehlende Entnahme von Wasser, hat sich so viel Druck in der Leitung aufgebaut, daß bei einer Schelle das Wasser in das Vorschiff austritt. Gott sei Dank haben wir neue Küchenrollen besorgt und das Malheur ist relativ schnell erledigt. Bis Bellariva dann eine weitere schöne, angenehme Fahrt. Zu Mittag genießen wir die vielseitigen Angebote der Speisekarte, dazu den hauseigenen Prossecco, die Aussicht auf das Meer und den Golf von Triest. Gegen 14:00 Uhr wollen wir die Rückfahrt antreten, ich mache wieder einen Check und stelle fest, im Tank sind noch maximal 3 Liter Sprit !!!! Damit kann ich etwa 45 Minuten, vielleicht eine Stunde fahren. Also auf nach Monfalcone, dort gibt es ja eine Tankstelle - DENKSTE - die wurde letztes Jahr aufgelassen! Also wenden wir uns an Einheimische vom Wasserwerk, in dessen Hafen wir angelegt haben, diese kennen nur eine Bootstankstelle, in Muggia, Cirka 1 ½ Fahrstunden entfernt, geht gar naicht. Was tun sprach der Capitano ? Die wirklich netten Leute die hier am Essen waren boten uns an, mit einem Kanister nach Sisitiana zu fahren um Diesel zu holen, Problem ich habe keinen Kanister, der steht ja voll im Auto in Grado. Sie finden 3 kleine 5 Liter Behälter und bieten sich nun an zur Tankstelle, 6 Kilometer entfernt zu fahren, doch die hat bis 16:00 Uhr geschlossen !!!! Also werden wir von den Leuten eingeladen und bewirtet, wir revanchieren uns mit kaltem Bier und Reindling und es entwickelt sich wirklich eine nette Runde hier. Dann fahre ich mit einem netten Herrn zur Tankstelle und zurück, um 16:30Uhr können wir ablegen. Unser Rückweg führt vorbei an Porto Piccolo und nach Barbana, wo Dorli und Christian auf uns warten. Es gibt eine Stegparty mit Sundowner und die letzte Etappe des Tages wird eine Nachtanfahrt auf Grado. Beim Patriarchen in der Altstadt wird die ganze Geschichte gleich nochmals, auch mit Claudia und Willi "besprochen" und es wird noch ein netter, langer Abend !

24.09.16

Übliches Frühstück in der Bomben Bar, zurück aufs Boot, nochmaliger Check Bilge, Öl, Kühlflüssigkeit, alles OK, dann geht es auf den Markt. Zuerst aber in das Geschäft von Ricco, ich brauche eine neue Wasserpumpe. Dann brauch ich für die Tavolata heute noch Frico, Salami und Wein, ein "Pumpa" Franconia wird es heute sein. Um 13:30 Uhr legen wir ab, fahren nach Barbana. Dort die große Überraschung, KEIN einziger Platz zum Anlegen !!! In Zweierreihen stehen die Boote im kleinen Hafen. Wir drehen um und fahren zur Banco d'oro zum Baden, bleiben bis 17:00 Uhr am Meer. Der nächste Versuch in Barbana ist erfolgreich, wir haben Platz im Innenhafen. Dorli und Christian sind auch da, die Ofner's aus Wolfsberg sitzen am Bankerl und warten schon auf uns. Rasch wird die "Tavolata" aufgebaut und dann ordentlich gegessen. Frico, Salami, Prosciutto, Mortadella, Panini und auch genug zum Trinken. Es wird ein langer Abend in Barbana, erst gegen 20:00 Uhr verlassen wir die Insel, mit geistlichem Schutz, ein Pater hat uns noch ganz nett verabschiedet als wir unsere Leinen lösen. Es wird eine Nachtfahrt nach Grado, nur mit Hilfe meines Handscheinwerfers erkenne ich die Fahrrinne, gegen 20:30 Uhr legen wir an und die Party geht am Liegeplatz in der Marina noch lange weiter............

