Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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prima settimana di vacanza a Grado

25.04.2017 19:24

18.04.2017

Nach einigen üppigen Osterjausen verlassen wir Ossiach gegen 10:00 Uhr Richtung Grado,unserer 2. Heimat. In der Nacht hat es geschüttet, es ist kalt heute vormittag,in Treffen werden noch 30 Liter Diesel gebunkert, der CR-V aufgetankt und ab
geht die Post in den Süden. Schon im Kanaltal bemerken wir dass heute eine Nordströmung herrscht, das schlechte Wetter begleitet uns bis nach Cervignano. Dort gibt es mal einen Mittagsstopp im "La Rosta" Gudrun muss noch das Menü für
Gerhard's Geburtstagsparty fixieren. Wir nutzen die Gelegenheit und nehmen als Mittagsmahl eine Spargellasagne für mich, Spigoli con Rucola e pomodorini für Gudrun und zusammen einmal Lammbraten mit Röstkartoffel und gemischtem Salat.
Der Urlaub kann beginnen. Danach in Grado angekommen bläst die Bora mit 30 Knoten als wir unser Appartement oberhalb der Enoteca di Pino beziehen. Gott sei Dank hat die Wohnung eine Gastherme und der erste Weg führt zur Heizung,
die Bude muss mal erwärmt werden. Am späteren Nachmittag gibt's mal einen Capucco in der Bar Tergesteo, einen Besuch bei den Bärntatz's und dann der erste Besuch bei Pino, nachdem beim Boot erstmal Nachschau gehalten wurde. Die Bora drückt die Chicca längsseits fest zum Steg, die fix montierten Fender haben zu wenig Luft, ich fendere zusätzlich noch 2 Fender dazu, die Leinen nochmal kontrolliert, morgen hab ich schon wieder Arbeit am Boot und am Steg. Zum
Abendessen gibt es dann im Appartement noch Reste von der Osterjause, dann versuche ich den TV in Betrieb zu nehmen, aber leider nur italienische und slowenische Sender im Programm, das Gerät hat keinen Satellitenempfang sondern
nur eine terrestische Antenne, da läuft halt nicht mehr. Um 22:00 Uhr sind wir schon bereit zum Schlafen, heute bei der Eiseskälte ist auch im Pino Gastgarten nichts los und wir haben eine ruhige Nacht.

19.04.2017

Gleich nach dem Frühstück fahre ich zur Marina, die Sonne lacht vom Himmel, es ist frisch aber angenehm, kein Windhauch und die Arbeiten können beginnen. Erst Mal werden alle Leinen am Steg nachgespannt, dann die fixen Fender mit Frischluft versorgt und kontrolliert ob die Chicca richtig vertäut am Steg liegt. Dann kommt das "Innenleben" wieder in das Boot, alle Liegeflächen werden belegt, die Werkzeugkoffer und Materialdepots an der richtigen Stelle platziert. Eine neue
Schlafmatratze haben wir uns auch geleistet, sie passt super ins Boot. Ein Probelauf muss natürlich auch sein, ich erfreue mich am Klang der 4 Zylinder. Der Sprit wird vorerst im WC deponiert, den werde ich erst nach der ersten Ausfahrt benötigen. Dann wird der Kühlschrank mit Wasser und alkoholfreiem Gösser gefüllt, natürlich gibt es auch einige Dosen vom "richtigen" Bier für meine Freunde. Becher und Gläser hab ich auch von zu Hause mitgebracht, alles kommt auf die dafür vor gesehenen Stellen. Gegen 10:00 Uhr bin ich fertig, ich möchte mich bewegen und eine Runde mit dem Rad drehen, am Nachmittag dann
vielleicht eine Ausfahrt mit der Chicca? Wolfgang wird angerufen, er fährt mit eine Aufwärmrunde in Grado, um 10:30 Uhr stehe ich vor seinem Domizil, er kommt später und die Schuhe passen nicht in seine Pedale. Also nochmal rauf in den 4.
Stock, Schuhe wechseln. Aber auch mit diesen Schlappen kommt er nicht in seine Pedale, ich fahre alleine eine 40er Runde, bei dem mittlerweile aufgekommenen Nordwind mit mehr als 20 knt nicht gerade lustig, aber was sein muss, muss sein! Mittag
gibt es dann im Appartement Spaghetti al pesto, wir haben Bärlauchpesto von zu Hause mitgebracht. Dazu einen frischen Salat und nur Wasser, Wein ist noch keiner in der Wohnung, das Bier alles am Boot verstaut......... Nach dem
Mittagsschläfchen daher der Weg zum Weinbauern Lorenzon, der Himmel hat eh schon wieder zugezogen, es braucht Wein in den 4 Wänden. Carmen und Wolfgang begleiten uns. Eine Salami kommt auch noch dazu, ein paar Gläser werden verkostet,   dann kaufen wir bei einem Kuhbauern in Isola di Morosini noch Mozzarella und Latteria  Käse bevor es wieder nach Grado geht. Wir schauen noch kurz in der Filomena vorbei, neue Bestuhlung auf der Terrasse, aber leider zu kalt um hier, heute zu sitzen, daher rein in die gute Stube. Danach rundet ein frischer "Strankalsalat mit Thunfisch" den Tag zu Hause ab, eigentlich sind wir schon wieder müde und legen uns in die Betten. Leider sind schon wieder Gäste in Pinos Gastgarten, wir
übersiedeln mit unserem Doppelbett in den Wohnraum, da ist es einfach ruhiger und das Schlafen angenehmer, Licht aus um 22:30 Uhr

