Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

Rappitsch 67A
Ossiach
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Radanreise und Sonstiges

12.06.2018 17:00

03.06.2018 Kurze Nacht nach
der Hochzeit von Sabina und Werner, nur 4 Stunden Schlaf und nach dem Frühstück
bringt mich Gudrun zum Zug MINCOTRA der mich und meine Studienfreunde Menne und
Wolfgang nach Venzone bringt. Wir wollen heute mit dem Rad nach Grado fahren.
Punkt 12:00 Uhr starten wir in Venzone, der Weg führt uns auf gut
ausgeschilderten Radwegen, teils auch auf Schotter bis Tarcento, später über
Nimis nach Qualso. Plötzlich fehlt Wolfgang und wir warten erst einmal 25
Minuten, er kommt nicht. Über Telefon erfahren wir, dass er falsch abgebogen
ist und etwa 6 Kilometer entfernt in Zompitta steht, trotz Telefon gelingt es
uns nicht uns wieder zu vereinen, wir verabreden uns in Goja. Dort treffen wir
ihn wieder, haben eine ganze Stunde versaut und sind von der Hitze und der
Aufregung reif für die erste Pause, die wir in Adegliacco machen. Der Weg führt
uns weiter über Pradamano, Pavia di Udine, Percotto und Clauriano, einem
wirklich sehenswerten Ort nach Palmanova, wo wir die zweite Pause abhalten.
Dann haben wir Glück mit dem Wind, er kommt von hinten und treibt uns bei 31°
über Strassoldo, Cervignano nach Terzo zur nächsten Halt in der Helmbar in
Aquileia. Die letzten 12 Kilometer fahren wir mit Zusatz Treibstoff (Bionda)
nach Grado wo wir zwar Müde aber happy um 19:00 Uhr eintreffen- 117 Kilometer
haben wir bei dieser Gluthitze geradelt, ich habe sicher an die 5 Liter Wasser
getrunken und freue mich auf die Dusche. Dann gibt es ein herrliches Abendessen
im "il panino" und einenn Schlummertrunk bei Lucy, dann ist Bettruhe.

04.06.2018 Die Nacht war
ruhig, Frühstück in der Tergesteo Bar, dann Boot Check und um 10:30 Uhr geht es
zum Baden auf die Insel Banco d'orio, der Drago von Grado begleitet uns. Tanken
ist angesagt, die beiden Tanks werden in dere Marina San Marco gefüllt und wir
fahren über das Meer nach Tenuta Premiero und weiter nach Barbana, wo wir
wieder herrliche Spaghetti al ragu zu uns nehmen. Nach einer Mittagsrast und
Kirchen Besichtigung geht es in den Stadthafen auf ein Gelato, Drago verlässt
uns, er muss arbeiten heute Abend. Wir tuckern in den Heimathafen und nehmen
zum Abendbrot nur einen Snack, dann ein paar Drinks und ab ins Bett, morgen
gibt es wieder eine Radtour.

05.06.2018 Gleich nach dem
Frühstück in der Bomben Bar treffen wir uns mit Ferdl und fahren mit den Rädern
nach Triest. Erste Rast, heute soll es eine gemütliche Radwanderung werden,
machen wir in Caneo, der zweite Stopp erfolgt in der Marina Julia vor den Toren
von Monfalcone. Dann geht es leider auf der Hauptstrasse, leicht steigend bis
Sistiana, wir schaun uns Porto Piccolo von oben an und halten dann Mittagsrast
im Restaurant Bellariva in Aurisina. Leider biege ich schon eine Abfahrt zu
Früh ab und wir machen gute 100 Höhenmeter umsonst, aber die Strozzapretti con
Gamberi, Pomodorini und Zucchine entschädigen. Innerhalb kürzester Zeit wird es
bedrohlich schwarz am Himmel, über Triest zucken schon die Blitze und wir
beschließen das Gewitter hier im Lokal abzuwarten. Leider müssen wir aber noch
fast 14 Kilometer zum Schiff radeln, welches uns zurück nach Grado bringen
soll. Der Regen hört nicht auf und so radeln wir im Gewitter nach Triest, sind
völlig durchnässt als wir dort ankommen, haben aber Gott sei Dank Reserve
Bekleidung mit und können uns umziehen. Schon bald geht es an Bord der Delfino
verde und das Schiff bringt uns zurück nach Grado. Glück gehabt, 17 Fahrräder
waren am Hafen eingetroffen, maximal 16 dürfen sie mitnehmen, aber der Capitano
macht eine Ausnahme und nimmt alle mit. Nach der Körperpflege dann ins "Al
Timon" zum Abendessen, radfahren will heut keiner mehr, dann noch zum Goto und
um 22:00 Uhr sind wir alle in den Federn.

