Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

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Letzter Aufenthalt in Grado vor der Sommerpause

01.08.2016 07:34

26.07.2016

Nach dem Mittagsschlaferl, vormittag eine Runde mit dem Rad'l gedreht,geht es zum Seesack packen, Grado ruft, ich bin schon wieder ein wenig verschnupft. Am Meer ist das in zwei Tagen ausgeheilt, also ab nach Süden. Vorher noch Montagestopp bei Mutter, das Garagentor klemmt, Silikonspray wirkt Wunder, die Feile macht das Übrige. Dann noch Sprit bunkern und ab zum Meer. Um 19:00 Uhr treffen wir in Grado ein, Seesack verstauen, lüften und ab in die City. Heute gönnen wir uns eine Piadina in einem neuen Lokal in Grado. Schmeckt gut, fast so wie in der Emiglia Romania, dort ist es ja ein Nationalgericht. Danach ziehen wir um die Häuser, treffen Helga neben der Filomena, gönnen uns einen Drink bei Lucy und schließen bei Pino ab, wir sind müde und gehen schlafen. Der Wind steht günstig, durch die Decksluke kommt frische Luft in unser Schlafgemach und hält die Temperatur erträglich.

27.07.2016

Am Morgen werden noch Wasserflaschen nachgebunkert aus dem Auto, dann Frühstück in der Bar Rampa d'oro, dann Supermercato, Obst und Weissbrot wird benötigt. Dann ab zur Banco d'orio, baden ist angesagt. Um ½ 10 bin ich schon für eine Stunde im Wasser, dann gegen Mittag nochmals, es ist einfach herrlich hier. 27° hat das Wasser, die Luft sicher 35° und ein leichtes Lüfterl bläst. Gegen ½ 1 gibt's dann Weisswürste mit süßem Senf und ein Erdinger dazu. Herrlich, nicht nur in Bayern, auch hier am Meer ein hervorragender Mittagssnack. Kurz nach 14:00 Uhr passieren wir die Brücke und fahren zum Kaffee nach Barbana. Cappuccino im Klostergarten, mit Blick aufs Meer, es ist halt schön hier auf der Insel. Gerhard mit seinem Enkel Luis kommt auch nach, wir haben ihn beim schwimmen auch schon getroffen. Gegen 17:00 Uhr verlassen wir die Insel, rundum ziehen Gewitter auf und der Wind bläst aus N mit 5 Bft. Als ich mich dem Heimatsteg nähere sehe ich schon Probleme beim Anlegen, Wind seitlich, wellen seitlich und einlaufendes Wasser, so will ich es nicht. Aber Lorenzo und Bruno sind am Steg und sehen vermutlich meinen verzweifelten Blick, sie helfen und das Anlegemanöver klappt beim ersten Mal dank der Unterstützung. Dann wird die Chicca bis auf die 2 Seitenteile abgedeckt, man weiß ja nicht wie es kommt. Nach der Dusche dann ab in die City, mit dem Auto, weil es sieht nach Regen aus. Pizzeria Piasalber haben wir heute gewählt, es ist uns nach Vollkornpizza. Wieder hervorragend gespeist bei Felix, während draussen die ersten Güsse nieder gehen, danach ein Macchiatone in der Taxi Bar, wir müssen auch das Eis kosten. Helga's Gäste schwärmen so von diesem Eis, es ist ausgezeichnet, auch hat es hier Sorten die ich noch nie versucht habe, Millefiori ist es heute! Danach noch ein Verdauungsspaziergang, heute gibt es auf der Diga Weinverkostung vom Collio, allerdings nur mit Einladungskarte, also nicht für uns. Um 22:00 Uhr kehren wir zurück in den Hafen und zu unserer Chicca, bald schlafen wir fest und tief.......

