Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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Herbstwochenende

16.10.2017 15:09

14.10.2017  Einmal mehr möchte ich ans Meer, die Chicca
liegt seit 2 Wochen unbewegt im Hafen von Ricco di Prosperi und wartet auf den
Capitano. Um 07:30 Uhr starten wir unseren Honda und ab nach Grado, schon um
10:00 Uhr sind wir am Mercato und staunen wie wenig "Standler" jetzt in der
Nachsaison hier verkaufen, trotzdem schlage ich zu, Socken im 6er Pack um €
3,00 und schöne, große Edelkastanien, Maroni aus dem Piemont, das Kilo um fast
€ 10,00 aber ich will sie! Dann ein Cappuccino in der Bar Tergesteo bei Kati,
danach zum Boot, das Meer ist spiegelglatt, kein Wind, Sonne vom wolkenlosen
Himmel. Starten auch kein Problem nach den 14 Tagen und wir cruisen zu unserer
Lieblingsinsel - Barbana, heute nochmals Mittagessen im Ristorante Pellegrino
bei Magda. Sie freut sich dass wir kommen, eh am letzten Abdruck, am 22.10.2017
schließen sie heuer die Bewirtung in der Mensa. Wir genießen herrliche Cozze im
Tomatensud mit viel Knoblau und danach panierte Sardinenfilets mit Pommes, dazu
einen Salat, etwas Wein, Wasser und Cafe. Danach sind wir müde und fahren mit
der Chicca nach Belvedere wo wir in der Sonne ein Mittagsschlaferl abhalte.
Gegen 14:30 Uhr brechen wir auf, zurück in den Heimathafen, Arbeit wartet, die
Chicca wird heute von allen Polstern, Decken, Matratzen und elektrischen
Geräten befreit. Die Polster werden eingeschweißt in Folie, die technischen
Gerätschaften kommen in die mitgebrachten Stapelboxen, alles zusammen landet im
Kofferraum unseres SUV. Voll bis zur Halskrause beladen wollen wir ins Hotel
fahren, bekommen wir Besuch von Helmut, meinem Cousin. Er wollte schauen ob wir
noch aktiv mit dem Boot unterwegs sind und wir plaudern über seine vielen
Anzeigen welche er bekommen hat in Grado, weil er als Wohnungsbesitzer
vergessen hat, sich eine Einfahrtsgenehmigung zu holen! 12 Anzeigen hat er
bekommen, a € 91,00 da kommt schon ein schönes Körberlgeld zusammen, er hat mit
dem Bürgermeister gesprochen, es wird sich wohl eine "Sonderregelung" finden,
ich wünsche es ihm! Dann Zimmerbezug im Hotel "Citta di Trieste", duschen,
ausrasten, Cafe trinken und ab zum Weinbauern in San Nicolo, der Keller vom Schwager
braucht Nachschub. Dann gönnen wir uns ein Abendessen im Agriturismo "Zorat",
versuchen die Minestrone "Orzo con patate" und danach Tagliatelle con Salsicce
e Radicchio sowie ein Perlhuhn mit Artischocken - perfekt ! Zurück in Grado
treffen wir noch Ferdl bei Lucia im wine&gourmet und lassen den Abend
ausklingen. Um 22:00 Uhr ist tote Hose in Grado, auch die Geschäfte sind alle
schon seit 19:30 Uhr geschlossen, keine einzige Eisdiele hat geöffnet, man
merkt die Saison ist gelaufen.

15.10.2017  Frühstück im Hotel mit Automaten Kaffee, daher
sofort danach in die Bar Bomben auf ein edles Heißgetränk, wie wir es mögen.
Grado liegt heute Morgen in einer dicken Nebelsuppe, die Sicht liegt unter 100
Meter, es ist feucht und unfreundlich, kalt. Wir fahren in den Hafen unsere
Fahrräder sind noch zu verladen. Ich montiere den Radträger und die 2 Bikes und
starten gegen Norden, Ziel Villa Santina wo heute wieder das Stadtfest statt
findet. Gianni hat uns eingeladen, wir kommen direkt aus Grado, Melcher's und
Meier's reisen gemeinsam aus Villach an. Schon 3 km vor Villa Santina gibt es
Stau und kein weiter kommen, wir biegen ab und fahren auf Schleichwegen in den
Ort, finden auch gleich einen Parkplatz und stürzen uns ins Marktgeschehen.
Vergleichbar mit dem St.Veiter Wiesenmarkt gibt es hier alle Jahre dieses Fest
über 3 Tage mit vielen, vielen "Standlern" und einem riesigen Vergnügungspark.
Gianni hat wieder aufgekocht für eine Fußball Mannschaft, wir starten mit
Karstschinken, Salami, Käse und saurem Gemüse, es folgen "Jotta" eine
slowenische Krautsuppe mit  Kochwürsten
und als Hauptgericht heute ein "Kaiserfleisch" im Strudelteig mit
Schwammerlsauce, dazu alles was der Keller zu bieten hat, wir schlemmen 3
Stunden! Danach muss ein Verdauungsspaziergang sein, führt uns aber wieder zu
den diversen Anbietern von Cafe, Ribolla (frischer Sturm) und Strudel etc.
wieder zurück bei Gianni in der Wohnung gibt es wieder "Hausgemachtes" in
flüssiger und fester Form - ich könnte rollen! Gegen 18:30 Uhr starten wir die
Heimfahrt nach Ossiach, das Auto wird noch ausgeladen, aber dann ist nur mehr
Couchrelaxing angesagt, ein Tatort wird noch reingezogen, dann nur mehr ins
Bett!