Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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Kroatientörn 2018

01.07.2018 16:54

17.06.2018 Es war wieder eine
kurze Nacht, bis 02:00 Uhr habe ich am Schiff MS Ossiach die goldene
Hochzeitsparty der Familie Forster bespielen dürfen daher starten wir erst
gegen Nachmittag unsere Anreise nach Grado. In der Citta Fiera lösen wir noch
Gutscheine ein und holen uns im Iper Markt die letzten Bordverpflegungen für
den Kroatientörn. In Grado wird dann die Chicca mit allem beladen, wahnsinnig viel
Stauraum wird mit Getränken gefüllt, die Lebensmittel wandern unter das Bett,
der Tiefgang der Chicca hat sich um 3 cm erhöht. Dann wollen wir bei den
Carabinieri ausklarieren, der "nette" Beamte sagt wir sollen morgen kommen,
scheinbar läuft im TV gerade ein Film den er sehen möchte, und er verweist uns
vom Büro. Nach einer Dusche geht es dann in die City und wir treffen uns mit
Barbara und Andreas den "Winzern" aus NÖ, die ich schon viele Jahre kenne und
die immer bei Giorgio neben der Filomena Bar wohnen. Um kurz vor Mitternacht
geht es ab ins Bett, morgen starten wir nach Kroatien.

18.06.2018 Gleich nach dem
Frühstück in der Tergesteo Bar fahren Christian und ich zu den Carabinieri und
klarieren aus, heute ein sehr netter Beamter, er gibt uns auch gleich ein
deutsches Formular, damit wir nichts falsch ausfüllen. Ein weiterer netter
Beamter fragt uns über unseren Liegeplatz in Grado und unsere Reiseroute,
später treffen wir diesen Polizisten mit dem neuen Carabinieri Boot bei der
Ausfahrt von Grado und grüßen uns wie alte Freunde - es geht auch so! Das
Wetter ist eigentlich ideal für die Überfahrt der Triestiner Bucht, nach etwas
mehr als 2 Stunden erreichen wir Savudrija und klarieren dann um 12:45 Uhr in
Umag ein. Ein Schweizer der auch aus Italien einreist beschert uns dann eine
Wartezeit von einer Stunde, weil der hat fast nichts vorbereitet und muss
mehrmals zurück zum Boot erforderliche Papiere holen, hier gilt die Devise
"Einer nach dem Anderen" und erst als er fertig ist kommen wir dran. Christian tankt
noch seine "Marina" voll, dann starten wir den 2 Teil der ersten Etappe, ein
Badestopp in der Bucht Veli Puntal bei Karigador muss sein, dann fahren wir
vorbei an Novigrad zum Etappenziel von heute in Cervar Porat. Leider hört die
Marina unsere Funksprüche nicht und wir müssen uns mit dem Telefon anmelden,
bekommen 2 Plätze an 2 verschiedenen Stegen, aber es sind Schwimmstege und das
ist gut so, weil hier ist der Tidenhub mehr als einen Meter und wir hatten in
der Vergangenheit schon unsere Probleme an der Hafenmauer. Ein vorzügliches
Abendessen gibt es dann im Hafen, Fischplatte für 2 Personen um € 33,00 mit
allem was das Herz begehrt, dazu ein vorzüglicher Wein, der erste Abend ist
schon mal begleitet von einem Super Sonnenuntergang. Ein Gute Nacht Drink muss
auch noch sein, dann ist Bettruhe angesagt.

