Schifferlfahrn, essen, trinken - lustig sein !

Schiffstagebuch Grado

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Zweiter Teil Kroatientörn

24.06.2014 22:26

Mittwoch 18.06.2014

Franz und Susanne kommen in die Marina zum Frühstück, passt alles Omlett, Ham & Eggs, Kaffee, Marmelade, Honig und Schwarzbrot haben wir selber – perfekter Start in den Tag! Nach der Heimreise von Franz und Susanne machen wir mal ein Päuschen, dann gibt es einen Spaziergang über die Halbinsel rüber zu einer Fischzucht, Pause, dann weiter in den Ort Pomer und wieder zurück in die Marina. Dann mach ich einen check vom Motor und der Bilge, alles OK! Nach der Körperpflege, Abendessen im Marina Restaurant, perfekt! Philip kommt heute noch vorbei und bringt mir Bargeld, der Umrechnungskurs am Bankomaten ist erschreckend, besser ist es den Euro in den Wechselstuben zu tauschen. Hat auch was Gutes so ein Ruhetag, dank Bora, die es uns nicht erlaubt hat heute weiter zu fahren. Für Morgen Donnerstag planen wir die Fahrt nach Cres, schau ma mal!

 

Donnerstag 19.06.2014

Heute wieder Frühstück an Bord der Chicca, die Bora ist vorbei, es kann wieder geplant werden. Erstmal kommt Philip und bringt mir Bargeld, denn der Behebungskurs am Automaten ist beschi……

Um 09:00 Uhr stechen wir in See, ertmals raus aus der Bucht von Medulin. Als wir ans Kap Marlera kommen empfangen uns wieder Wellen mit ca. 1 Meter, wenn ich wie geplant den Kurs entlang der Küste nehme, rollt unsere Chicca, weil auch der Wind aus NW kommt. Also umdisponieren und Kurs direkt auf Kap Pernat, Richtung Cres Stadt. Nach 4 ½ Stunden erreichen wir den Hafen und die ACI Marina in Cres, die Schönste bisher! Spaghetti und Tortellini als Mittagsmahl in der Marina, dann ein Mittagsschläfchen am Boot. Um 16;00 Uhr gibt’s frischen Kaffee, dann Duschen und ab in die City. Erstmal ein Schlenderer durch Cres, dann eine Pizza zu Zweit als Abendessen, ein Gelati, dann sehen wir eine Fronleichnams Prozession. In den Zuschauern endecke ich unsere Nachbarn Karin und Gerhard, wir nehmen 2 Drinks zusammen, dann ab in die Falle!

 


Freitag 20.06.2014

Frühstück an Bord, noch einmal die wohl saubersten Toiletten und Duschen in der Marina Cres genossen, Kühler Dichtmittel eingefüllt, dann Leinen los und zur Tankstelle. 35 Liter haben wir in 11 Stunden verbraucht, ergibt 3,2 Liter/h, das ist passabel! Um 08:45 Uhr starten wir zuerst Richtung Valun, der Sonne entgegen …., Heute ist es aber eher diesig und von der Sonne erstmals nichts zu sehen. Nach Valun geht es Richtung Kap Pernat und dann Richtung SW nach Martinscica. Dort mal Kaffeepause, dann ein kleines Mittagsmahl mit Tomatensuppe und Cozze als Hauptgang, eine Portion zu Zweit. Nach dem Mittagsschlaferl legen wir gegen 13:45 Uhr ab und fahren in die  Bucht Radiboj, um auf die Öffnung der Brücke in Osor zu warten. Eine Traumbucht, das Wasser hat 21,2° also rein ins türkise Wasser, herrlich erfrischend, die Sonne ist auch erschienen. Wir genießen die Zeit, liegen sicher am Anker und fahren um 16:20 Uhr Richtung Osor. Dort heißt es nochmals warten, die Schiffe aus Süden haben Vorfahrt, wir kommen um 17:11 Uhr durch. Die Planung war bis zur Bucht Pogana zu fahren, wir disponieren um und fahren in den Hafen Nerezine. Der Marinairo zeigt uns gleich ein Platzerl, Strom angeschlossen und ab in die Altstadt. Leider hat die Marina keine Duschen und WC Anlagen, aber es gibt 2 Cafes die wir morgen Früh besuchen wollen….. Das Abendessen gibt es heute in der Konoba „Panorama“ 2 herrliche Doraden vom Grill für uns Beide. Das alles um wohlfeile 40 Euro samt Mangold, Kartoffel, Salat, Wein, Bier, Wasser und Palatschinken als Nachspeise! Es verlangt förmlich nach einem Verdauungsspaziergang den wir auch absolvieren. Gegen 21:00 Uhr begeben wir uns aufs Boot !