20.04.2017

Heute kommen Maria und Michi zu uns, bringen einen Roman von Michael für Gudrun's Freundin Sonia und fahren mit uns zu den Gemüsebauern in Fossalon. Die Sonne scheint, aber es ist trotzdem frisch am Morgen. Nach dem Einkauf wollen wir einen Cafe trinken, nichts ist offen, also wieder zurück nach Grado, auf die Tergesteo Bar ist Verlass, dort bekommen wir unseren Vormittags Capucco. Wolfi schaut auch kurz vorbei und dann ist schon Kochenszeit. Heute gibt es frischen Spargel aus Fossalon, in der Früh noch in der Erde, Vormittag gekauft, Mittag verspeist - das ist FRISCHE ! Ich bereite ein Spargelgröstel mit dem grünen Spargel zu, mit Kartoffel und Chorizo Wurst aus Spanien, es schmeckt. Gudrun macht einen
frischen Salat mit Tomaten und Radieschen, alles frisch vom Bauern. Dann folgt ein Mittagsschlaferl, danach machen wir getrennt eine Radtour, ich fahre eine 45 km Runde, Gudrun bereist Grado und die Insel. Danach gibt es einen
Stadtbummel, bei Sandro nehmen wir einen Drink in der la Taca Bar, dann brauch ich noch ein Duschgel, Gudrun kauft noch ein Ciabatta und wir gehen zum Liegeplatz der Chicca, Wolf hat mich aufmerksam gemacht, dass die Steuerbord
Heckleine etwas zu lang gebunden ist und die Chicca an Backbord am Steg ansteht. Wir erledigt, dann treffen wir Wilhelm und Tina die ebenfalls einen Spaziergang absolvieren, wir walken gemeinsam zurück auf's Festland. Daheim machen wir uns dann eine Caprese mit frischen Ochsen-herzen und dem Mozzarella vom Bauern, den wir schon gestern gekauft hatten. Dann folgt Buchhaltung, Schreibarbeit und so vergeht der Abend auch, um 22:00 Uhr sind wir schon wieder in den Federn!

21.04.2017

Wolkenloser Himmel in Grado, arschkalt in der Früh als ich zum Bäcker gehe um ein Panino integrale zu holen. Gegen 09:00 Uhr, nach dem Frühstück fahre ich zur Insel und zum Liegeplatz, eine Silikonfuge ist noch zu machen an der Frontscheibe.
Christian ist schon am werken, er will seine Marina diese Woche noch ins Wasser heben, für die kommende Woche ist Schlechtwetter vorhergesagt. Auch Fabrizio werkt an Wolfgangs Boot, die Thermostate der Öltemperaturanzeige sind noch zu
tauschen. Um 10:00 Uhr treffe ich mich mit Gudi in der Bomben Bar zum 2. Kaffee, bevor wir nach San Giorgio di Nogaro fahren, heute kommt der Vorstand des Pensionistenverbandes von Ossiach nach Marano, wir wollen den Ausflug für
den 8. Juni fixieren. Alle sind pünktlich, wir fahren gemeinsam von San Giorgio nach Marano, dort werden die Möglichkeiten des Anlegens mit dem Schiff gecheckt, dann geht es ins Ristorante alla Risata für die Essensbestellung. Wir nehmen auch gleich ein Mittagsmahl ein im Lokal, es schmeckt. Der Hausherr spendiert noch einen Amaro, dann geht es zurück nach Grado. In der Ferramenta in Aquileia besorge ich noch einen Karabiner für die Heckleine Steuerbord, dann geht es in
die Marina. Heute erste Ausfahrt mit der Chicca nach Barbana. Wolfgang bringt seine Kalura auch in Bewegung, sein Anlegemanöver gelingt gegen den Wind eigentlich ganz gut. Herrliche Ruhe auf der Insel, Sonnenschein, windgeschützt
sitzen wir in Magdas Reich auf Barbana. Erst gegen 17:30 Uhr fahren wir wieder zurück, mein Anleger klappt sofort, Wolfi braucht noch einige Anläufe, schafft es aber auch alleine in der Box anzulegen. Michael, der Wolfsberger, besucht
uns in der Marina, er hat einen Checkbesuch bei seinem Boot absolviert. Gegen 19:00 Uhr treffen wir uns alle bei Pino auf einen Toast, um 21.30 Uhr sind wir im Appartement, kurz darauf ist Schlafenszeit!

