Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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letzte Woche vor den Ferien

30.06.2019 05:41

22:06.2019

Am Morgen ist vom Regen noch nichts zu
bemerken, haben sich die Wetterfrösche wieder mal nicht durchsetzen können?
Also erst mal mit dem Rad zur Bar Tergesteo und Frühstück, heute ist ja wieder
Markttag in Grado. Nach dem Cappuccino mit Brioche alla crema geht's zu SPAR,
der Kühlschrank hat kein Bier mehr, Weißwein aus dem Lager wird auch
nachgebunkert, ich bin wieder "flüssig" an Bord der Chicca. Kurz nach der
Ankunft im Hafen beginnt es zu schütten, ein Gewitter der Extraklasse entlädt
sich über Grado. Gegen 11:00 Uhr mache ich mich mit Schirm und Plastikschuhen
auf den Weg zu Pino's Enoteca, meine Radfahrerinnen Jutta und Barbara treffen
sich mit mir, ich zeige ihnen die Einkaufsmöglichkeiten in Grado, Grado im
Regen wie es Andrea Nagele formulieren würde! Schuhe und Kleinigkeiten in der
Markthalle werden gekauft, dann geht es nochmals zu Pino, die Beiden wohnen um
die Ecke in der Villa Lisa. Ich mache mich auf den Weg zu meiner Chicca  und brauche ein Mittagspäuschen. Es ist
richtig schwül, hat zwar zum Regnen aufgehört, aber es ist kaum aus zu halten
unter der Persenning - ich muss raus, eine kleine Runde mit dem Rad in der City
steht mir zu. Um 18:30 Uhr holen mich die "Ladies" in der Marina ab, wir fahren
ins "da nettuno" nach Aquileia, Abendessen wieder vom Feinsten! Antipasti mare
freddo/caldo und einmal Fritto misto, dazu den "Frizzante" vom Fass. Um 22:00
Uhr ist Bettruhe angesagt, es regnet leider schon wieder, aber morgen soll das
Wetter passen und wir wollen die Radtour nach Trieste in Angriff nehmen !




