Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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Frauen haben ihre Tage, wir Männer unsere Nächte

05.07.2017 15:05

 02.07.2017

Nur 2 Tage in Ossiach, Rasen gemäht, DJ Einsatz auf der MS Ossiach und Sonntag früh schon
wieder nach Grado, Wolfi nimmt mich mit, schon um 10:30 Uhr sind wir im Hafen
bei meiner Chicca. Abgedeckt, warm laufen lassen und ab zur Banco d'orio zum
Baden, 24° hat das Wasser der Himmel leider bewölkt, aber im Wasser ist es
herrlich. Bootsreinigung außen mit Bürste im hüfthohen Wasser ist angesagt,
auch ein Mittagsschlaferl geht sich aus, dann zieht es plötzlich zu, es ist
wirklich stark bewölkt. Die Wetter App sagt aber nichts von Regen, also
versuchen wir es in Barbana Platz zu bekommen, heute am höchsten Feiertag der
Insel, dem Perdon die Barbana. Wie jedes Jahr am ersten Juli Sonntag feiern die
Fischer von Grado und bringen die Madonnenstatue von der Kirche zum Hafen und
mit dem Boot zur Insel. Die Insel ist diesen Tag für private Boote gesperrt,
nur die geschmückten Fischerboote haben Anlegemöglichkeit. Nun aber am
Nachmittag sind die Feierlichkeiten vorbei und wir  bekommen einen Liegeplatz innen an der Mole.
Wir genehmigen uns einen Cappuccino, genießen auch ein Gelato und dann beginnt
es leider zu tröpfeln. Ich mache die Chicca dicht, wir fahren in die Marina
zurück. Angekommen, angelegt, Wolfi vertschüsst sich und es beginnt wirklich zu
regnen. Ich nutze die Gelegenheit und repariere meinen Motorraum, ein Stück des
GFK ist ausgebrochen und muss geklebt werden. Auch den Sattel meines Grado Bike
muss ich tauschen, habe einen von zu Hause mitgebracht und wechsle das gute
Stück am MTB. Dann gibt es eine Dusche, um 19:00 Uhr treffe ich mich mit Wolfi
in der Hosteria, dann wollen wir mal das al Pace probieren und dort eine Pizza
versuchen. Leider, Sonntag alles voll, kein Platz für uns, also gehen wir
weiter zur Pizzeria Piasalber und geben uns dort die Pizza. Danach noch
Kurzbesuch bei Lucy und Andrea, dann zu Pino und um 23:00 Uhr bin ich im Bett.

03.07.2017

Tagwache heute schon um 06:00 Uhr, rein in die Radlklamotten, mit Wolfi haben wir eine
Radltour vereinbart. Kleines Frühstück in der Tergesteo Bar, um 07:00 Uhr
starten wir Richtung Caneo, ich zeige ihm den Hafen von Punta Sdobba, dann die
Gemüsebauern in Fiumicello und über Aquileia zurück nach Grado - 52 Km - eine
schöne Runde. Dann fährt Wolf ins Appartement, wird sich wohl in den Whirlpool
schmeissen, ich starte die Chicca und fahr zur Banco d'orio zum Baden. Bis nach
15:00 Uhr bleibe ich am Bedeplatz vor Anker, dann ruft Fabrizio an und bittet
mich in den Hafen zu kommen, es gibt wohl nochmals Probleme mit Wolfis Boot,
die Verbraucherbatterie lässt sich nicht mehr laden. Dann ruft Toni, mein
Studienkollege an und droht mit seinem Besuch, er bringt Hildegard mit, eine Ex
Faschingsakteurin aus Treffen, die ich vom Sehen wohl kenne. Ich besorge den
Beiden noch schnell ein Zimmer bei Giorgio im Tripolis, dann sind sie auch
schon da. An Bord genießen wir die Sonnenstrahlen, ich dusche noch und dann
geht es gemeinsam in die Altstadt. Bei Lucy und Andrea nehmen wir ein
Abendessen ein, dann beginnt eine Altstadtralley mit Filomena, Patriarchi,
nochmals Lucy und Finale bei Pino...........