22.04.2017

Samstag ist Markttag in Grado, wir fahren mit den Fahrrädern mitten ins Geschehen, treffen uns mit Michael und trinken einen Cappuccino. Später beim Marktbummel treffen wir auch noch Michael und Maria, wir kaufen Frigga und Erdbeeren. Den
Flexschlauch bekomme ich leider nicht, er ist heute nicht da, dieser Standler, in der Ferramenta bekomme ich ihn auch nicht, also wird das Waschprogramm Deck Chicca verschoben! Dann begebe ich mich mit Wolfgang zum Friseur, ein neuer
Sommerhaarschnitt muss her, danach Pino, es kommen Gianni, Bruno, Ferdl und seine Marina. Später treffen auch noch Christian und Dorli ein, wir bleiben gleich zum Mittagessen, Gniocci Gorgonzola und ein Vitello tonnato stehen am
Speiseplan. Dann Mittagsschlaferl, Kurzbesuch von Grossegger Ingo samt Familie unnd Bootsfahrt nach Barbana, heute windstill und voll die Sonne, herrlich, wir bleiben bis 18:00 Uhr auf der Insel. Danach geht es zurück ins Appartement,
kleine Jause und anschließend ein Verdauungsspaziergang in der Altstadt. Vor dem Einschlafen gibt es noch Buchhaltung und Tagebuchschreiberei, dann ist es aber Zeit fürs Träumen........

23.04.2017

Radfahren ist heute wieder angesagt, denkste, der Wind pfeift aus Norden, eiskalt, ich habe einfach keine Lust mich bei diesen Temperaturen aufs Rad zu schwingen. Das Frühstück in den eigenen Wänden fällt auch aus, keine Bäckerei in Grado hat
heute geöffnet, erst ab Mai besteht Sonntags wieder die Möglichkeit frisches Gebäck zu bekommen. Also fahren wir mit dem Rad zur Bomben Bar, dick verpackt weil kalt aber sonnig, und nehmen dort unser Frühstück ein. Danach hat der
Supermarkt geöffnet und wir kaufen Canaroli Reis für ein Spargelrisotto welches ich heute zubereiten werde. Gudrun besucht die hl. Messe in der Basilika Santa Eufemia, ich koche - eigentlich wie sonst auch - heute gibt es Vogerlsalat mit
Kartoffel und gebratener Chorizo Wurst, dann Spargelcremesuppe und als Hauptgang ein Risotto Asparagi vom Feinsten. Als Nachtisch frische Erdbeeren aus Fossalon und einen "liscio" als Abschluss. Es folgt was folgen muß, ein Mittagsschlaferl. Um 15:00 Uhr treffen sich wieder alle Capitanos im Hafen, wir fahren mit 2 Booten wieder zu unserer Lieblingsinsel. Extremer
Niedrigwasserstand heute in der Lagune bei der Anfahrt, 2 x gibt es Tiefenalarm, Wassertiefe unter 80 cm - für die Chicca das Mindestmaß an Wasser welches zum Fahren benötigt wird. Villaco visita Barbana - Mitzner's, Maier's, Bärntatz's, Trodt's und Schicho's besuchen den Ruhepol von Grado, heute aber gut besucht weil Sonntag, auch einige private Boote haben angelegt. Wir genießen es in der Sonne zu sitzen, hier ist es windstill und Getränke gibt es genug. Als wir dann gegen 18:30 Uhr nach Hause fahren wollen passiert ein Unfall, der Gott sei Dank gimpflich ausgegangen ist, Carmen fällt beim Einsteigen
zwischen Boot und Kaimauer ins nur 15° kalte Wasser, bekommt auch einige Hautabschürfungen ab. Marina hat es beobachtet und sofort reagiert, wirft ihr eine Leine zu, Ferdi und Christian ziehen sie dann auf's Boot. Wolfgang bekommt    nichts mit, der Ehemann ist gerade auf der Toilette als es passiert. Ich hole von meinem Boot Ersatzkleidung, Handtücher hat Wolfgang an Bord, die Frauen legen Carmen trocken, sie steht unter Schock. Gemeinsam heben die vier Männer dann die
Unglückliche ins Boot und ab nach Hause, sie gehört unter eine heiße Dusche. Im  Hafen verabschieden wir uns noch alle und die Bootsfahrt ist noch lange Gespräch, auch am Abend, als sich dann der harte Kern noch zu einem Stadtbummel
bis zu Lucy und Andrea, trifft. Heute schlafen wir rasch ein, die folgende Nacht wird auch wieder turbolent.