23.06.2019

Pünktlich um 08:30 Uhr sind meine beiden
verbliebenen Radpartner vor der Villa Lisa gestellt und wir starten unsere
geplante Radtour nach Trieste. Es ist bewölkt, ein Lüfterl weht, ideal zum
Rad'ln heute. Nach 20 km, im Naturschutzgebiet Caneo wollen wir Frühstücken,
ein wirklich unfreundlicher "cameriere" verweigert und jegliche Bedienung mit
den Worten: "Bis 09:00 Uhr Früh bewirten wir nur unsere Hotelgäste, wir haben
bis dahin geschlossen!" Also kein Frühstück bei dieser Freundlichkeit, dieser
Laden wird aus meinem Gedächtnis gestrichen und sicher nicht mehr betreten.
Also nächster Halt in Marina Julia, es sind halt nochmal 17 km bis zum
geplanten Frühstück. Wir radeln mit einem guten 20er Schnitt gen Norden, dem
Isonzino folgend bis zur Hauptstrasse und dann Richtung Monfalcone, als
plötzlich Barbara nicht mehr nachkommt! Eine telefonische Nachfrage ergibt:
PATSCH'N ! Wir, Jutta und ich radeln zurück zu einer Strassenbucht und wollen
Barbara helfen den Platten zu reparieren - geht nicht - KEIN Ersatzschlauch,
ein Ventil das ich überhaupt nicht kenne, also ist "picken" auch nicht möglich,
da wir keinen Pumpenaufsatz haben der bei diesem Ventil passt. Unsere
Ersatzschläuche haben andere Dimensionen, also können wir diesen Patsch'n
leider nicht beheben. Barbara beschließt das Rad hier zu deponieren, wir leihen
ihr ein Fahrradschloss, und mit dem Bus zurück nach Grado zu fahren. Sie wird
mit ihrem Auto dann das Rad wieder holen und nach Hause fahren. Wir, die
restlichen Biker müssen jetzt aber Gas geben, das Schiff in Triest wartet
nicht, es wird immer heißer und wir brauchen dringend ein Frühstück. Kurz vor
10:00 Uhr sind wir dann am Lido di Staranzano und bekommen unseren Cappuccino
mit Brioche alla crema, der sich aber leider con marmelata am Teller findet. Egal
es wird gegessen, ein Liter Wasser noch dazu und es geht weiter durch
Monfalcone zur Quelle des Timavo wo wir auch einen kurzen Besuch in der Kirche
San Giovanni in tuba nicht auslassen. Dann beginnt die Steigung Richtung
Sistiana, 6 km leicht steigend, aber die Sonne knallt unbarmherzig vom Himmel.
Ein kurzer Stopp in Porto Piccolo, dann oberhalb von Aurisina an der
Küstenstrasse und es beginnt die Abfahrt nach Trieste. Wir fahren durch die
verlassenen Speicher des Porto vecchio bis in den Hafen von Triest wo diesmal
ein riesiges Kreuzschiff der TUI an der Mole steht. Geschafft, 73 km in 3 Std
16 Min mit 350 Hm, Bernie mit Muskelkraft, Jutta mit dem E Bike - Super ist's
gelaufen, wir haben jetzt eine Stunde Zeit die Speicher zu füllen, Jutta mit
einem Eisbecher, ich selber steh auf flüssiges Nachtanken und genehmige mir
zwei "Spritz". 13:00 Uhr, die Delfino verde startet unsere Rückfahrt nach
Grado, dort nach der Ankunft brauchen wir dringend einen "liscio" um die
Müdigkeit die uns nun übermannt hat, zu bekämpfen. Dann lade ich Jutta ein, mit
mir auf's Meer zum Baden zu fahren. Barbara, unsere "Patsch'n" Teilnehmerin
meldet sich telefonisch von der Wörthersee Rast, sie ist schon fast zu Hause in
Friesach. Jutta und ich baden bis 20:00 Uhr im "bacherlwarmen" Wasser und in
der Sonne, dann muss auch sie den Heimweg antreten, also bringe ich sie zu
Mirkos Anleger und auch sie tritt die Heimreise an. Ich brauche dringend eine
Dusche, dann Boot putzen und ab in die City, Francesca und Manuel werden im "al
Goto" besucht, ich treffe noch Ferdl, Wolfgang, Christian und Waltraud im Porto
mandracchio in der Bar al Porto. Um 22:00 Uhr hab ich genug und lege mich in
die Koje!

24.06.2019

Was tun sprach Zeus, mich juckt es und ich
beschließe eine Überfahrt nach Slowenien zu machen, der Tank ist voll, das
Wetter passt, mal ein anderes Revier wieder besuchen. Ich starte die Chicca,
nach einem guten Kaffee um 08:30 Uhr und "tuckere" mal los Richtung Isonzo
Mündung, dort will ich sicher baden im glasklaren Wasser der "Soca" wie dieser
Fluß in Slowenien genannt wird. Ein Besuch im "Bellariva" ist auch schon lange
überfällig und so ändere ich die Fahrtroute Kurs Aurisina! Vorerst wird am Fuße
des Schlosses Duino gebadet, dann begebe ich mich in den kleinen Hafen von
Aurisina, lege an und koste mich durch die Speisekarte des Restaurants
"Bellariva". Gemischte kalte Fischvorspeise, dann Kalamari vom Grill,
Garnelenspieße, Gemüse und eine Cremeschnitte als Abschluss, dazu einen
herrlich kühlen "Frizzante" und das Leben macht Sinn. Es folgt was folgen muß,
Mittagsschlaferl, weil so müde kann ich die Überfahrt zum nächsten Ziel nicht
beginnen. Ein kurzer Espresso noch und dann 
Kurs Richtung Izola. Ich bekomme einen super Liegeplatz in der Marina,
nachdem ich mich ordnungsgemäß über Kanal VHF 17 angemeldet hatte. Es folgt die
lang ersehnte Dusche, ein "relaxen" an Deck, am Vorschiff und danach ein
Spaziergang in die Altstadt von Izola, wo ich auch zur Belohnung gleich einen
Sonnenuntergang der Spitzenklasse erleben darf. Ein Gelato noch, zwei "Gute
Nacht" Spritzer und um 22:30 Uhr bin ich in der Sauna Koje!