19.06.2018 Gudrun geht in die
Bäckerei und trinkt einen Cappuccino im Hafen, ich hole Schreibarbeiten nach
und mache mir meinen Kaffee an Bord. Die heutige Route wird noch einstudiert,
mögliche Badeplätze gesucht und um 09:00 Uhr starten wir unsere 2. Etappe nach
Pula, in den Stadthafen. Spiegelglattes Wasser, wolkenloser Himmel, so stellen
wir uns Boot fahren vor. Erster Badestopp schon nachknapp 1 ½ Stunden in
Funtana, herrliches Wasser, leichte Brise, wir ankern auf knapp 2 Meter
Wassertiefe. Es führt uns der Weg weiter nach Rovinj wo wir uns den neuen Hafen
anschauen wollen, alles noch Baustelle, KEIN Schiff im Hafen, das Hotelprojekt
noch ohne Fenster, wird sicherlich alles erst 2019 fertig werden und in Betrieb
gehen. Wir machen noch einen Badestopp im Bojenfeld vor der Hotelanlage und
fahren weiter gen Süden, nächster Halt die kleine Insel Kolona wo wir Ankern
und an Bord grillen, es gibt Kottelet und Polenta mit gemischtem Salat, ein
Traum dieser Tag. Santonego als Verdauungshilfe, es folgt ein
Mittagsschläfchen. Weil's so schön ist bleiben wir bis 16:30 an diesem Platz
und kommen letztendlich gegen 18:00 Uhr im Stadthafen von Pula an. Im Hafen
treffen wir Franz Brosch, einen ehemaligen Lieferanten aus SPAR Zeiten, er ist
auf Besuch in Pula und sucht einen Freund, bzw. dessen Boot im Stadthafen. Wir
machen alle zusammen, die Besatzung der "Marina" und wir Beide einen
Stadtbummel mit Einkehrschwung, um Mitternacht sind wir wieder im Hafen und
gehen zu Bett.


20.06.2018 Die Bora macht
sich bemerkbar, es bläst schon um 06:00 Uhr mit 3 - 4 Bft., mal schauen was uns
heute erwartet. Für Freitag ist ja ein markanter Wetterwechsel angekündigt,
sind das schon die Vorboten? Der Wetterbericht für heute ist an und für sich
nicht so schlecht, schau ma Mal! Am Morgen wird erstmal getankt in Pula, dann
verlassen wir den Stadthafen und tuckern entlang der Küste bei flachem Wasser
Richtung Leuchtturm Pomer. Die Bora bläst ordentlich, aber im Lee der Insel
Istrien kommen wir gut voran. Dann nach dem Leuchturm ändert es sich aber
rasch, der Wind ist noch stärker geworden und die Wellen sind schon an die 2
Meter hoch als wir das Kap Kamenjak umfahren. Wir steuern in die Portic Bucht
und legen dann den Anker und es beginnt ein wunderbarer Badetag. Auch wir an
Bord wieder ein Snack eingenommen, Mittagsschlaferl, Baden - heute lassen wir
es uns gut gehen. Nach 14:00 Uhr schläft der Wind dann ein und es ist windstill
in der Bucht, Zeit wieder einmal Taucherbrille und Flossen aus zu packen und im
türkisen, glasklaren Wasser nach Fischen Ausschau zu halten. Erst nach 16:00
Uhr treten wir die Fahrt zur Marina Pomer an, wir bekommen 2 Plätze am selben
Steg, allerdings 8 Boote auseinander. Nach der Dusche begeben wir uns über die
Insel zur "Fischbude" Scuza und genießen Calamari, Muscheln und Sardinen, mit
Knoblauchbrot und kühlem Wein, der Sonnenuntergang ist mal wieder kitschig
schön und die Zeit verfliegt rasch, es ist 23:00 Uhr als wir wieder in der
Marina eintreffen und zu Bett gehen.