06.06.2018 Heute doppeltes
Frühstück, zuerst in der Tergesteo dann noch einen  Macchiato in der Bomben Bar, dann treffe ich
meine "Linzer Buam" im Hotel - wir fahren ins "da nettuno" sie beide mit den
Rädern, ich fahre mit Wolfi, Ferdl und Marina sowie einem Gast von Wolfi mit
der "Felicita" nach Aquileia. Herrliche Anfahrt, mal am Bugspriet sitzend die
Lagune besichtigen, dann super zu Mittag gegessen. Meine "Linzer" Gäste fahren
gegen 15:00 Uhr mit den Rädern nach Udine und mit dem Zug wieder nach Villach -
ich bleibe mit den Bootskollegen in Aquileia, leider mit einem unerfreulichen
Tagesausklang. Ich sehe mächtige Gewittertürme rund um Aquileia und möchte
eigentlich in den Heimathafen, da mein Boot völlig offen am Steg liegt. Auch
habe ich alle Teppiche vom Boot gewaschen und am Steg liegen und befürchte wenn
ein Gewitter kommt, dass die Teppiche bei Wind ins Wasser fallen könnten. Aber
meine Bitte doch endlich nach Hause zu fahren wird als "lächerlich" empfunden,
so sehe ich keine andere Möglichkeit als die 5 km zum Bus zu gehen und von
Aquileia mit dem Bus nach Grado zu kommen. Meine Bootskollegen bleiben
"feuchtfröhlich" sitzen und bemerken nicht einmal dass ich den Hafen schon
verlassen habe. Ich bin schon in Grado als sie in Aquileia losfahren, habe
alles erledigt und habe seither halt 2 "Freunde" weniger, aber ich werde es
überleben. Den Abend verbringe ich an Bord mit Fernsehen, auch mal eine
Alternative.

07.06.2018  In der Nacht schwere Gewitter in Grado, es
prasselt richtig nieder auf das neue Dach, es ist aber dicht und es dringt kein
Tropfen ins Boot. In der Früh dann alles wolkenverhangen, alles ist nass als
ich mit dem Rad zum Frühstück fahre. Zurück im Hafen werfe ich mich ins
Raddress und sprudle eine 50er Runde ab, leider wieder mit einem nassen
Abschluss, kurz vor dem Erreichen von Grado beginnt es wieder zu schütten. In
der Zwischenzeit ist Gudrun eingetroffen, ich dusche und wir fahren mit dem
Auto zu Pino, zum Mittagessen. Dann treffen wir noch Ossiacher Nachbarn in
Grado zum Cafe, mein Bruder mit Familie und meiner Mutter kommen heute auch an
in Grado. Wir treffen sie im "il panino" wo sie zu Mittag essen und verabreden
uns für den Abend, heute spielt ja wieder Angelo bei Lucy im wine&gourmet,
da müssen wir hin ! Der Nachmittag vergeht mit relaxen, ein wenig Stadtbummelen
und einem Aperitiv im Broccarotta. Dann Abendessen in der Pizzeria Piassalber,
wir genießen eine "Scrocciarella", eine Art Pizza, aber rechteckig, mit
verschiedenem Belag für 2 Personen. Danach sind wir richtig voll und
marschieren zu Lucy, wo unsere Familienmitglieder schon einen Tisch für uns
organisiert haben. Angelo spielt wieder seine alten Hadern, die Mitzner's
kommen und feiern ihren 38. Hochzeitstag, wir feiern mit bis Mitternacht,
ebenso wie auch einige "Schlaraffen" Kollegen von Klaus, sowie Birgit, eine
Keramikerin und Herbert, der Big Boss vom Telefonverkauf der Villacher
Brauerei. Wir hatten sehr viel Spaß...........