25.06.2019

Der Morgen beginnt wie ich es Liebe, Sonne
pur, laues Lüfterl und einen guten Roma aus der Nespresso Kollektion. Dann
Check des Motors, Batterien, Kühlwasser und check out in der Marina von Izola.
Leider sind die Preise von 2017 (letzter Besuch) deutlich gestiegen und die
Nacht kostet hier und heute stolze € 47,00 - aber es ist alles Sauber, auch das
muss bezahlt werden. Dann lege ich ab und fahre nur knapp 10 Minuten in der erste
Badebucht und bin um 08:30 Uhr schon im 27° warmen Wasser. Ich genieße das
"dolce fa niente" und das relaxen bis sich die Wellen aus Süd aufbauen und es
wirklich unruhig wird. Schon zu Mittag bin ich in der nächsten Bucht,
windgeschützt, aber viele Boot liegen hier am Anker - ich bin in der Strunjan
Bucht mit Muschelfarm und Hotels - und mir wird nicht fad, mein Umfeld hier zu
beobachten. Zwischendurch dann ein paar Radieschen und eine Banane, that's it!
Gegen 17:00 Uhr hab ich genug von der Hitze und von der Sonne und nehme Kurs
auf die Marina in Portoroz. Nach dem Umfahren von Piran komme ich zur Marina
San Bernadin und sehe die Liegeplätze haben jetzt Strom und Wasser, also fahre
ich ein in diese kleine Marina und begebe mich auf die Suche nach einer
Ansprechperson. Die Dame an der Hotel Rezeption verweist mich an die Rezeption
vom Schwimmbad, dort erklärt mir eine nette junge Dame dass es möglich ist hier
zu bleiben, allerdings kein Mooring Platz, die sind alle belegt, aber ein Platz
vor dem Restaurant, den könnte ich nutzen. € 35,00 für die Nacht, inkl Strom
und Wasser, da kann man nicht meckern, wenngleich sofort und nur "cash" zu
bezahlen!  Gesagt getan und schon 10 min
später bin ich in der Dusche von der Hotelanlage Bernadin. Es folgt ein
Spaziergang in die Altstadt von Piran, nur 20 min, allerdings bei dieser Hitze
bin ich im Ortskern wieder total nass geschwitzt, muss den Kellner im Lokal
"tre vdove" um einige Servietten bitten um mir mein Gesicht wenigstens ab zu
trocknen. Es folgt ein Salat als Vorspeise und eine Fischplatte mit kleinem Branzino,
kleiner Dorade, Kalamari vom Grill und einem Scampi, dazu Mangold und ein
"Malvasia" sowie 2 Flaschen Wasser. Dieses Wasser kommt durch die Poren so raus
wie ich es mir eingebe, es ist einfach Sommer! In den kleinen Gässchen der
Altstadt mache ich einen Schaufenster Bummel, ich suche eine neue Sonnenbrille.
Sonnenuntergang dann am Spitz der Halbinsel inkl. Eisbecher, dann Rückmarsch in
die Marina und es gibt hier 3 Lokale in unmittelbarer Nähe zu meinem Liegeplatz
- in einem gibt es LIVE Musik mit einem Duo, spielen nett und richtig in allen
Sprachen, Deutsch, italienisch, englisch und slowenisch - Multi Kulti Band! Um
Mitternacht setze ich mich aufs Vorschiff, nehme noch einen "Spritz" aus meinem
Kühlschrank, dann ist Bettruhe angesagt!