21.06.2018 Heute mal
gemütlich Frühstücken, es treibt uns nichts, heute haben wir alle Zeit die wirt
brauchen. Um 10:00 Uhr starten wir den Motor und machen mal eine Premanturski
Runde in der Bucht vor Medulin, und fahren dann wieder in die Portic Bucht zum
Baden. Gegen 13:30 Uhr prüfen wir nochmals die Anker und machen uns alle
zusammen auf einen Fußmarsch zur Safari Bar, lustigem Gepäckstransport
inklusive und sind nach 30 Minuten dort. Herrlicher Rundblick über das ganze
Kap Kamenjak und traumhafte Cevapcici sowie Gyros genießen wir hier in diesem
"Naturparadies" mit selbst gebauten Möbeln und getrockneten Olivenzweigen als
Sonnenschutz. Ein herrliches Lüfterl sorgt für den Klimaanlagen Effekt, hier
lässt es sich aushalten. Der Fußmarsch zurück bei mehr als 30° ist nicht
einfach aber die Portic Bucht bietet dann die Abkühlung die wir brauchen, erst
nach 17:00 Uhr fahren wir zurück in die Marina Pomer. Nach der Körperpflege
gibt es noch ein paar Drinks im Marina Restaurant um 22:00 Uhr sind wir in den
Federn. Leider gibt es auf 2 Booten heute Remmidemmi und an Schlaf ist nicht zu
denken, Gudrun geht nach Mitternacht raus und ersucht die "netten" Nachbarn
doch das Geschnattere ein zu stellen, erst danach kehrt Ruhe ein.

22.06.2018  Schwere Gewitter in der Nacht über Pomer,
dazu starker Wind und Wassereintritt in der Chicca! Da es aber zu fest schüttet
kann ich nichts dagegen tun als den Mülleimer und meine beiden Utensilien Boxen
unter zu stellen, gegen 07:30 Uhr beginnt es auch bei der Luke im Vorschiff,
unserem Schlafzimmer zu tröpfeln. Ich muss raus und meine Plane über der Luke
befestigen, in der Pflicht ist zwar der Teppich nass, der trocknet jedoch
wieder und die Entwässerung habe ich auch auf gemacht, das eindringende Wasser
kann abrinnen. Frühstück heute ohne Kaffee im Boot, die Nespresso Maschine hat
den Geist aufgegeben, den Cappuccino gibt es erst danach im Marina Restaurant.
Um 11:00 Uhr fahren wir alle 6 Törn Teilnehmer mit einem Kleinbus nach Pula ins
Stadtzentrum, am Boot ist es einfach ungemütlich heute. Dann folgen ein
Marktbummel mit Einkauf vom frischen Obst und Gemüse, ein Besuch der Fischhalle
und ein Mittagessen bei frischen 18° im Gastgarten, mit Jacken und Pullover. Es
folgt ein Aufstieg zum Kastell von Pula wo man einen herrlichen Ausblick über
die Bucht von Pula hat. Es fängt leider schon wieder zu regnen an und fahren
mit dem öffentlicen Linienbus zurück nach Pomer in unsere Marina. Erst gegen
17:00 Uhr hellt sich der Himmel und im nu ist es sonnig, die Bora bläst aber
trotzdem mit sicher 7 Bft, das Wasser in der Bucht von Pomer "kocht" kein Boot
am Wasser ! Ich mache einen Motorcheck bei meiner Chicca und hoffe morgen
wieder ausfahren zu können. Den Abend verbringen wir gemeinsam in der Konoba
Miramar, leider sind die Fleischspieße und das besonders schmackhafte
Pleskavica nicht mehr vorrätig, also müssen es Cevapcici sein, Helga nimmt eine
Pasta und Gudrun einen griechischen Salat. Den Abschluss machen wir heute an
Bord der "Marina" mit einem selbstgemachten Zirbenen und Verkostung der am
Markt in Pula erstandenen Travariza und Marillenschnaps. Bettruhe gegen 22:30
Uhr.