25.09.16

Heute ist "Großkampftag" in der Bomben Bar beim Frühstück, Gianni, Nora, Bruno, Carlo mit Gattin, Maria alle kommen zu unserem Frühstück. Es dauert dadurch auch etwas länger und erst gegen 10:30 Uhr komme ich wieder zum Boot. Das Geschirr von gestern ist noch ab zu waschen, die Gläser sind noch mit Rotwein Resten behaftet. Aber alles geht Rucki Zucki in der Marina, wir haben ja warmes Wasser und Spüli, kein Problem und der Abwasch ist erledigt. Dann ist wieder Buchhaltung am Programm, Gudrun kommt mit den "Katzi's" in den Hafen, sie verlassen uns heute Richtung Villach. Auch Gudrun und Dorli fahren gegen 11:00 Uhr nach Hause, Christian und ich bleiben "wolkenlos" in Grado. Mir ist das Wetter zu schön um nach Hause zu fahren, ich möchte noch Baden und das Flair von Grado einige Tage genießen, der Winter wird eh noch lange genug. Mittag zeigt mir Christian noch ein Boot welches zu kaufen ist, wir sehen es uns an und erfragen die wichtigsten Angaben per Telefon. Gegen 14:30 Uhr fahren wir mit Christians Boot zur Banco d'orio und verweilen an die 2 Stunden, fast alleine an unserem Badeplatz. Dann fahren wir wieder zu unserer Lieblingsinsel Barbana um uns ein Abendessen im Sonnenuntergang zu genehmigen. Frico und Jause, heute aber alkoholfrei begleitet. Wir verlassen Barbana im Sonnenuntergang und erreichen den HH gegen 19:20 Uhr, dann gibt es noch eine Dusche und den Tatort im TV, um 22:00 Uhr horche ich schon auf der Matratze.

26.09.16

Heute wieder alleine an Bord, sozusagen "wolkenlos" kann ich schon um 07:00 Uhr die Chicca außen waschen, Deck schrubben und alle Checks erledigen. Auch die Bilge wird ausgewischt und ist nun wieder sauber. Dann geht es in die Bomben Bar zum Frühstück, dort erreicht mich die Anfrage von Peter Hofer ob sich vielleicht eine Fahrt nach Porto Buso machen lässt, Spaghetti alle vongole hätte er gerne gegessen. Na klar doch-  komme und wir fahren lautet meine Antwort! Mit Christian erledigen wir an Bord Kleingkeiten, dann besuchen uns Carmen und Wolfi am Steg und verabreden sich mit Christian zu einer Barbana Tour am Nachmittag. Gegen 13:00 Uhr kommt Peter mit seiner Buell angedüst, er wechselt den Lederdress auf Badehose und wir fahren durch die Lagune nach Porto Buso. Die besten Spaghetti alle vongole für mich gibt es bei Mauro, auch die Portionsgröße passt. Der Weg zurück nach Grado führt uns über das Meer, im Stadthafen nehmen wir noch einen Cappuccino bevor wir wieder die Marina anlaufen. Duschen und ab in die City, wir treffen Ferdl und noch eine Familie aus Ossiach bei Lucy, auch Carmen und Wolfi kommen dazu, es wird eine lange, lustige  Nacht in Grado, denn bei Pino treffen wir auch noch Claudia und Willi und es ist schon Dienstag als wir die Enoteca verlassen.

27.09.16                                                                                                                                                                                        

Heute kommt Franz auf Besuch nach Grado, nach dem Frühstück mache ich gleich den Bootscheck. Schon kurz nach 09:15 Uhr steht er am Steg und wir lassen es einfach gemütlich angehen. Die geplante Fahrt nach Izola haben Starke's und ich schon auf Mittwoch verlegt, weil Hannes Kastenberger erst an diesem Tag anreisen will. Mit Franz fahren wir mal nach Barbana, trinken an Bord einen Gingerino Lungato und essen dann zu Mittag Spaghetti Scoliera vom Feinsten! Der Wein schmeckt mir heute nicht, ich trinke nur Wasser. Nach dem Essen passt der Tidenstand und wir fahren unter der Brücke durch zur Banco d'oro zum Baden. Herrliche 22° hat das Wasser, kein einziges Boot außer der Chicca liegt hier vor Anker. Gegen 16:00 Uhr fahren wir in den Stadthafen zur Al Porto Bar um einen Cappucco zu trinken, Carmen und Wolfi kommen dazu und wir fahren gemeinsam wieder nach Barabana, wir wollen den "Tramonto" sehen. Zuerst koche ich Frico , dann beginnt der Sonnenball hinter der kleinen Insel unter zu gehen. Wir starten die Chicca und sehen in der Lagune wohl einen der schönsten Sonnenuntergänge. Danach Körperpflege und ab zur Filomena, heute nur Alkoholfreie Getränke, bei Pino versuche ich einen Pino nero, er schmeckt wieder, ich trinke aber nur einen. Gegen Mitternacht machen wir uns auf den Weg zur Chicca, es gibt einen Borino und die Chicca schaukelt uns in den Schlaf!