26.06.2019

Der Tag beginnt mit einem Kaffee im Hafen vom
Hotel Bernadin, ein Kurzbesuch im Supermarkt, Wasser ist zur Zeit das
Wichtigste! Gegen 09:00 Uhr fahre ich nach Portoroz, ich möchte tanken - möchte
tanken - aber es stehen 2 Pershing 70 Fuß bei den Zapfsäulen und da dauert der
Tankvorgang mehr als 1 Stunde, die Zeit möchte ich nicht warten und fahre
wieder aus der Marina. Noch bin ich nicht ganz leer, ich kann auch in Izola
tanken. Vorerst wird aber in der Bucht von Strunjan gebadet, ein wirklich
nettes Platzerl, glasklares Wasser und eine Ankertiefe von knapp 5 Meter mit
gutem Untergrund. Das Wasser hat mehr als 28° und ist eigentlich keine richtige
Erfrischung mehr, aber es hilft die Hitze von 35° leichter zu ertragen. Gegen
15:00 Uhr hab ich genug und fahre nach Izola zum Tanken, 46 Liter schluckt der
Tank, ich gönne mir einen "Affugato", ein Gelati und ein Mineral in einer Bar
am Stadthafen von Izola und beginne die Überfahrt nach Grado kurz vor 17:00
Uhr. Erstmal wird der Canal Tenuto angesteuert, Kurs 330° dann fahre ich zur
Insel Barbana und gönne mir den "tramonto" nebst ein paar Begleitgetränken! Um
21:00 Uhr bin ich wieder im Heimathafen, es folgt die Dusche und ein Kurzbesuch
bei Pino. Dann beginnt eine der heißesten Nächte die ich je erlebt habe.


27.06.2019

An Schlaf ist diese Nacht nicht zu denken,
erst versuche ich es mit dem Ventilator im Boot, keine Abhilfe, dann versuche
ich am Vorschiff zu schlafen, nicht machbar, kein Lüfterl und unerträgliche
Hitze. Ein weiterer Versuch ist am Boden der Pflicht zu schlafen, es geht
nicht. Also ein wenig "Sternderlschaun" am wolkenlosen Nachthimmel. Erst nach
03:00 Uhr früh kann ich endlich einschlafen, bin aber um 05:00 Uhr schon wieder
wach und schweißgebadet. Nochmals Dusche und der Versuch ein wenig zu schlafen
- no go - heute halt mal Schlaf Defizit, ich werde es auf Banco d'orio
versuchen nach zu holen ! Banco d'orio heute - ein Traum - spiegelglattes
Wasser, "bacherlwarm" und sauber, so liebe ich meine Badeinsel. Bis Mittag
bleibe ich im 29° warmen Wasser und bin um 12:00 Uhr im Stadthafen, genehmige
mir einen "liscio" in der Bar Rampa d'oro, dann kaufe ich mir Mozzarella und
Tomaten, Naktarinen, Basilikum und Schlag für den restlichen Bordtag auf meiner
Chicca. Nach dem Einkauf fahre ich auf die Leeseite der Insel Ravaraina im
Canale San Pietro und setze den Anker, bereite mir eine Caprese mit den
frischen Lebensmittel und bekomme Erinnerungen an "Czerwe", einem wirklich
lieben Freund aus meinen Zeiten bei SPAR. Er war mehr als ein "Lieferant" und
Key Accounter für mich, das Meer und die Liebe zu Booten haben uns verbunden.
Zu seinem 60er hat er sich einen "Traum erfüllt und ist mit seinem Boot von
Novi Vinodolski bis Dubrovnik gefahren. Leider wurde er in Dubrovnik von einem
Auto, am Zebrastreifen erfasst und verlor sein Leben! Tragisch auch, denn er
stand kurz vor seiner Pensionierung, wo er es mir gleich machen wollte und viel
Zeit an Bord seiner Sessa verbringen wollte - Lebe dein Leben, hier und jetzt,
denn morgen schon kann alles ganz anders sein! R.I.P. Gerhard! Ich bleibe bis
18:00 Uhr in der Bucht und lege im Heimathafen dann um 18:30 Uhr an, genehmige
mir eine Pizza, heute "glustet" es mich danach, in der Darsena, treffe GianLuca
wieder, der von Barbana hierher als Koch gewechselt hat.. Erst danach kommt die
Körperpflege, sprich Dusche, vorher hat es keinen Sinn, man ist sofort wieder
nass geschwitzt. Ich helfe Wolfgang beim anlegen, er kommt von der Insel
Barbana zurück und begebe mich dann zu Lucia, heute spielt mein lieber Freund
Angelo wieder die alten "Hadern" aus Italien. Ich treffe Helga und viele
"Graisani", mach noch einen Abschlußspaziergang auf der Diga. Aber auch hier,
am Meer, kein Lufthauch, es hat immer noch mehr als 30° was wird die Nacht wohl
bringen? Trotz Ventilator im Boot schlafe ich nicht ein, irgendwann klappt es
aber doch, keine Ahnung wie spät, aber eben doch!