23.06.2018 In der Nacht ist
der Wind fast eingeschlafen aber am Morgen bläst sie wieder die Bora, wenn auch
nur mehr mit 3 - 4 Windstärken, soll aber laut Windfinder noch abschwächen,
also verlegen wir die Auslaufzeit und sind so gegen 11:00 Uhr am kritischen
Punkt Kap Kamenjak, von dort können wir uns auf Lee der Halbinsel Istrien nach
Vrsar, dem heutigen Tagesziel zuwenden und hochkämpfen, heute ist ja das
Altstadtfest in Vrsar. Zuerst gibt es aber einen Badestopp, nachdem wir das Kap
umfahren haben steuern wir in die Soline Bucht und kochen an Bord herrliche
Spaghetti mit gemischtem Salat für alle, dann Mittagsruhe, Baden und als wir
die Anker lichten wollen, bemerkt Christian, dass sein Anker sich irgendwo auf
Grund verhedert hat. Also rein in die Flossen, Taucherbrille auf und
abgetaucht, es hat knapp 4 Meter Wassertiefe und ich kann den Anker schnell
freilegen. Er hat sich bei einer wohl illegal versenkten Badeplattform, die auf
Grund liegt verkeilt gehabt. Dann beginnt eine fast 4 stündige Fahrt nach Vrsar
wo wir kurz vor 19:00 Uhr eintreffen. Dann habe ich eine dringende Reparatur an
Bord zu erledigen, der Schalter der Bilgenpumpe ist defekt und ich muss den
Schalter tauschen, mehr Sorgen macht mir der Wassereintritt bei der
Ruderanlage, scheinbar ist das Lager defekt und der Dichtungsring kaputt. Mit
einer Portion Fett versuche ich es notdürftig zu lösen, reparieren kann ich es
nicht, die Gefahr dass etwas bricht ist durch den vorhandenen Rost gegeben und
möchte ich nicht riskieren. Danach Duschen und ab zum Altstadt Fest. 50 Kuna,
ca. € 7,00 beträgt der "Eintritt", dafür bekommt man ein Armband welches zur
Konsumation von "Krautfleckerl" und Wein berechtigt - unbeschränkt -
wohlgemerkt! Wahnsinn, live Musik von 3 Folkloregruppen, Feuershow und viele
bekannte Gesichter finden wir beim Fest. So sind natürlich da die Familie
Gritznig aus Treffen die schon 30 Jahre hier urlauben, dann treffen wir Magic
Felix mit Familie und der Abend verfliegt im Nu, ach ja die Gläser welche man
zum Wein bekommen hat darf man mit nehmen! Erst nach Mitternacht hört die Musik
auf, getanzt habe ich Tanzmuffel sogar, weil diese Musik war ein Hammer, das
Finale bestritten alle 3 Gruppen gemeinsam. Es ist schon dunkel als ich durch
Vorstadts Strassen heimwärts zieh..........

24.06.2018 Heute steht ein
gemütlicher Badetag am Programm, nach dem Frühstück geht es in eine der Buchten
zwischen den vorgelagerten Inseln von Vrsar. Vor der Halbinsel Skolijc baden
wir das erste Mal, zu Mittag wechseln wir in die Bucht vor der Insel Cavata und
bleiben bis nach 17:00 Uhr am Anker liegen, es wird geschnapst (Kartenspiel -
nicht trinken) die Zeitung in Ruhe gelesen, gejausnet und relaxt, dazwischen
immer wieder ins Wasser zur Abkühlung. In der Marina zurück ein Eiscafe und ein
Macchiato Mali in der Bar Velum, dann duschen und ab ins Restaurant "La rosa 2"
auf herrliche Trüffelnudel mit frischem Trüffel, gefüllte Calamari, gegrillte
Leber, Hausplatte, Salat nicht alles aber alle haben wir das genossen. Den
Abschluss dann mit einem Gelato vollbracht bevor es wieder zum Altstadt Fest in
Vrsar geht. Es ist wieder Mitternacht bis wir in die Federn kommen, aber es war
wieder ein Traumtagerl in Kroatien.