08.06.2018 Gewitter in der
Nacht, am Morgen alles grau in grau, wir fahren mit dem Auto zur Tergesteo Bar
zum Frühstück, gut so, denn angekommen beginnt es sofort wieder zu regnen. Es
folgt ein Cafe neben dem Palace Laguna Hotel und dann ein Friseurbesuch bei
Ricci & Capricci - es war schon Zeit dafür.Da es immer noch schüttet planen
wir einen Besuch im EKZ Tirare in Villesse, ich brauche Rad Handschuhe, aber
auch Gläser fürs Boot, finden was wir suchen und nehmen dann das Mittagessen in
Scodovacco im "ai campanile" ein. Ausgezeichnet gekocht, mal neue Nudel
Varianten bekommen, sowie Ripperl mit Tomatensauce und Salat. Es folgt ein
Mittagsschlaferl an Bord der Chicca, mittlerweile hat es zu regnen aufgehört. In
der Bomben Bar gönnen wir uns einen Affugato, dann besuchen wir im Hotel Savoy
unsere Familien Mitglieder. Abends dann ein Bummel in der Stadt, es donnert
schon wieder und es wird wieder dunkel, die nächste Gewitterfront überfliegt
Grado - Grado im Regen - wie der Roman von Andrea Nagele.

09.06.2018 Die ganze Nacht
Regen, erst gegen 04:00 Uhr hört es auf, aber um 06:00 Uhr bei der Tagwache ist
es wieder grau in grau, man sieht noch die abziehenden Regenwolken, es soll
sich das Wetter wieder normalisieren und heute bis 31° sowie Sonnenschein
bringen, schau ma Mal ! Die eigentlich geplante Radtour heute mache ich nicht,
weil im Hinterland noch immer die Regenwolken stehen, daher geht es zum
Frühstück mit dem Rad. Heute ist Markttag, daher ist auch wieder ein Bummel am
Markt angesagt, dann fahren wir mit unserer Chicca nach Barbana, die
Familienmitglieder fahren mit dem Linienschiff, 
und wir essen alle gemeinsam zu Mittag auf der Insel. Dann vertschüssen
wir uns, wollen am Meer baden gehen, leider nicht möglich, heute sehr hohe
Wellen am Meer, also ab in die Lagune hinter unsere Insel Banco d'orio. Wir
ankern auf ca. 5 Meter und schlafen beide ein, ich werde munter weil das Boot
nicht wie gewöhnt schaukelt, schaue, der Anker hat sich losgerissen und wir
treiben in der Strömung der Lagune, direkt auf ein Anglerboot zu. Motor sofort
gestartet und erst Mal Abstand zwischen uns gebracht, dann Anker lichten und ab
in den Stadthafen. Im Broccarotta gönnen wir uns einen Cappuccino, dann machen
wir einen 2. Badeversuch vor le Cove und legen dann gegen 18:00 Uhr im
Heimathafen an. Abends treffen wir uns nochmals mit der Familie und lassen den
letzten Abend mit der Familie ausklingen. Am Nachhauseweg treffen wir Birgit
und Herbert im il Goto beim Live Konzert der CCR Cover Band, trinken ein
Fläschchen in der neuen Bar "Fifty", und machen den Abschluss an Bord der
Chicca, gemeinsam mit einer Flasche Pino Grigio..............