unser Wohnzimmer in Barbana

der berühmte "Advokatenstek", ob er hält oder nicht zeigt euch nun das Licht ......

24.04.2017

Gegen 02:00 Uhr Früh werden wir im Appartement munter, bei Pino im Gastgarten ist wieder Mal "Remmidemmi", trotzdem wir ja unsere Schlafstätte aus dem Schlafzimmer verlegt haben, werden wir geweckt. Gudrun geht nachschauen, zwei "Besoffskis"
geben sich die letzte "Gröhlung" und geben nicht auf, bis nach 03:00 Uhr sind wir hellwach. Irgendwann danach ist dann doch Schluss mit Lustig und die Ruhestörer verziehen sich. Wir schlafen dafür dann bis 08:00 Uhr durch und gönnen uns dann ein herrliches Frühstück im Appartement. Leider ist der Himmel grau in grau, der Wetterbericht schaut für diese Woche nicht so rosig aus, erst warten wir Mal Mittag ab, dann entscheiden wir, wie wir weiter machen, hier in Grado. Am späteren Vormittag erkundige ich mich über das Befinden der gestern Verunglückten, einige Hautabschürfungen hat sie abbekommen, und ein paar blaue Flecken, Gottlob ist nicht mehr passiert. Wir gönnen uns einen Cappuccino in der Tergesteo Bar, dann holen wir Wassernachschub im SPAR Markt, danach wird gekocht. Heute am Speiseplan Nudelsuppe und weißer Solospargel mit Ei, Schinken und Parmesan - der letzte Spargel für dieses Jahr - die Gicht hat mich erwischt. Zwei Finger der rechten Hand lassen sich nur unter großen Schmerzen abbiegen, die Folge von zu vielem weißen Wein und dem Spargel, ab heute nur mehr Wasser um den Körper auszuschwemmen, und Abends dann immer ein Glas vom Roten, das ist ja gesünder. Am Nachmittag machen wir nochmals einen "passeggiata" an der Diga, heute sind viele Italiener am Spazieren, es ist ja ein Fenstertag in
Italien. Der Himmel ist noch immer Wolken verhangen, zwischendurch regnet es mal ein wenig, für Morgen Dienstag ist Wetterbesserung vorhergesagt. Für den Abend haben wir uns mit Maier's und Bärntatz's zum Essen in der Serenella
verabredet, Annaliesa serviert, ihr Mann Guido kocht, hier ist es eigentlich wie zu Hause. Danach noch zu Pino in die Enoteca auf einen Scheidebecher, um 21:45 Uhr sind wir in den 4 Wänden, ein weiterer ereignisreicher Tag ist zu Ende.

25.04.2017

Feiertag in Italien, Tag der Befreiung Italiens, auch heute haben die Bäckereien in Grado geschlossen, wir haben gestern im Supermarkt vorgesorgt und ein Vollkorn Baguette besorgt, welches wir zum Frühstück verspeisen. Radfahren wäre heute
ideal, aber es hat in der Nacht geschüttet und auch jetzt kurz nach 09:00 Uhr schaut es nicht rosig aus. Wir packen unsere sieben Zwetschgen und fahren in die Bar Tergesteo zum 2. Kaffee, danach geht es über Gorizia und entlang dem
Isonzo Flusses Richtung Heimat. In Görz schüttet es, es regnet auch in Kobarid beim Tanken, wo etwa 40 Motorradfahrer unter dem Dach der Petrol Tankstelle Schutz suchen. Auch in Bovec, als wir uns zu Martinov Hram zum Mittagessen
begeben, regnet es gewaltig. Ich befürchte schon Schnee am Predil Pass, das Thermometer in Bovec zeigt 8°, aber wir kommen nach der gemischten Kalamari Platte gut über den Berg nach Tarvis. Nochmals ein Kaffeestopp und ab nach
Hause, die erste Ferienwoche in Grado ist zu Ende.