25.06.2018 Die
Wettervorhersage stimmt leider, wieder ein Regentag in Kroatien, wir machen
aber das Beste daraus und gehen erst einmal super Frühstücken in die Bar Velum,
dann an Bord Schreibarbeiten erledigen und Motorcheck, bei der Ruderanlage dringt
leider noch immer Wasser ins Boot ein, das Fett dichtet leider nicht wie
erhofft, bis Grado muss es noch halten dann werde ich das Lager und den
Simmaring tauschen. Dann die nächste Überraschung, die Marina Leute kommen zu
mir und ich muss den Liegeplatz wechseln und das bei strömenden Regen, das ist
lustig! Von F 34 auf G 20 muss ich wechseln, da ist auch eine Hafenrunde
erforderlich und es macht richtig Spaß - nein nicht wirklich. Das ganze Boot
ist in der Pflicht nass und muss wieder trocken gelegt werden, auch muss die
Persenning wieder geschlossen werden den der Regen hört leider nicht auf. Dann
machen wir einen Spaziergang und einen kleinen Frühschoppen bevor es zum
Mittagessen geht, heute in einer Fischbude, Srdela, die alle Stückerl spielt und
wir essen hervorragend Goldbrasse mit Mangold und Krautsalat. Es folgt was
folgen muss, ein Mittagsschlaferl von 2 Stunden, bei dem Regen einfach gut. Um
17:00 Uhr kommt die Sonne zurück nach Vrsar und ich mache einen Stadtbummel bis
zur Kirche und an der Ostseite zurück, bin 1 ½ Stunden unterwegs. Zurück im
Hafen plaudern wir mit unserem neuen Liegeplatz Nachbar, Dr. Günther Zmugg der
auch wieder viele Insider Tipps für uns hat. Am Abend nochmals ein Spaziergang
zur Srdela, den Schnaps abholen den wir bestellt haben - 1 Liter Travariza um
100,00 kn - aber HAUSGEMACHT und besonders gut! Der Stadtbummel endet gegen
23:00 Uhr und wir hängen noch einen Tag an in Vrsar, weils so schön ist!

26.06.2018  Frühstück an Bord, Kaffee in der Hafenstadt
um 09:50 Uhr starten wir einen "Badetag" de luxe, fahren erst mal in den Limski
Fijord zur Piratenhöhle und haben Glück ein Platz zum Anlegen wird gerade frei
als wir ankommen. Ich lege an, Christian legt sich längsseits und wir steigen
auf zur Piratenhöhle, genießen ddie Aussicht und einen Prosecco, nicht ganz
billig hier aber schön. Diverse Fotos müssen einfach sein bevor es in die Kriz
Bucht zum Baden geht. Wir legen die Anker und unsere beiden Boote werden
verbunden und es gibt Mittagessen an Bord, Thunfischsalat mit frischem Brot,
herrlich. Bis 16:00 Uhr bleiben wir in der Bucht und fahren dann zum  Campingplatz                               Kovasada wo wir Regine und
Herbert Gritznig, ex Prinzenpaar vom Treffner Fasching, besuchen. Herbert hat
in der kleinen Marina 2 Plätze für uns organisiert und wir können anlegen, sind
die einzigen die bekleidet am FKK Gelände auffallen. Wir werden verwöhnt in der
Villa Regina mit Kaffee, selbst gebackenen Golatschen, Bier, Osso Collo und
Käse aus der Produktion des Marinaio von der kleinen Marina. Wir bleiben bis
19:00 Uhr auf der Landzunge und wollen dann Delfine sehen, lege ab und folgen
den Ausflugsbooten. Leider heute nicht - plötzlich beginnt die Bora zu blasen,
im Nu kocht das Wasser hier ca. 2 sm vor Vrsar, ich drehe ab und nehme Kurs auf
Vrsar und bin froh dass ich ohne Mühe zwischen 2 Booten einfädeln kann. Es
folgt die Körperpflege und ein Super Essen in der Konoba Fancita, Fleischberge
mit Pommes und Gemüse, das verlangt einen "Verdauer" und es ist schon wieder
fast Mitternacht als wir zum Steg kommen und in der Chicca zu Bett gehen.