 


Samstag 21.06.2014

Nach einer stürmischen Nacht mit wenig Schlaf, die Bora hat mal wieder geblasen und der Hafen von Nerezine ist in dem Fall nicht ideal, weil nach NO offen, sind wir gegen 07:30 Uhr aufgestanden und zwecks Morgentoilette gleich ins Hotel Frühstücken gegangen. Herrlich der Blick aufs Meer mit Ham & Eggs und Cappucino. Nach einem Kurzbesuch in der Pekara zwecks Brotnachschub habe ich den Liegeplatz bezahlt und wir sind ausgelaufen. Kurs Pogara Bucht, wo wir um 10:20 Uhr vor Anker gehen. Baden, faulenzen, nichts tun, Jausnen, Kaffee trinken und wieder baden. Um 15:30 Uhr haben wir genug davon und steuern Richtung Veli Losinj. Kurze Fotrunde und weiter zum Privlaka Kanal und der Drehbrücke. Dort heißt es erst einmal warten, denn pünktlich öffnet die Brücke nicht. Wir sind genau um 10 cm zu hoch um darunter durch fahren zu können. Kurz nach der Durchfahrt um 18:12 Uhr finden wir Platz in der Marina Mali Losinj.

Ein Abendspaziergang nach dem Duschen in die Altstadt steht auf dem Programm, nach dem Abendessen gibt es noch live Musik in der Pika Bar, um Mitternacht gehen wir schlafen!

  

Sonntag 22.06.2014

Tagwache um 07:30 Uhr, Morgentoilette, Kaffe und Croisant’s, die Öffnung der Brücke abwarten, wir liegen genau daneben, so starten wir um 09:25 Uhr und gehen erstmal tanken. Dort gleich die erste Verzögerung, der Tankwart kann sich nicht erinnern, dass ich ihm bereits einen 200er Kuna Schein gegeben hab, er streitet es schlichtweg ab. Erst ein Kassensturz vom Chef bestätigt meine Zahlung und mit 20 Min Pause können wir loslegen. Geplant war eine Fahrt zuerst nach Susak, dann nach Ilovik, leider hat uns das Meer bzw. die Wellen diesen Plan durchkreuzt! Fast 1 ½ Meter hohe Wellen dazu ein Halbwindkurs, die Chicca rollt durch die Adria. So macht es keinen Sinn, also in Susak mal eine Pause, vielleicht wird es besser. Wir genießen Spanferkel vom Grill, eine Portion für uns Beide. Dann geben wir uns ein Schnapser Duell, Gudrun gewinnt! Um 14:10 Uhr probieren wir es, aber nach erreichen des offenen Meeres ist nicht daran zu denken nach Ilovik zu kommen. Die Wellen sind nun schon 2 Meter hoch, das will ich der Chicca nicht antun. Also wieder zurück nach Mali Losinj. Heute aber in den Stadthafen, ein super Platzerl ergattert, wir können längsseitig anlegen und liegen relativ ruhig.