28.07.2016

Heute Früh, ausgeschlafen und wach, beginne ich mit den Lötarbeiten für das Blaulicht welches ich nun an Bord habe, sollten es nochmals die "Ladri" versuchen bei einem unserer Boote Dinge ab zu montieren die ihnen nicht gehören. Schon bald funktioniert das Ding, Gudrun ist nun auch ausgeschlafen und wir gehen in unsere Bar zum Frühstück. Es ist heute leider grau in grau, die Wolken hängen tief, die Vorhersage ist nicht berühmt. Erst gegen Abend soll es wieder schön werden. Also lasse ich nach dem "Colazione" meine Frau zum shoppen in der Stadt und ich begebe mich auf die Chicca, die Sirene muss noch montiert werden und auch mit Schalter und Strom vervollständigt werden. Sie braucht einen Platz der die Lautstärke auch hören lässt, immerhin 115 dB ist der Schallpegel dieses amerikanischen Highway Patrol Relikts. Es geht schneller als erwartet, beim Motordeckel ist auch eine Kabeldurchführung direkt auf die Batteriepole möglich ohne ein weiteres Loch zu bohren. Der Schalter ist auch bald montiert und schon gibt es den Probelauf in der Marina. Sie wirkt, dass kann man sagen, ich glaube damit verscheucht man jeden Dieb. In Kombination mit dem blauen Blitzlicht werden wir nun Ruhe haben in der Marina! Dann geh, bzw. fahre auch ich wieder in die Stadtmitte, bei Sandro gönnen wir uns einen Gingerino lungato, dann ein wenig bummeln, Mittagessen heute bei Pino - Lasagne bzw. Semmelknödel mit Ragout, dazu ein Spriz Biancho. Mittagspause für mich, nach dem Mahl bei Pino, Gudrun hat einen Friseurtermin bei Alexander neben dem Hotel Hannover, mittlerweile hat es aufgehört zu regnen, es lichtet sich ein wenig, na vielleicht wird es noch was mit schönem Wetter heute. Erst gegen 16:30 Uhr reisst der Himmel auf, vom Meer her schiebt der wolkenlose Himmel sich über Grado. Ich fahre auch mit dem Rad'l in die Stadt, Gudrun hat den Regen nach dem Friseurbesuch in der Osteria de Mar abgewartet. Nun wollen wir einen Spaziergang auf der Diga machen und die Sonnenstrahlen genießen. Doch ohne Wind lässt es sich jetzt hier nicht aushalten, zu heiß ist es. Wir verziehen uns in die Häuserschluchten, dort im Schatten ist es besser , dann aber verziehen wir uns auf die Chicca, am Vorschiff ist es am Schönsten. Angenehmes Lüfterl aus N, Sonne und Ruhe, so lässt es sich relaxen. Gegen 18:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Weinbauern Lorenzon in San Canzian d'isonzo, treffen dort ein nettes Ehepaar aus Krems und genießen jeder 2 Gläser Prosecco von der Hausmarke. Für ein "Kerndl" brauch ich auch Wein vom Refosco und Pinot Grigio, Gudrun kauft für ihre Schwester Cabernet und Merlot. Danach Abendessen in der Baracca del pesce in Turriaco. Donnerstags gibt es immer frische Paella, diese hier ist einfach ein Traum. Gudrun bevorzugt eine Goldbrasse, davor gönnen wir uns gemeinsam eine gemischte kalte Fischvorspeise - und keine Touristen im Lokal, nur Einheimische. Danach geht es wieder nach Grado zurück, Nachspeise Gelato und danach einen Macchiato in der Torre Bar. Es ist wieder Zeit um schlafen zu gehen.