28.06.2019

Diese weitere Tropennacht wurde durch eine
starke Bora gegen 04:30 Uhr beendet, die Wellen schaukeln die Chicca ordentlich
durch. Ich muss das Sonnensegel bergen, die Gefahr dass es durch den Sturm
zerstört wird ist zu groß. Also Arbeitsbeginn schon vor 05:00 Uhr, dann folgen
Kaffee und Tagebuch Schreiberei, Radio Kärnten über Internet und es beginnt
wieder ein neuer Tag am Sehnsuchtsort an der Adria - Grado ! Eine Entscheidung
habe ich in der letzten Nacht getroffen, ich werde Grado auf Grund der Hitze
die auch für die nächste Woche vorhergesagt ist, früher als geplant verlassen.
Meine Söhne besuchen mich noch an diesem Wochenende, diese "Herrenpartie" wird
meinen ersten "Langaufenthalt" in Grado beenden. Auch kann ich an der
Beerdigung meines Freundes "Czerwe" teilnehmen, der am kommenden Dienstag
verabschiedet wird. Fischer, die in unserer Marina ihren Liegeplatz haben, sind
gegen 05:30 Uhr ausgelaufen zum Fischen, um 06:30 Uhr sind sie schon wieder im
Hafen, die Wellen am Meer sind über 1,5 Meter hoch, sie mussten abbrechen und
zurück kehren. Ausfahren ist daher mit meiner Chicca,  bei dieser Bora nicht möglich, also erst mal
in die Stadt, Tergesteo Bar zum 2. Frühstück mit Wolfgang, dann Nachkauf von
Reinigungsmittel und Kosmetika, dann eine Putzrunde auf der Chicca. Auch ein
gründlicher Motorcheck und Nachladen der Verbraucher Batterie ist am
Arbeitsprogramm. Um 10:30 Uhr kommt Wolfi in die Marina, wir fahren zur Insel
Barbana, die Bora hat nachgelassen, ablegen ohne Probleme möglich. Auf der
Insel dann erst mal relaxen an Bord der Chicca als plötzlich, beim Anlegen des
Linienschiffes ein Schrei über die Insel schallt. Wir messen dem keine
Bedeutung zu, werden aber schnell aufgerüttelt als plötzlich der "Protecione
Civile" mit Blaulicht und Folgetorn Sirene in den kleinen Hafen einfährt.
Plötzlich ist alles in heller Aufregung, Boote werden umgehängt, damit dieses
Einsatz Fahrzeug an der Mole festmachen kann. Eine Trage wird ausgehoben aus
dem Boot, auch ein Defi kommt ans Ufer und dann kommt der Pater der Insel und
weist den Einsatzkräften den Weg. Nach rund 40 Minuten kommen sie zurück, ein
Mann liegt auf der Trage, er verlässt die Insel nicht mehr lebend, der Kopf ist
bereits abgedeckt! Traurig, aber bei der herrschenden Hitze, es hat 38° hier
auf der Insel, spielt mancher Kreislauf nicht mehr mit. Wir konnten dann den
Schrei den wir hörten zuordnen, der Mann war beim Aussteigen vom Linienschiff
zusammen gebrochen. Zu Mittag essen wir im Schatten eine "Pasta ragu" und
begeben uns danach zum Badeplatz auf Banco d'orio, wo wir uns vor Anker legen.
Bis 18:00 Uhr bleiben wir hier und "pritscheln" mehrmals im glasklaren Wasser,
welches auch schon 30° hat. Der Wasser Vorrat ist auch aufgebracht an Bord der
Chicca, also ab in den Stadthafen und Nachkauf des kostbaren Wassers. Dann ein
"Machiatone" in der Bar al Porto und Rückfahrt in die Marina. Duschen, umziehen
und ab in die Altstadt, Wolfi und ich treffen uns mit Helga und Klaus in der
"Filomena". Abschluss dann bei "al Goto" heute mit einem Gitarristen und live
Music, die Hitze macht müde, um 23:00 Uhr ab an Bord und schlafen, es weht ein
Lüfterl und ich schlafe angenehm.