Beim Abendaperitiv erfahren wir von einem Tischnachbar der die Wetterseite im Netz studiert, es kommt wieder Bora! Also beschließen wir morgen mal nach Unje zu fahren, wenn es passt auch gleich über den Kvarner, den der Südwind soll morgen einschlafen und Regen ist angesagt. Schau ma mal wie es wird.

Das Abendessen genießen wir im Restaurant Boccaverde, Lammkoteletts vom Feinsten mit Bratkartoffel und Zucchini! Ein Malo Macchiato rundet den Abend ab, wir begeben uns auf die Chicca.

 


 

Montag 23.06.2014

Am frühen Morgen gleich der erste Schock, Duschen und Klo gehen kostet in der Stadtmarina von Mali Losinj extra und ist in der Liegegebühr von € 30,00 nicht enthalten! € 10,00 Euro sind dafür fällig, Alternative gibt es keine, da die diversen Cafes erst um 08:30 oder 09:00 Uhr öffnen, Zuerst wollten wir nach dem Frühstück nur bis Unje fahren und dort einen Tag bleiben, aber  Aladin sagt einen Wetterumschwung voraus, Bora soll auch wieder kommen, also entscheiden wir spontan – wir fahren heute über den Kvarner! Es hat zwar Wellen mit fast 2 Meter, aber die von Achtern BB und daher nicht so tragisch. Es wackelt zwar und dauert seine Zeit aber nach 2 Std 50 Min haben wir das Kap Kamernjak, die Südspitze Istriens, erreicht. Allerdings „Zaht“ sich der Weg bis in den Stadthafen von Pula, wo wir heute nächtigen wollen. Da die Tankstelle in Veruda geschlossen hat, ist dies die einzige Alternative, denn wir brauchen Sprit! Gegen 16:00 Uhr erreichen wir dann unser Tagesziel und sind wirklich froh, wieder eine Dusche zu haben und sind auch wirklich hungrig, genehmigen uns frischen Fisch (Dorade und Branzin) mit Mangold und Kartoffel, sowie einen Salat als Vorspeise. In der Marina lassen wir den Tag an Bord ausklingen!

 

Dienstag 24.06.2014

Frühstück an Bord der Chicca, Marina alles erledigen, Leinen los um 09:00 Uhr, zur Tankstelle in Pula. Lächerliche 26,6 Liter gehen rein in den Tank und das für 10 Stunden Fahrt, echt sparsam unsere Chicca. Dann starten wir den Tagestörn Richtung Brioni Inseln, befahren den Teil der frei zugänglich ist und begeben uns dann zur Babariga Bucht wo wir eigentlich baden wollten. Der Südwind hat uns diesmal einen Streich gespielt, das Meer ist unruhig, an ein Ankern nicht zu denken. Also fahren wir weiter Richtung Rovinj. Der Funk ist echt hilfreich, wir werden schon erwartet und eingewiesen, schöner Platz auf Mole 5. Dann geht es aber zum Baden in die Hotelbucht hinter der Marina, Duschen alles da am Strand, das Wasser herrlich mit 23° und glasklar, PERFEKT.

Die Chicca bekommt eine Außenwäsche, sie schaut schon furchtbar aus, auch wird heute das Dingi gewassert und Probe gefahren, morgen brauchen wir das Beiboot in Cervar Porat!  Dann ab in die Stadt, shopping ist angesagt, ein Camp David Hemd wechselt den Besitzer, dazu eine passende Short und ich bin 140 Euros leichter! Danach finden wir tatsächlich das Lokal Marinaio welches wir letzte Woche nicht gefunden haben. Fischplatte muss es heute sein, dazu einen Hauswein weiß, was soll’s, Urlaub ist nicht immer! Heute ist Salsa Abend in Rovinj, am Stadtplatz wird getanzt, doch die Musik vom DJ ist einfach zu laut, wir setzen uns am Heimweg noch auf einen Drink ans Meer, die Schwalben sind relativ tief…………..