04.07.2017

In der Nacht hat es geregnet, ich habe nichts mitbekommen, nur als ich am Morgen zum WC will
ist die gesamte Pflicht nass! Ich hab die Chicca nicht abgedeckt, es war in
keiner Wetter App etwas von regen zu erwarten, jetzt schwimmt der Teppich im
hinteren Teil des Schiffes. Na ja, Ventil auf, Wasser abrinnen lassen, Polster
trockenwischen und das mit Kopfweh vom 3. Santonego! Frühstück heute daher erst
etwas später, aber das Radeln am Morgen zur Tergesteo Bar tut meinem Kopf gut,
das Brioche alla crema ist perfekt und der Cappucco schmeckt hervorragend. Den
heute geplanten Besuch beim Weinbauern werde ich aber noch überdenken. Gegen 10:15
Uhr kommen Hildegard und Toni zum Boot, wir fahren zum Baden zur Insel Banco
d'orio und wollen Mittag im Nettuno in Aquileia essen. Herrliche Ruhe beim
baden, wir sind das einzige Boot weit und breit, um 11:30 Uhr starten wir
flussaufwärts, der Natissa entlang nach Aquileia, ins Hafenrestaurant da
Nettuno. Der Blick hier von der Terrasse auf den Hafen ist einzigartig, genau
so wie das Essen hier, solche Portionen bezeichnen wir in unserer Heimat
Kärnten als "Tockanportion" und die Qualität der Speisen ist einfach pefekt! Es
folgt was folgen muß, ein Mittagsschlaf mit vollem Bauch an Bord, ich in der
Koje bei geöffneter Luke, die Gäste in der Pflicht, am Vorschiff ist es einfach
zu heiß. Gegen 15:00 Uhr fahren wir noch einmal in die Lagune zum Baden,
leichte Strömung hier vor der Insel San Pietro d'orio, ich werfe die
Schwimmleine zur Sicherheit aus. Dann folgen Gespräche mit Toni über die
letzten Berufsjahre und die Erkenntnis, dass es nichts schöneres gibt als die
Pension, danach Kurs wieder Richtung Heimathafen. Die Beiden Gäste vertschüssen
sich, ich bringe die Chicca wieder auf Vordermann, dann kommt Wolfgang von der
Insel Barbana zurück in den Hafen. Wir duschen beide (nacheinander) im Hafen
und ab geht es zum Weinbauern nach San Piero. Kostproben von Tartini und
Weißwein - aber nur kurz, denn der Weinbauer schließt schon um 19:30 Uhr. Wir
suchen uns was Alternatives und finden eine Bar in einem riesigen Garten, in
der Nähe der Baracca del pesce in Turriaco. Hier in der Bar der "Essenza del
carso" eine Art Genossenschaft, gibt es eine Gartenanlage mit Musikbühne, wo es
auch Live Konzerte gibt. Der Weißwein ist ein Gedicht, 5 Sorten Bier gibt es im
Angebot und eine Portion Orzo con aglio, olive e pomodorini ist heute das Abendmahl.
Auch einen "Santoneggra" gibt es hier, ähnlich dem Santonego in Grado, nur
wesentlich milder mit 32% Alkohol. Nur das Starten und Landen der Flieger stört
hier ein wenig, wir sind direkt in der Einflugschneise des Flughafens von Ronchi.
Am Heimweg dann noch ein Abstecher in die Helmbar in Aquileia und es ist schon
wieder Zeit in die Koje zu kriechen........

05.07.2017

06:00 Uhr aufstehen, Zähne putzen, Goldwing satteln und ab in die Tergesteo Bar zum
Frühstück, danach blase ich in 1 ½ Stunden mit meiner Wing bis Tarvis. Dort
gibt es noch einen Macchiato an der alten Grenze, in Tarvis ist alles noch
geschlossen. Dann sind einige Erledigungen gleich eingeplant, Brille holen,
Hausarzt aufsuchen, Überweisung holen, dann zum Röntgen, scheinbar hab ich doch
eine Rippe angeknackst bei meinem letzten Sturz vor 2 Wochen. Danach geht es
nach Hause und der Alltag hat mich wieder, Mittagessen, ruhen, Gewitter schaun
und Tagebuch schreiben!