29.07.2016

Wolkenloser Himmel um kurz vor 06:00 Uhr  kündigt einen schönen, heißen Tag an. Den wollen wir heute an der Isonzomündung verbringen. Frühstück heute mal in der Osteria de Mar mit Toast und Cappuccino. Im Supermarkt holen wir uns die Verpflegung für den Badetag, Mortadella, Prosciutto crudo und eine Nostrana Salami, dazu ein Stück vom Latteria Käse. Frisches Vollkorn Baguette und etwas Saures dürfen auch nicht fehlen. Schon kurz nach 09:00 Uhr starten wir durch den Kanal von Barbana nach Tenuta und weiter zur Flußmündung. Weitere 7 NM bringen uns ans Ziel. 1,20 Meter Wassertiefe, Sandbank, glasklares Wasser mit 25° erfrischendem Faktor. Schon bi9s zum Mittagsmahl sind wir 2 mal im Wasser, immer an die 30 Minuten im Nass. Dann ist auch schon Jausenzeit, es gibt ein alkoholfreies Erdinger dazu, schön kalt. Das Mittagsschlaferl darf natürlich auch nicht fehlen, danach wieder ins Wasser zum Schwimmen. Gegen 14:50 Uhr brechen wir auf, wir wollen in Barbana einen Cappuccino trinken. Der kleine Hafen ist ganz schön voll als wir ankommen, aber es findet sich ein Platzerl für die Chicca. Mehr als 2 Stunden bleiben wir auf der Insel und lassen die Seele baumeln, um 18:15 Uhr verlassen wir Barbana, fahren in den Heimathafen, Körperpflege, umziehen und ab in die Innenstadt. Für heute haben wir uns Lucy und Andrea als Gastgeber vorgenommen, es gibt herrliche Spaghetti alle vongole, einen offenen Hauswein und Wasser zum Spritzen. Es folgt ein "Passegata" mit
Macchiato Stop in der Bomben Bar und dann noch ein Besuch bei Pino wo wir Claudia und Willi treffen. Auch ein schöner Tag geht einmal zu Ende, heute ist es 22:30 Uhr als wir zurück in unsere Marina radeln.

30.07.2016

Schon vor 06:00 Uhr fahren die ersten Boote raus auf's Meer, es schaukelt die Chicca und die Nachtruhe ist beendet. Ein herrlicher Sonnenaufgang belohnt das frühe Aufstehen. Gudrun fährt heute wieder nach Hause und Markus mit Michi und den Enkerln Larissa und Isabel besuchen mich auf der Chicca. Werde wohl zur Sandbank Banco d'orio mit ihnen fahren, da haben auch die Kinder etwas vom Bootsausflug. Die Klagenfurter treffen schon um 07:15 Uhr in Grado ein, die Hotelrezeption ist noch nicht besetzt, also Frühstück heute
gemeinsam in der Osteria de Mar mit frischen Croissant's, Latte macchiato, Cappucino und Chocolata calda. Dann direkter Weg zum Hafen, Gudrun macht mit unserem CR-V Platz für den Galaxy von Markus, verabschiedet sich und ich fahre mit Markus und Familie zur Banco d'orio zum Baden. Auch die Mittagspause und das Mittagsmahl wird heute aus der Kühlbox genossen, es gibt Proschiutto crudo, Grissini, Melone, Pfirsich und Stiegl aus der 0,33 er Flasche. Wasser ist die Alternative für die Kinder, es schmeckt und immer wieder geht es ins Wasser. Larissa fängt mit Papas Hilfe 4 Krabben, Isabel macht wie Michi ein Mittagsschläfchen. Gegen 15:00 Uhr verlassen wir die Badeinsel und fahren auf einen Nachmittagscafe zur Isola Barbana. Dann gibt's Eis für die Kinder, Gingerino lungato und Cappucci für die Erwachsenen. Gerhard taucht auf mit Andrea und Gitti, dem Mündel, welchem Gerhard jährlich einen Urlaub in Grado ermöglicht. Wir müssen zurück in den Heimathafen, vorher lade ich die Jungfamilie im Canale Schiusa , nicht weit vom Hotel Villa Venezia, ab. Ich fahre zurück, es folgt eine erfrischende Dusche und dann geht es ins Ristorante Serenella auf Calamari ai ferri, Gniocci und Penne für die Enkerl Markus verdrückt eine Pepata di cozze und eine Pizza Italia. Erstaunlich, kein Coperto auf der Rechnung, ein Prosecco als Begrüßungsgetränk, da komme ich sicher wieder her. Es folgt ein Altstadt Spaziergang mit Eis für alle, danach dann ein Schlummertrunk bei Pino, Gerhard kommt, Willi mit Claudia sind da, es herrscht reges Treiben in unserer Enoteca, es ist schon nach Mitternacht als ich mit dem Rad'l Heim fahre.