28.09.16

Erst gegen 07:30 Uhr werden wir wach, Frühstück in der Bomben Bar, danach eine Stadtführung  für Franz mit dem Rad und zu Fuß. Wir schauen auch bei Carmen und Wolfi vorbei und besichtigen die fast fertige Terrasse und die Wohnung. Dann geht es zurück aufs Boot, ein wenig Sonne tanken, es hat schon wieder 26° um 10:45 Uhr, es wird wieder ein toller Tag! Mittag nehmen wir eine Portion Orichiette con salsicce e funghi, dann auf's Boot und raus in die Lagune zum Mittagsschlaferl vor der Isola San Pietro. Franz weckt mich gegen 15:00 Uhr und möchte eigentlich nach Villach fahren. Ich bringe ihn zur Marina, er fährt nach Hause, ich fahre zur Tankstelle, meine Tanks sind beide leer. Fast 58 Liter brauch ich um die Tanks zu füllen, schlägt sich in Italien mit 76 Euronen zu Buche. Dann fahre ich zur Insel Barbana, der Herbst zaubert die ersten Anzeichen in die Natur. Auch kann ich wieder tolle Bilder von der Lagune bei Niedrigwasser festhalten. Erst gegen 18:30 Uhr mach ich mich auf den Weg zurück in die Marina, heute ist mal wieder TV Tag angesagt. Zu Abend noch schnell ein Toast bei Pino, dann zurück zur Chicca und das Fernsehen macht müde.......... 

29.09.16

Bin heute schon vor dem Frühstück mit der Chicca in den Stadthafen gefahren, die Flut ist heute sehr hoch und ich muss vor 08:30 Uhr unter der Ponte Giravole durch. Dann geht es in die Bomben Bar zum Frühstück. Ein ausgiebiger Spaziergang auf der Diga folgt, um 10:15 Uhr gibt es noch einen Macchiato im Stadthafen. Dann kommen Carmen und Wolfi, wir wollen heute nach Aquileia ins Hafen Ristorante "Nettuno" fahren! Zuerst fahren wir direkt vor das Municipio in Aquileia, dann geh es in die Marina zum Mittagessen - perfekt, reichlich und preislich mehr als in Ordnung ! Carmen und Wolfi schlafen am Heimweg nach Grado, ich muss durchhalten! In Grado gehen wir dann gemeinsam ein Boot besichtigen, welches Wolfi eventuell kaufen will. Alles perfekt sauber innen, auch die Bilge scheint trocken, Ricco wird sich nächste Woche das Boot ansehen. Dann ein Drink in der Stadt, ein wenig Jause für das Abendessen, dann TV an Bord, irgendwie bin ich heute müde,,,,