29.06.2019

Der,
ich weiss nicht wievielte traumhafte Sonnenaufgang bringt einen neuen Tag in
Grado, heute kommen meine Söhne zu mir auf Besuch, wir wollen 2 Tage zusammen
verbringen, plaudern, lachen, erzählen - ideal so ein "Männerwochenende".  Check gleich am Morgen, gegen 08:00 Uhr
erwarte ich Stefan mit dem Auto, Markus will von Gemona bis Grado mit dem Rad
fahren, er bereitet sich auf eine mehrtägige Radtour mit seinem Freund Erich vor,
welche er demnächst starten will. Stefan ist dann mit dem Auto um 09:30 Uhr in
der Marina und bekommt den letzten freien Parkplatz, um 10:00 Uhr legen wir ab
zur Insel Barbana. Frühschoppen der anderen Art mit meinem Filius, gegen 11:45
Uhr kommen Wolfgang mit Helga und Klaus, finden nur mehr einen Platz auf der Aussenmauer.
Mit dem Linienschiff hat es Markus, im Raddress zur Insel geschafft, so sind
wir zum Mittagessen komplett und können nicht meckern, von Cozza alla marinara,
Spaghetti busara, Calamari, Gniocci alla fosolari und die obligaten "ragu"
alles wird geordert. Die "Santonegi" kommen als Geschenk des Hauses, dann sind
wir "Bettreif" ab in den Canale san Pietro zur Insel Ravaraina und erst mal
eine Runde schlafen. Es folgt ein Badeaufenthalt bis18:00 Uhr, erstaunlicher
weise wenig Boote sind heute für das erste Ferienwochenende hier. Nach dem
Baden folgt in der Marina Körperpflege und dann eine Pizza für meine Jungs, ich
verweigere und gehe vor zur Enoteca Pino. Dort treffe ich Harald und Birgit aus
Villach, seit Kurzem stolze Besitzer einer Wohnung in Pineta. Wolfgang kommt
auch nach, meine "filli" sind nach der Pizza wieder voll gut drauf. Der
Gesprächsstoff geht nicht aus und gegen 22:30 Uhr wechseln wir ins "alla
spiaggia" wo Cousine Rhea arbeitet, ein Besuch und ein Drink sind Ehrensache,
danach gibt es noch ein Gelato im stehen bevor wir in die Kojen gehen!