27.06.2018 Frühstück bei
Sonnenschein in Vrsar, leichte Bora mit 6 Knoten, wir haben heute die Fahrt
nach Cervar Porat geplant, wollen aber sicher 2 x Badestopps einlegen und wenn
möglich in Porec einen Kaffee trinken. So der Plan, wir starten nach Zahlung
der Liegeplatz Gebühr pünktlich um 10:00 Uhr. Am Meer bläst die Bora gleich mal
mit 4 Bft und es hat kurze harte Wellen als wir der Küste entlang tuckern,
vorerst ist an Baden nicht zu denken. Kurz vor Porec zieht der Himmel zu und
der Wind schläft ein, wir legen in Porec an und machen einen Stadtbummel.
Kurzer Mittagssnack in einer Pizzeria, dann 70 Kuna fürs Parken der Chicca
bezahlen und weiter geht die Fahrt in die Busuja Bucht, die liegt windstill und
wir baden dort, der Himmel ist wieder blau, das Wasser türkis, herrlich! Dann
ein Mittagsschlaferl und um 15:00 Uhr starten wir wieder den Motor, wollen nach
Cervar Porat. Schwere Gewitterwolken stehen am Himmel, der Wind wird immer
stärker, ich muss die Liegepolster am Vorschiff mit einem zusätzlichen Gurt
niederspannen um sie nicht zu verlieren. Gudrun übernimmt das Steuer und ich
mache die Chicca während der Fahrt dicht. Christian fährt in den Hafen von
Novigrad und will dort das Gewitter abwarten, wir tuckern weiter aber schon mit
neuem Ziel Umag. Da das Wetter für morgen nicht sonderlich gemeldet wird wollen
wir den Tag lieber in  Umag als in Cervar
Porat verbringen. Wir fahren durch das Gewitter, Regen bekommen wir fast keinen
nur Wind und Wellen mit fast 3 Metern sind ein Problem für unsere Chicca die
ganz wild schaukelt. Wir erreichen Umag und bekommen einen Eckplatz hinter der
Einklarierungsstelle, den Abend verbringen wir in der Marina bzw. im Boot,
Nachtruhe um 23:00 Uhr.

28.06.2018 Überraschung am
Morgen nach dem Öffnen der Heck Persenning, fast 2 Meter beträgt der
Höhenunterschied zwischen Mole Oberkante und unserer Plattform am Heck der
Chicca. Was tun, sprach Zeuss, eine Sonderkonstruktion aus Belegleine und
Ruckdämpfer ersetzt eine Strickleiter und nur so kommen wir von Bord um auf die
Toilette zu gehen. Morgensport ist Mord ! Danach gibt es ein Frühstück an Bord,
das Wetter ist heute bedeckt und es ist Regen vorher gesagt. Wir warten erst
einmal ab und spazieren dann gegen 10:00 Uhr in die Altstadt von Umag. Die
Ladies gehen shoppen, Christian ist solo unterwegs, Seppi sucht einen Bankomat,
also nehm ich erst einmal einen Macchiato malo und genieße die Aussicht im
Hafen von Umag. Danach spaziere ich durch die Gassen, fernab von den Touristen
Lokalen  um ein nettes Lokal zu finden wo
wir heute zu Mittag speisen können. Westlich vom Hauptplatz finde ich dann eine
kleine Konoba, "Kaleta" die wir dann später auch besuchen. In der Zwischenzeit
inspeziere ich auch den unbekannteren Teil von Umag, find allerdings nichts
erwähnenswertes. Pünktlich um 12:30 Uhr treffen wir uns vor dem Kirchturm und
essen in der erwähnten Konoba ausgezeichnet zu Mittag, auch Gerichte die man
sonst nicht bekommt, wie Champignons überbacken, oder Fusili bzw. Gnocchi mit
einem Ragu aus Speck und Champignons, sehr zu empfehlen. Dann erfolgt die
Rückfahrt mit dem Bummelzug zur Marina und das wohl verdiente Mittagsschlaferl.
Später am Nachmittag schlagen die "Schnapser" wieder zu und spielen an die 20
"Bummerl" an der Kaimauer. Abendjause an Bord und dann nochmals in die Stadt,
wir genießen eine Vorführung einer slowakischen Tanzschule und schlendern noch
einmal durch die engen Gassen von Umag. Danach geht es zurück in die Marina und
ab in die Kojen, es ist schon wieder fast Mitternacht.