31.07.2016

02:00 Uhr zeigt die Uhr als ich durch starkes Schaukeln munter werde, es bläst die Bora aus NNO mit sicher 4 Bft, ich schließe die Seitenteile, wer weiß was kommt. Danach schlafe ich gleich wieder ein, obwohl es blitzt und donnert. Um 06:30 Uhr räume ich die Chicca aus, Innenreinigung ist angesagt. Sand, Muscheln, Kekse alles findet sich am Boden, ich liebe es aber sauber am Schiff. Nach einer guten Stunde ist alles erledigt, Frühstück heute wieder in der Bar Rampa d'oro. Um 08:40 Uhr geht es schon zur Insel Barbana, heute mache ich mir einen schönen Tag auf der Insel. Die Kinder und Enkel sind am öffentlichen Strand, da zieht es mich nicht hin. Herrliche Ruhe auf der Insel, aber ich bin nicht der erste Gast mit Boot im Hafen, es sind schon 3 Boote da, vielleicht Kirchgänger, die erste Messe wird schon gelesen. Ich setze mich ins "Büro" am Hafenbecken, schreibe Tagebuch und surfe im Netz, lasse den Tag ruhig beginnen!  Ich hole etwas
Schlaf nach im Vorschiff, gegen 11:00 Uhr höre ich Gerhard reden, er ist mit Andrea und Gitti auf Barbana eingetroffen. Wir setzten uns schon in die Mensa, die Plätze sind knapp an einem Sonntag und wenn die Messe um 11:30 Uhr zu Ende ist, ist auch das Lokal im Nu rappelvoll. Zu trinken bekommen wir gleich, die Essensbestellung nimmt der Kellner erst auf als die Küche öffnet. Trotzdem geht es schnell mit dem Mittagsmahl, meine obligatorischen Spaghetti al ragu sind wieder perfekt, Gerhard mit Mündel und Betreuerin gönnen sich Calamari fritti mit Pommes, nicht unbedingt mein Geschmack. Dazu gemischter Salat, es gibt auch noch einen Capuccino, dann wird es finster am Himmel. Dunkle Gewitterwolken ziehen auf, ich verzichte auf den Mittagsschlaf und fahre in die Marina. Mein Stegnachbar Robert hat Besuch auf seinem Boot, ich lade alle zu einem Espresso zu mir an Bord. Der Wind frischt auf, es herrscht reger Verkehr am Wasser, alle
flüchten vor dem zu erwartenden Gewitter. Die Chicca schaukelt stark, heute hält sich mal wieder keiner an die Geschwindigkeits Vorgabe in der Lagune. Dann beginnt es auch noch zu tröpfeln. Ich dichte die Chicca mit den Seitenteilen ab und beginne mit dem Packen der Reisetasche, heute geht es ja wieder zurück nach Kärnten. Danach noch eine Dusche, es hat aufgehört zu regnen, dann verstaue ich die Räder in der Garage und warte auf Markus der mich nach Ossiach mitnehmen will. Als er kommt, fahren wir noch ins Hotel, seine Frau und meine Enkerl warten dort, dann nehmen wir noch ein Abendmahl bei "da Piero" in Belvedere. Pünktlich um 20:00 Uhr starten wir die Heimfahrt, um 22:00 Uhr sitze ich schon auf der Terrasse in Ossiach und sehe das der Sturm der hier vor wenigen Stunden wütete, meinen Sichtschutz am Terrassengeländer zerrissen hat und auch der Sonnenschirm der fix auf dem Terrassenboden verankert war, leider geknickt ist. Na ja, Morgen ist auch noch ein Tag, schau ma mal .............nach Grado geht es erst wieder nach dem letzten August Wochenende !