30.09.16

Unfreundlich beginnt der heutige Tag, kalt windig, grau in grau der Himmel. Ich mache das Verdeck zu, welches ich in der Nacht noch offen hatte und schütze mich so gegen den Wind, es wäre sonst wirklich ungemütlich in der Pflicht, meinem eigentlichen Aufenthaltsraum am Boot. Zum Frühstück geht es dann mit dicker Jacke und langer Hose, Cappuccino und Brioche alla crema, Standard Bestellung in der Bomben Bar. Francesca sagt mir sie verkaufen im Winter an die 100 Stück täglich von den wunderbaren "Kipferl" in der Vor und Nebensaison dann um die 250 Stück täglich und im Sommer sind es oft 500 Stück Brioche die zum Cafe, Macchiato oder Cappuccino serviert werden. Dann geht es mal zurück in die Marina und an den PC, das Wetter muss gecheckt werden. Die Vorhersage für das Wochenende ist ja nicht berauschend, aber heute sollte es eigentlich schön sein. Der Wind bläst aus SO was eigentlich unser Schlechtwetterwind ist in Grado. Ich schnappe mein Radl und fahre ins Valle Cavanatta, möchte die Flamingos fotografieren. Bei der Rückfahrt treffe ich Ferdi und wir haben einen wunderschönen Frühschoppen am Strand, danach geht es gleich zu Pino zum Mittagessen unddann auf die Chicca zum Mittagsschlaferl. Der Nachmittag vergeht an Bord wie im Fluge, ein wenig Boote schauen vom Vorschiff aus, ein bisserl Kaffee trinken, Schreibarbeiten, Buchhaltung und Bank wollen erledigt werden. Abends dann eine herrliche Dusche und ab zu Pino, Hannes kommt heute aus Izola, der denn ich eigentlich am Dienstag besuchen wollte. Dann plötzlich riesen Aufregung als ich Claudia und Willi in deren Marina abholen will. Eva eine alleinstehende Frau aus Bodensdorf, hat sich nackt, zwischen den Booten in der Darsena 2000, in die Fluten gestürzt, wurde abgetrieben und ward nicht mehr gesehen. Großes Aufgebot von Costa Crostiera, Feuerwehr und Rettung mit insgesamt 18 Personen sind aufgetaucht, nachdem erste Tauchversuche vom Marinachef erfolglos blieben. Plötzlich taucht die "verwirrte" Frau auf der Strasse wieder auf, hatte plötzlich ein Handtuch umgewickelt und wollte in die Marina ihre Sachen holen, die sie vor dem Sprung ins 20° kalte Wasser am Steg deponiert hatte.  Sie wurde von den Einsatzkräften in Empfang genommen, dann war sie komplett aus dem Häuschen und begann wie eine Schamanin zu tanzen und zu beten, drehte sich im Kreis, kniete nieder und begann wild zu gestikulieren. Die Rettung nahm sie dann einfach mit, sie wird die Nacht wohl in der Psychiatrie verbingen. Später dann bei Pino war es das Gespräch in unserer Runde, auch Ferdl kannte sie von der Diga. War noch ein lustiger Abend mit vielen "Vermutungen" was die Frau wohl dazu getrieben hat. Starke's erzählte sie, sie wäre aus dem Hotel Sirenetta geflogen, Ferdl sagte sie, dass sie an der FH in Feldkirchen unterrichtet. Wir werden wohl nie die Wahrheit erfahren.   Trotzdem ein geselliger Abend mit Kastenberger's, Starke's, Maier's, Ferdl und Robert - nur der kalte Wind war Schuld, dass wir gegen 22:30 Uhr in die Quartiere wechselten.

01.10.16

Gegen 06:00 Früh kommt Wind auf in der Marina, bis dahin habe ich ausgezeichnet geschlafen. Leider ist es noch zu dunkel um das Wetter zu beurteilen, ich hoffe nur dass es heute einigermaßen Bootstauglich wird. Micheal Pecher, EX Arbeitskollege aus der SPAR Hauptzentrale kommt mich heute besuchen. Wir wollen auch ein wenig mit der Chicca rumtuckern! Zuerst gehe ich auf den Markt einkaufen, treffe einige Chöre die sich einsingen im Parco delle Rose  und komme dann in die City. Pünktlich um 10:30 Uhr treffe ich Michi im Stadthafen, trinken einen Cafe und machen uns auf den Weg nach Aquileia. Im Restaurant Nettuno treffen wir Michael Sumper und essen gemeinsam zu Mittag. Dorli, Helga, Seppi und Christian kommen auch noch zum Mittagsmahl, danach machen wir uns gemeinsam mit Michi Sumper auf den Weg in den Stadthafen von Aquileia. Er zeigt uns den neuen Standort der Taverna Marciana und es gefällt uns allen ! Maria Schukle kommt auch noch dazu und wir haben richtig Spaß in der Taverna. Wir müssen auch an den Heimweg denken und verlassen um 17:30 Uhr den Hafen von Aquileia und fahren direkt in den Heimathafen. Lustig und Unterhaltsam dieser Tag am Meer. Abends dann TV Programme gezappt und um 22:00 Uhr hab ich mich in die Koje gelegt.