29.06.2018 Extremer
Niedrigstand im Hafen, die konstruierte "Leiter" ist fast zu kurz um in der
Früh um 06:00 Uhr aus dem Boot zu kommen. Gegen 08:00 Uhr ist es leichter und
wir gehen in das Restaurant Lido im Hafen auf ein Abschieds Frühstück und
bezahlen im Office der Marina unseren Liegeplatz. Dann ausklarieren, tanken und
die Rückfahrt nach Grado beginnt. Das Meer ist ruhig und nur 4 Knt Wind, ich
denke es wird eine schöne Überfahrt. Fabrizio mein Mechaniker erwartet unsere
Chicca um 14:00 Uhr im Heimathafen Grado um sich ein Bild zu machen wie es mit
meinem Defekt an der Ruderanlage (Steuer) aussieht. Wir sind schon kurz nach
12:00 Uhr angeleint im Heimathafen und das große Reinemachen beginnt, alle
Teppiche raus aus dem Boot, die Pflicht wird gewaschen und gewischt, auch kommt
alle was nicht mehr an Bord benötigt wird an Lebensmitteln wieder ins Auto.
Auch eine komplette Außenreinigung an der Chicca wird gemacht, die Fenster
geputzt und die Persenning abgespritzt. Pünktlich erscheint Fabrizio und
inspeziert den Schaden an der Ruderanlage, ein neues Kugellager muss her, der
Simmaring wird getauscht und auch den Deckel vom Kühler nimmt er mit und wird
versuchen einen anderen zu bekommen, scheinbar verliere ich Kühlflüssigkeit
deswegen, weil der "Tapo" nicht richtig abdichtet. Er wird die Teile besorgen
und während meiner Abwesenheit die Reparatur erledigen und ich hoffe es passt
dann wieder alles. Gudrun hat noch einen Friseurtermin bekommen, den sie auch
nutzt und ich erledige die neue Installation vom TV an Bord, mach Platz für die
neue Kaffeemaschine und die Zeit vergeht. Ein Stadtbummel am letzten Tag vor
der Sommerpause in Grado muss auch noch sein, dann fahren wir zum Lorenzon Wein
Nachschub für zu Hause holen. Dann freuen wir uns auf einen Hugo, leider hat
der "Gandin" heute geschlossen und so wollen wir ein neues Haus testen, den
Agriturismo Pietrabianca, aber die Freude ist nur kurz, eine wirklich
unfreundliche Kellnerin erreicht es im Nu uns zu verärgern und wir verlassen
das Haus. Bei den Kollegen vom "Essenza del carso" ist es umgekehrt, wirklich
nette Leute bedienen hier, wir nehmen einen Himbeer/Holler Spritzer mit
Prosecco und 2 Tartini, lassen es uns gut gehen und steuern dann unser
Lieblings Lokal das Nettuno an, hier wollen wir den letzten Abend vor der
Sommerpause verbringen. Machen wir bei ausgezeichnetem Essen, feinem Rotwein
und anschließend noch ein Spaziergang in der Altstadt von Grado mit Besuchen in
der Filomena und in der "Il Goto" Bar, dann ist Bettruhe!

30.06.2018
Frühstück in der Bomben Bar, dann erkundigen wir uns ob Fabrizio heute noch was
erledigt am Boot, er verneint und wir packen die letzten Utensilien ins Auto,
ab zum Markt, wir brauchen noch Gemüse, Obst und Fricco für zu Hause, am
Heimweg noch Fleisch Einkauf in Terzo und den Abschluß der Frühjahrssaison
machen wir im GH Wallner in Arnoldstein, von der Leberknödelsuppe habe ich
sogar schon in Kroatien geträumt............ Aus die Maus, jetzt folgt die Sommerpause
von Grado, am wunderschönen Ossiacher See, mit Bergtouren, Wanderungen,
Schwimmen im See und der einen oder anderen Motorradtour bis Ende August, dann
zieht es uns wieder nach Grado!