Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
9570
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Novembertage

09.11.2017 22:00

08.11.2017   Bei frostigen 2° am Morgen starten ich nach
Grado, die letzten Tage hat es fest geschneit in Kärnten, es wird Zeit die
Chicca winterfest zu machen. Habe meinen Hänger aktiviert, da die Badeplattform
und das vorhandene Dach der Chicca nach Ossiach kommen müssen, es sind wieder
mal Arbeiten im Winter zu machen. Wolfi begleitet mich, seine Felicitas kommt
auch aus dem Wasser, wird auf einem Trailer nach Villach verbracht, dort hat er
dann einen warmen Arbeitsplatz und kann sein Boot auf Vordermann bringen. Als
wir um 10:45 Uhr in der Marina ankommen steht meine Chicca schon an Land und
erwartet mich blitzblank gereinigt auf einem Hafentrailer. Ich beginne gleich
mal mit dem ausräumen der letzten im Boot befindlichen Polster, Teppichen etc.
alles kommt nach Ossiach in meinen Lagerraum. Dann werden alle restlichen Teile
im Boot verstaut, die Entfeuchter schon das erste Mal entleert. Dann kommt das
gesamte Verdeck unter Dach und das Gestänge wird fixiert. Die nächste Arbeit
ist das Demontieren der Badeplattform, hier hat das Salzwasser massive
Rostspuren an den Verbundschrauben, obwohl "rostfrei" hinterlassen. Die nächste
wichtige Arbeit ist das Einfüllen von Frostschutz in der Toilette im
Waschbecken und natürlich im Kühlkreislauf, funktioniert alles problemlos. Dann
wird es heikel, das vorhandene Dach ist zu entfernen, ich bekomme neue
Fensterrahmen aus Holz für die nächste Saison und auch die Dachfläche selbst
muss saniert werden. Die Zeit vergeht wie im Fluge und gegen 16:15 Uhr wird es
schon dunkel in Grado, wir haben gerade noch Zeit die Abdeckungsplane über die
Chicca zu ziehen und die Spanngurte zu fixieren, dann ist der erste Arbeitstag
gelaufen. Wir gönnen uns ein Entspannungsgetränk bei Pino, es werden mehrere
und es folgt ein Besuch bei Kathy und Stanislav in der Bar Tergesteo und es
wird später..............

09.11.2017   In der Nacht regnet es heftig in Grado, in
der Früh ist alles grau in grau, nicht gerade der perfekte Tag zum Arbeiten.
Nach dem Frühstück in der Bar Tergesteo fahren wir zur Marina von Willi und
Claudia, ich sollte das Brauchwasser im Boot Refosco ablassen, leider kein
Mensch da und über den Zaun will ich nicht klettern. Also was tun, das
Zugfahrzeug mit Trailer welcher das Boot von Wolfi nach Villach bringt kommt
erst um 14:00 Uhr. Also rein ins Auto und ab zur Ferramenta nach Aquileia, die
Verstrebung für die Verdeckversteifung kaufen, auch Wolfi findet ein Toplicht
und kauft schon die Zinkanoden für seine Felizitas. Danach ein Abstecher nach
Cormons, Wein wird wieder benötigt. Die Fahrt geht weiter nach Monfalcone in
den dortigen Nautikladen Wolfi benötigt noch einen Adapter für den
Hafenanschluss. Zurück in Grado gibt es erst mal einen Macchiato in der Bar
Bomben und ein hervorragendes Mittagessen bei Pino, Gansl mit Polenta -
perfekt! Pünktlich um 14:00 Uhr sind die Transporteure im Hafen und das Manöver
Bootsverladung kann beginnen. Die mehr als 3 Tonnen Gewicht von Wolfis Boot
sieht man, als der Kran das Boot auf den Trailer absenkt, er geht regelrecht in
die Knie, es hat nur 4 cm Bodenfreiheit beim Ruderblatt. So kann man das Boot
nicht transportieren, es muss der Trailer aufgedoppelt werden. Gott sein Dank
gibt es in der Marina genug Holzteile und wir können die Auflager erhöhen. So
bekommen wir dann 16 cm Bodenfreiheit, das kann man verantworten und wir
entfernen sämtliche Planen und Polster auf dem Boot, es sind ja 180 km bis nach
Villach und der Wind kann schon das Seine dazu beitragen das nicht entfernte
Teile "entfleuchen". Um 15:00 Uhr starten Markus und Christian zur Heimfahrt
mit dem Boot und wir beide fahren nochmals in die Darsena 2000, alles
verlassen, kein Mensch da! Aber wir sehen an der Brücke haben die Arbeiten
begonnen, da freuen wir uns aber. Danach in die Wohnung von Wolfi, heute kommt
ein Wintergarten Spezialist um den geplanten Zubau auf der Terrasse zu
vermessen. Gegen 16:45 Uhr starten wir zur Heimfahrt, pausieren noch mal in
Tarvis und nehmen noch ein Abendessen ein. Um 21:00 Uhr bin ich zu Hause, der
Hänger wird erst morgen entladen - ich bin müde!