02.10.16

Seit 03:00 Uhr Regen, Regen, Regen - alles ohne Donner und Blitz, dass wird dauern. Es ist kein Gewitter mit Wind welches über Grado fegt sondern ein ausgesprochener "Landregen" der langsam begonnen hat und nun mit gleicher Intensität dahinplätschert. ABER alleine der Gang zur Toilette in der Nacht oder am Morgen erfordert einen Umbau der Chicca, denn seitliches Aussteigen am Steg ist mit viel zu viel Knöpfen und Reisverschlüssen zu bewältigen, daher muss das Heck der Chicca freigeräumt werden und Ein und Ausstieg erfolgen über die Badeplattform. Da ist nur ein Zipp zu öffnen und man steht im Freien. Auch der erforderliche Regenschirm kann da deponiert werden und Kommen und Gehen ist einfach möglich. Zum Frühstück gehe ich heute nicht bei dem Wetter, mache mir an Bord meinen Kaffee mir meiner Nesprsso Maschine. Dazu gibt es Grissini und kein Brioche alla crema. Der Vormittag will einfach nicht vergehen, es ist langweilig wenn man nur an Bord sitzen oder liegen kann und das "Sauwetter" nicht mal einen Stadtbummel zulässt. Gegen 10:30 Uhr geh ich trotz Regen in die Stadt, treffe Nora und Bruno in der Bomben Bar. Danach spaziere ich durch die FUZO bis zum Pino, genehmige mir einen Gingerino, keine Bekannten da, also ab in den Supermarkt und eingekauft. Heute wird an Bord gekocht, Spaghetti al ragu, kein Problem mit meinem Gaskocher im Boot. Nach dem folgenden Mittagsschlaferl scheint plötzlich die Sonne, rauf auf's Rad'l und eine Runde gedreht. Auch ein Sonnenbad geht sich aus, ich genieße die 26° Lufttemperatur in der Sonne. Baden ist nur in der  Sonne möglich, das Wasser hat nur mehr 18° - das ist auch mir zu kalt. Dann geht es wieder auf die Chicca, ein kleines Abendmahl, ich habe noch Salami und Grissini an Bord, das muss heute reichen. Dann ist Fernsehen angesagt, denn die ersten dunklen Wolken ziehen schon auf. Schau ma Mal wie es wird, das Wetter heute Nacht.

03.10.16

Um 03:15 Uhr werde ich munter, es donnert und blitzt wie verrückt, die Regentropfen am Deck Vorschiff, unter dem ich ja schlafe, hören sich an wie ein Trommelwirbel. Es schüttet wie aus vollen Kannen. Das vorhergesagte Gewitter ist eingetroffen. Aber  im Vergleich zur letzten Nacht ist es in 2 Stunden vorbei, die Gewitterfront ist abgezogen aber dafür bläst jetzt die Bora und es ist saukalt. Ich muss die Luke schließen, es ist ungemütlich geworden. Der Schlafsack wird fest verschlossen und ich schlafe noch bis gegen 07:30 Uhr. Dann fahre ich mit dem Rad, dick vermummt mit langer Hose, Sweater und Anorak in die City zum Frühstück. Die Einheimischen kommen mir entgegen wie wenn eine Polarexpedition bevor stehen würde, alle dick eingehüllt in Mäntel und mit Hut, Kappe oder Kopftuch, auch Ohrenschützer sehe ich. Der Herbst ist da, die Saison ist gelaufen! Zurück am Schiff tauchen bald Christian und Seppi  auf, sie wollen die Bilge bei Christians Boot aussaugen, haben dafür im Baumarkt eine Pumpe besorgt. Nach erledigter Arbeit fahren wir in die Tegesto Bar auf einen Cappuccino, kurz darauf tauchen auch Helga und Dorli auf. Die Männer wechseln in die "Al Goto" Bar, dort soll eine rassige Farbige die Geschäfte leiten. Sie ist leider nicht da, aber wir und genehmigen uns einen Gingerino. Anschließend nach Pineta, Dorli und Helga haben gekocht, wir genießen Spaghetti al ragu auf dem Balkon und fahren danach mit Christians Boot nach Barbana. Wir sind das einzige Boot im Hafen, Magda macht auch in Ermangelung weiterer Gäste ihren Laden schon um 16:30 Uhr dicht. Geöffnet bleibt die Gastronomie in Barbana noch bis zum 23. Oktober, dann ist auch hier "fine stagione" ! Zurück aus Barbana gibt es noch einen Manöverschluck am Steg, Carmen und Wolfi tauchen auf, wir besprechen die weitere Vorgehensweise beim geplanten Bootskauf der Beiden. Danach gibt es noch Fachgespäche bei Pino mit Dorli, Carmen, Christian, Wolfi und mir - Alexander der "Drago von Grado" taucht auch noch auf und erzählt halt mal wieder eine Geschichte. Um 21:00 Uhr bin ich einfach müde und radle zurück zur Chicca, lange schaue ich nicht mehr ins TV Kastl, Licht aus, Gute Nacht.