10.06.2018  Frühstück in der Bomben Bar, dann zum Baden,
leider wieder nicht am Meer, weil die Wellen zu hoch sind und es ungemütlich
schaukelt. Also probieren wir es am NW Teil der Insel La Ravaraina und haben
Glück, sauberes Wasser, wenig Strömung, ideal zum Schwimmen. Doch es ist
Sonntag und diesen Platz steuern viele Boote an, gegen Mittag sind wir umzingelt
von ca. 20 Booten. Wir machen Bord Picknick und lassen es uns gut gehen, gegen
15:00 Uhr sind es mir zu viele "Anrainer" und wir fahren in den Stadthafen auf
den schon üblichen Cafe. Gegen Abend nehmen wir Kurs auf Barbana, Picknicken
nochmals dort im Garten mit Maier's und Kargl's, und fahren erst nach 19:30 Uhr
in den Heimathafen. Ein Stadtbummel am Abend in der Altstadt von Grado, und
gegen 22:00 Uhr sind wir in den Kojen.

11.06.2018 Der Tag fängt
schon beschi....... an, bei der Bordtoilette ist der Handhebel ausgeklingt, die
Toilette lässt sich nicht mehr betätigen, also rein in die Arbeitskluft und
reparieren, vor dem Frühstück. Leider ziehe ich nach der Reparatur 2 Schrauben
zu fest an und die Plastikteile brechen, dadurch wird die Pumpe undicht, Spülwasser
kommt ins Boot. Ich liebe solche Überraschungen am frühen Morgen, wir fahren
nach Aquileia in die Ferramenta und sind froh einen neuen Pumpenteil zu
bekommen, legen fast   € 110,00 dafür ab,
Frühstücken dann auch gleich in Aquileia. Zurück an Bord der Chicca wieder rein
ins WC, auf den Boden, diese feine Arbeit ist nur im Liegen zu machen. Es
stinkt aus dem Abwasserschlauch wie in einer Jauchengrube, keine angenehme
Arbeit, aber notwendig, nächste Woche geht es auf Kroatientörn, da sollte die
Toilette am Boot schon funktionieren. Schweißgebadet, rein in die Badesachen
und ab aufs Meer. Gudrun hat in der Zwischenzeit Obst und Käse gekauft, heute
gehen wir am Abend Fisch essen zu "da Renata" und brauchen Mittag nur einen
Snack. Wir baden auf Banco d'orio bis 14:00 Uhr und fahren dann nach Barbana in
den Schatten, es hat zwischenzeitlich schon über 30° Lufttemperatur, das Wasser
am Meer hat 28° und in der Lagune sogar 29° - Wahnsinn für Mitte Juni. Maiers
kommen mit Lisi und Hans auch auf die Insel, sein Boot hatte heute auch einen
Defekt, einer der beiden Hauptschalter für die Batterien war kaputt und musste
getauscht werden. Wir plaudern übers Skifahren und viel Anderes, übersehen
dabei fast die Zeit, gegen 18:00 Uhr geht es in den Heimathafen. Duschen, umziehen,
rein ins Auto, bei "da Renata" lassen wir uns mit Fischgerichten verwöhnen, bei
Maier's gibt es noch einen Hugo in der Wohnung, um Mitternacht sind wir in der
Koje.

12.06.2018 Schon vor 07:00
Uhr räumen wir unsere Chicca aus, verstauen alle Sachen die am geplanten
Kroatientörn nicht benötigt werden im Auto und machen sie dicht. In der
Ferramenta besorge ich noch einen neue Gaskartusche für den Kühlschrank, diese
werden wir auch benötigen, wenn wir am Anker liegen und keinen Bordstrom oder
Landstrom anwenden können. Dann Frühstück in der Tergesteo Bar, Besuch beim
Gemüsebauer in Fossalon mit Einkauf und Weiterfahrt ins Collio nach Dollegnia auf einen
Cafe. Weiter in den slowenischen Teil des Collio, der Grska Brda, Kirschen
besorgen, Herzkirschen, Vollreif für € 5,00 das Kilo. Durch das Isonzotal und
über Kobarid, Bovec und den Predilpass fahren wir über Tarvis nach Kranska Gora
zum Mittagessen und der letzte Aufenthalt in Grado vor der Sommerpause ist auch
schon wieder Geschichte. Bis Sonntag bleiben wir nun in Kärnten, am Samstag
darf ich einen goldene Hochzeit bespielen, dann startet unser Kroatien Törn
2018.