04.10.16

Kalt ist es am Morgen als ich aus dem Schlafsack steige, 12° hat es am Steg, dazu Borino aber wolkenlos. Nach der Körperpflege geht es in die Bomben Bar zum Frühstück. Danach mache ich es mir in der Sonne bequem und träume so vor mich hin. Fabrizio weckt mich, wir gehen heute einBoot anschauen und Probe fahren, welches Wolfi eventuell kaufen möchte. Pünktlich um 11:00 Uhr kommt Claudio Trani der Besitzer der Kalura 23 und lässt uns anstandslos sein Boot besichtigen. Fabrizio mit Kennerblick weiß gleich was fehlt, Kleinigkeiten die aber gemacht werden müssen. Er verhandelt auch gleich mit ihm wegen des Kaufpreises und zählt auf was zu machen ist. Die Probefahrt verläuft ohne Probleme, Fabrizio gibt eine Kaufempfehlung ab, sagt aber dass die Einspritzdüsen gemacht werden müssen, eine Wasserpumpe erneuert gehört.  Auch da Verdeck ist neu zu machen, Antifouling wurde schon lange keines mehr gemacht und die Windschutzscheibe sollte auch erneuert werden. Wolfi möchte bis morgen überlegen und dann Bescheid geben. Danach fahren wir alle gemeinsam zur Insel Barbana und machen eine Tavolata mit Schopfkotelett, Polenta, Frico und Baguette. Dann gibt es von der Bar noch Kaffee und gegen 16:30 Uhr tauchen Giancarlo und seine Laura auf. Sie setzten sich zu uns und wir haben uns viel zu erzählen. Aber auch die schönen Tage vergehen und gegen 17:30 Uhr fahren wir zurück in die Marina. Wolfi und Carmen gehen Pizza essen, Dorli und Christian fahren nah Pineta, Baffi wartet und Helga mit Sepp fahren zurück nach Villach. Ich bleibe an Bord der Chicca und erledige mal wieder meine Schreibereien. Danach gibt es Fernsehen bis gegen 23:00 Uhr dann ist Bettruhe!

05.10.16

Saukalt, Bora, dunkle Wolken, Regentropfen - so hab ich den heutigen Tag nicht erwartet. Nach der erfrischenden Körperpflege geht es mit dem Rad zur Bomben Bar zum Frühstück. Dann wird Wetter im Internet gecheckt, schaut nicht optimal aus. Um 09:00 Uhr treffe ich mich mit Wolfgang, wir wollen heute den Sack zumachen und die Kalura 23 schnappen. Wir fahren zur Familie Trani und verhandeln mit Mutter, Tochter und dem Padrone, schließlich bekommen wir (Wolfgang) das Boot um den von uns vorgeschlagenen Preis. Dazu müssen wir aber schon um diese Zeit 2 Schnäpse  zu uns nehmen. Dann ist es amtlich, auch ein Rückgaberecht bei Osmose, wenn diese bis Mitte November festgestellt wird. Zurück im Hafen beginne ich mit dem Ausräumen der Chicca, heute geht es wieder zurück in die Heimat. Christian kommt und machelt noch ein wenig an seiner Marina. Mittag fahren wir gemeinsam mit Dorli zu Pino wo wir noch einmal Nudel und Fegato schlemmen. Gegen 14:00 Uhr beginnt die Heimfahrt mit 2 Stopps bei Autohändlern im Raum Gemona. Dann gibt es eine Stippvisite in Thörl Maglern in Christians Werkstätte. Hier steht auch sein Segelboot welches noch auf einen neuen Motor wartet. Bei Muttern in der Burgenlandstrasse laden sie mich ab und das Kapitel Grado ist für heuer so gut wie geschlossen. Ein Besuch wird noch
notwendig sein um die Chicca aus zu räumen und ein weiterer Besuch für die Servicearbeiten  und die winterfeste
Verpackung der Chicca zu machen. Wenn es das Wetter zulässt ist vielleicht auch noch eine Ausfahrt drin, aber alle Ziele rund um Grado haben bereits geschlossen, bzw. schließen um den 23.10.2016

FINE STAGIONE - diese Saison ist gelaufen!